[
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    "end": 5.63,
    "text": "Ich muss ehrlich sagen, das führt zu nichts."
  },
  {
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    "end": 10.75,
    "text": "Ist das inzwischen ein Verzweiflungsakt?"
  },
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    "end": 16.55,
    "text": "Wir müssen endlich aus diesen schlechten Deals für Europa raus, also das geht ja nicht so weiter."
  },
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    "text": "Der"
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    "text": "einzige Leuchtturm für mich in den letzten vier Jahren war Viktor Orban."
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    "text": "kann das Putin zu einem gewissen Umdenken bewegen."
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    "text": "Die Europäer wollen ja die Ukraine unbedingt in die EU aufnehmen, so wie ich das höre, und da muss man vorsichtig sein."
  },
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    "text": "Kann man ein gut nachbarschaftliches Verhältnis nach allem, was passiert, ist eigentlich wieder aufbauen."
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  {
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    "text": "Angela Merkel, ihr könntet das sicherlich, wenn man sie fragt, wird sie darüber nachdenken."
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    "text": "Warum sehen das die Europäer nicht, obwohl die Europäer würden davon viel mehr profitieren?"
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    "text": "Russland."
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    "text": "Gas,"
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    "text": "Sanktionen, Oligachen."
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    "end": 75.53,
    "text": "Der Podcast zur russischen Wirtschaft von Eduard Steiner und Vasili Astroff."
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    "text": "Folge thirty-three soll die EU das Gespräch mit Putin suchen und braucht sie am Ende Russland sogar wieder als Partner?"
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  {
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    "text": "Willkommen, meine Damen und Herren, in der dreientrassigsten Folge des Podcasts der Tageszeitung Die Presse zur Russischen Wirtschaft."
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    "end": 104.07,
    "text": "Es begrüßt die Eduard Steiner, langjähriger Russland-Korrespondent und Vasili Astrof, Russlandexperte des renommierten Wien Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche."
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  {
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    "end": 105.49,
    "text": "Herzlich willkommen, Dobridin."
  },
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    "end": 106.21,
    "text": "Dobridin."
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    "text": "Wir haben auch heute wieder einen Spezialgast eingeladen, einen ganz besonderen möchte ich sagen, und zwar Herrn Erich Wad, der uns aus München zugeschaltet ist."
  },
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    "text": "Herr Watt, herzlich willkommen auch Ihnen."
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    "end": 123.45,
    "text": "Guten Abend Herr Steiner und Herr Astrof."
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    "end": 138.47,
    "text": "Herr Watt ist der ehemalige militärpolitische Berater der ehemaligen Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und war damals auch Sekretär des Deutschen Bundes-Sicherheitsrates, dem höchsten Sicherheitscremium Deutschlands."
  },
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    "end": 143.47,
    "text": "Er ist promovierter Jurist und Brigadegeneral außer Dienst."
  },
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    "end": 153.33,
    "text": "Außerdem ist er Autor, folgender Bücher, Ernstfall für Deutschland und das zweite Buch Krieg oder Frieden, Deutschland vor der Entscheidung."
  },
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    "end": 159.47,
    "text": "Wir nehmen diesen Podcast am Montag, den neunzehnten, ersten, zwei tausend, sechsundzwanzig auf."
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    "start": 160.17,
    "end": 166.87,
    "text": "Die Welt scheint drei Wochen nach Jahresbeginn noch mehr aus den Fugen geraten zu sein als schon vorher."
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  {
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    "end": 177.47,
    "text": "Zur Entführung des Präsidenten von Venezuela kommt die katastrophale Situation mit den Protesten im Iran, wo eine Intervention durch die USA noch nicht vom Tisch ist."
  },
  {
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    "end": 189.05,
    "text": "Und Donald Trump scheint es ernst zu sein mit der Einverleibung Grönlands, was nun die EU auf den Plan ruft, und zu einer Wahnsinnreisprobe auch der NATO wird."
  },
  {
    "start": 190.05,
    "end": 195.37,
    "text": "Und Trump hat auch mehr in Juhlen an diesem Zusammenhang neue Strafzölle angetrot."
  },
  {
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    "end": 202.23,
    "text": "Vor allem vor dem Hintergrund all dieser Ereignisse gerät fast in Vergessenheit."
  },
  {
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    "end": 210.99,
    "text": "Das sind auch Ukraine der katastrophale Angriffskrieg durch Russland weiterwütend, schon fast volle vier Jahre mittlerweile."
  },
  {
    "start": 211.87,
    "end": 222.53,
    "text": "Und Trumps versprechenden Krieg zu beenden ist auch schon fast wieder ein Jahr alt und war bisher nicht von Erfolg gekennzeichnet, zumindest nicht von einem ganzen Erfolg."
  },
  {
    "start": 223.21,
    "end": 232.03,
    "text": "Zunehmend auch die Frage auf... Was denn Europa in dieser neuen Weltunordnung, wie ich sie bezeichnen möchte, zu tun, gedenkt?"
  },
  {
    "start": 232.81,
    "end": 245.91,
    "text": "Und da wir in diesem Podcast Russland und die Ukraine fokussieren, eben auch die Frage, ob man da seitens Europas diplomatisch nicht was verabsäumt hat und es nun höchste Zeit ist, diplomatisch aktiv zu werden."
  },
  {
    "start": 246.45,
    "end": 248.03,
    "text": "Ich beginne mit Ihnen, Herr Waad."
  },
  {
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    "end": 262.57,
    "text": "Das gewöhnlich gut informierte Medienpolitiker berichtet und der Verweis auf einen EU-Beramten, dass die EU-Staaten über die Ernennung eines Spezialvertreters für die Kontakte mit Moskau nachdenken."
  },
  {
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    "end": 272.71,
    "text": "Der französische Präsident Macron hat ja für die Wiederaufnahme der Diplomatie plädiert und bekam Unterstützung von Meloni in Italien."
  },
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    "text": "Ist das inzwischen ein Verzweiflungsakt?"
  },
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    "text": "Ist es ein spätes Erwachen?"
  },
  {
    "start": 280.09,
    "end": 292.17,
    "text": "Oder wird hier Aktivität auch nur simuliert, um nicht ganz untätig auszusehen, während ja die USA, wie wir wissen, die Sachen Verhandlungen, das Heft in der Hand haben."
  },
  {
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    "end": 308.27,
    "text": "Ja, es ist auf jeden Fall vom Seiten der EU begrüßenswert, dass sie sich darüber nachdenken, so einen Spezial-Sonderbeauftragten zu ernennen, der dann Gespräche gegebenenfalls mit Moskau führt."
  },
  {
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    "end": 323.65,
    "text": "Aber ich erhielt es für zielführend, wenn die großen europäischen Nationen, vor allem vor allem Deutschland, Frankreich auch, wenn die selber aus ihren Hauptstädten heraus wieder Kontakte mit Russland und Moskau aufnehmen."
  },
  {
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    "end": 331.21,
    "text": "Denn die Lage ist ja so, dass die Amerikaner seit über einem Jahr auf allen Kanälen mit Moskau reden und im Gespräch sind."
  },
  {
    "start": 331.33,
    "end": 334.33,
    "text": "Und wir immer noch stolz darauf sind, dass wir nicht mit Russland reden."
  },
  {
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    "end": 355.51,
    "text": "Und ich glaube, es ist für die Europäer auch sehr wichtig, dass sie jetzt dieses politische Zeitfenster, Trump-Administration bei aller Errate, bei allen Verwerfungen, also Stichwort Grünland, dass sie das einfach aktiv nutzen, um da reinzukommen in die laufenden Verhandlungen, die die Amerikaner ja machen, damit aus Europa nicht außen vorbleibt."
  },
  {
    "start": 356.13,
    "end": 365.75,
    "text": "Es wird ja nicht nur über einen potenziellen Friedensplan verhandelt, sondern es stehen ja auch Wirtschaftsabkommen zur Debatte zwischen den USA und Russland."
  },
  {
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    "end": 380.81,
    "text": "Und wir sind da komplett raus als Europäer, an der Spitze die Deutschen, die ja Jahrzehnte lang, also im Grunde genommen seit Konrad Adenauer in den seit den fünftiger Jahren diese besonderen deutsch-russischen Beziehungen hatten und die Gesprächskanäle auch."
  },
  {
    "start": 381.51,
    "end": 393.95,
    "text": "Als ich noch im Kanzleramt war, war das auch so, das war nie spannungsfrei, aber wir hatten diesen heißen Draht nach Moskau und Angela Merkel als letzte Kanzlerin hatte diesen Draht auch voll umfänglich."
  },
  {
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    "end": 401.05,
    "text": "Das heißt nicht, dass sie dass die Gespräche immer freundlich waren, sondern da gab es auch ziemlich viele Kontroversen."
  },
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    "end": 411.15,
    "text": "Aber sie hat wenigstens versucht, auch durch ihre Politik der Minskvereinbarungen einen politischen Weg aus diesem Konflikt herauszufinden, im Vorfeld dieses Krieges."
  },
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    "end": 415.65,
    "text": "Und das war natürlich nicht erfolgreich, aber sie hat es wenigstens versucht."
  },
  {
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    "end": 432.15,
    "text": "Und es ist dringend Zeit, dass wir neben den Unterstützungsleistungen an die Ukraine wieder in Gesprächen mit Moskau kommen, weil es Schon seit Monaten klar ist, dass es eine militärische Lösung im Sinne der Ukraine und auch im Sinne Europas nicht geben wird."
  },
  {
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    "end": 435.39,
    "text": "Also man muss verhandeln, man muss miteinander reden."
  },
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    "end": 442.31,
    "text": "Aber jetzt war man in Europa in den letzten vergangenen Jahren immer darauf bedacht, dass man mit einer Stimme spricht."
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    "text": "So hat man das zumindest gesagt."
  },
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    "end": 452.59,
    "text": "Und jeder, der hier ausgeschert ist, ich nehme Orban her, der im Alleingang da einmal aktiv wurde, sofort zurückgepfiffen wurde."
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    "text": "Wie stellt sich das dar?"
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    "text": "Sind einzelne Vorstöße tatsächlich hier sinnvoller als ein koordiniertes Vorgehen?"
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    "text": "Ja, man kann es sich natürlich abstimmen mit den Partnern."
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    "text": "Aber ich muss ehrlich sagen, das führt zu nichts."
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    "text": "Es muss vor allen Dingen Deutschland wieder diese traditionellen Drähte aufbauen nach Moskau."
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    "text": "Deutschland ist gefordert, die brauchen einen Sonderbeauftragten, der endlich mit der russischen Seite wieder redet."
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    "text": "Ich halte das für zielführender als immer diesen Minimalkonsens der EU."
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    "text": "Die Europa ist ja auch, was ist denn überhaupt Europa?"
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    "text": "Ich meine, wir sind sowas von zersplittert, also nicht nur in Fragen Russland."
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    "text": "Es geht ja auch um andere Dinge."
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    "text": "Aber nehmen wir mal das Beispiel Russland."
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    "end": 501.99,
    "text": "Also die Osteuropäer wollen eine harte Gangart."
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    "text": "Frau Kallas verkündet das jeden Tag."
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    "text": "Bei uns, ich glaube, bei den Franzosen, bei den Deutschen ist das ein ganz anderes Bild."
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  {
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    "end": 518.99,
    "text": "Und bei den Italienern und Spaniern natürlich... Ebenfalls, also ich denke, hier sind auch die starken Nationen gefordert und da sollten wir nicht auf Brüssel warten."
  },
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    "end": 524.31,
    "text": "Ich meine, es ist trotzdem gut, dass es dort einen gibt, der oder geben wird oder geben könnte."
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    "end": 530.21,
    "text": "Aber ich denke, hier sind auch die starken Nationen Europas gefordert an der Spitze Deutschland."
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    "end": 538.89,
    "text": "Also, dass wir da im Grunde eine Vorreiterrolle einnehmen und damit wieder Bewegung in diese Gespräche kommt, dass es überhaupt losgeht."
  },
  {
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    "text": "Denn da ist in den letzten vier Jahren ja sehr viel Porzellan zerschlagen worden."
  },
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    "text": "Und wir haben da großen Nachholbedarf, sonst entscheiden die Amerikaner und Russen über unser Körpfehm weg, auch über das Schicksal der Ukraine und natürlich über die Zukunft unserer Beziehungen."
  },
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    "end": 558.37,
    "text": "Und wir haben überhaupt keinen Mitsprach und Mitgestaltungsrecht."
  },
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    "end": 566.57,
    "text": "Und aus dieser passiven Rolle müssen wir dringend raus, weil es, wie gesagt, eben keine militärische Lösung im Ukrainekrieg."
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    "text": "Es zeichnet sich ja jetzt nicht unmittelbar ab, dass Deutschland sich hier bewegt."
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    "text": "Ich führe noch ins Treffen, dass natürlich Kritiker sofort jetzt auf den Plan traten und gesagt haben, eine diplomatische Initiative wäre erstens ein Verrat an der Ukraine und zweiter Kritikpunkt ist, dass eine diplomatische Initiative den Eindruck erwecken würde, dass der Kreml zu einem wohlwollenden Dialog bereit sei."
  },
  {
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    "text": "Jetzt muss ich die Frage ausweiten."
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    "text": "Lavrov hat angedeutet, ihr hattet die Chance, ihr Europäer habt sie verdient."
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    "text": "Ich glaube, dass wenn wir uns einfach einfinden in die laufenden Gespräche, die die Amerikaner führen, wenn wir da versuchen, als Europäer einfach mitzugehen."
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    "text": "Mehr können wir nicht."
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    "text": "Also für mich ist auch klar, dass Washington und Moscow letztlich über die Zukunft Europas entscheiden, auch über die Zukunft der Ukraine."
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    "text": "Da sind wir vollkommen raus durch eine aus meiner Sicht komplett verfehlte Politik in den letzten vier Jahren."
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    "text": "Meinen Sie, dass wir stärker hätten drinnen sein können und dass die Russen nicht ohnehin mit den Amerikanern letztendlich alles ausreden wollten?"
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    "text": "Ja, ich glaube, ja, das ist schon richtig."
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    "text": "Sie sind halt die starken Mächte."
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    "text": "Sie sind im Grunde genommen die Flügelmächter Europas, die immer noch entscheiden, seit die Alter vor achtzig Jahren."
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    "text": "Also das ist eine bittere Wahrheit, dass sich in der Substanz da wenig verändert hat und dass wir das natürlich verstärkt haben durch Diese sehr einseitige, nur auf Waffendieferung ausgerichtete Politik der letzten vier Jahre."
  },
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    "text": "Dass wir aus dem Spiel sind einfach."
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  {
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    "text": "Und wenn wir reden, dann haben wir so geredet, wie Zelensky und die ukrainische Position."
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  {
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    "text": "Damit sind wir natürlich kein Partner für Moskau."
  },
  {
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    "text": "Also es ist richtig, was Sie sagen, Herr Steiner."
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    "text": "Also die Bereitschaft der Russen mit den Europäern zu reden im Moment so, wie Sie reden."
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  {
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    "text": "Das bringt wenig zur Konfliktlösung."
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    "text": "Das kann man machen."
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    "text": "Aber dann sind wir raus aus dem Spiel letztlich."
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    "text": "Dann muss Selenski in unserem Namen versuchen, sich mit Trump einig zu werden."
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    "text": "Er trifft sich jetzt am Mittwoch in Davos wieder mit."
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    "text": "Mit dem amerikanischen Präsidenten, das ist ja auch gut so."
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  {
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  {
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    "text": "Ich muss nur sagen, das ist ein jämmerlicher Zustand Europas, wenn das so wirklich ist."
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  {
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    "text": "Aber am Ende läuft es darauf hinaus, dass Russen und Amerikaner über unsere Köpfe hinweg entscheiden, was passiert, was geht und was nicht geht."
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    "text": "Und nebenbei machen die Amerikaner Wirtschaftsabkommen mit den Russen und wir haben die Energie-Technologie-Partnerschaft mit den Russen beerdigt und sind auch noch stolz drauf."
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  {
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    "text": "Das kann man so machen, aber klug ist das nicht."
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    "text": "Ich schwenke mal auf die russische Seite, nicht weil sie gebürtiger Russe sind, Herr Astroff, sondern weil ich auch ihre Einschätzung als Ökonom in dem Zusammenhang gerne hätte."
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    "end": 758.17,
    "text": "Militärisch hat Putin momentan natürlich nicht viele Gründe auf Diplomatie umzuschwenken."
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    "text": "Andererseits, die russischen Verluste sind ja auch sehr hoch."
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    "end": 770.07,
    "text": "Dazu kommt, dass sie in der russischen Bevölkerung sich Kriegsmöglichkeit einstellt und mehrheitlich für Frins Verhandlungen."
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    "text": "die Bevölkerung sich ausspricht, was auch immer."
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    "end": 776.29,
    "text": "das heißt, das ist eigentlich auch sehr widersprüchlich, was hier von sich gegeben wird."
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    "text": "Und dann wäre da noch die Wirtschaft, die im Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr"
  },
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    "end": 799.99,
    "text": "die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die Jahr die."
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    "text": "Ich glaube nicht, dass die wirtschaftlichen Motive oder die derzeitigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die es in Russland gibt, sie sozusagen aufschlaggebend für die Haltung von Putin sind."
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    "text": "Ich glaube, ihm ist schon bewusst, dass es eine Stagnation gibt, dass die heimische Nachfrage durch sehr hohe Zinsen gebremst wird."
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    "text": "dass die Sanktionen durchaus Auswirkungen in gewissen Bereichen haben."
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    "end": 845.49,
    "text": "Wir haben zum Beispiel auch gesehen in den letzten Monaten aufgrund der Sanktionen, von Trump gegen die zweiführenden russischen Ölunternehmern verhängt wurden, also gegen Russenhaft und Lock Oil, ist der Preisabschlag für russisches Öl massiv gestiegen."
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    "text": "Natürlich, das ist keine gute Nachricht für die Erfolgen, vor allem für das russische Budget, natürlich für die russischen Ölunternehmern, aber auch für das russische Budget."
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    "text": "circa ein Viertel der Gesamteinnahmen des russischen Budgets, also des föderalen Budgets, stammt aus dem Energesektor, aus den praktisch Öl- und Gasverkäufen."
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    "text": "Da sind alle Probleme natürlich, die es gibt."
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    "text": "Und natürlich, das ist etwas, was vielleicht indirekt auch die Haltung von der russischen Regierung... prägen könnte, weil da sind alle Faktoren, die natürlich die Stimmung insgesamt in der russischen Bevölkerung eher eintrüben."
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    "end": 896.53,
    "text": "Die Arbeitslosigkeit ist immer noch sehr gering, aber das Lohnwachstum ist nicht mehr so hoch wie früher."
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    "text": "Der Lebensstandard hat angefangen zu stagnieren."
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    "text": "Ja, das stimmt alles."
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    "text": "Auf der anderen Seite Könnte, also rein finanziell gesehen, kann sich die russische Regierung immer noch leisten, den Krieg weiterzuführen."
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    "text": "Ja, das heißt, diese sieben oder mindestens acht Prozent, das gibt die Russland für den Krieg aus, ist eigentlich nicht besonders hoch, wenn man sich die Zustände anschaut."
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    "end": 932.93,
    "text": "Ja, das ist wirklich ein richtiger Krieg, wo schon mehrere Hunderttausende gefallen sind, schon seit vier Jahren."
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    "text": "Und so gesehen, so diese sieben Prozent des BIP, schauen wir auf das Baltikum oder auf Polen, also sie geben circa fünf Prozent des BIP aus und das es nicht viel weniger als was Russland ausgibt, obwohl weder das Baltikum noch Polen sich in einem Zustand eines Krieges befinden."
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    "text": "Das ist das eine und das andere ist, dass die Budgetdefizite Russlands, also alle reden über Budgetdefizite, das stimmt, das ist etwas Neues für Russland, weil Russland war das eigentlich nicht."
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    "text": "Wirklich gewohnt, so Budgetdefizite Jahr für Jahr zu haben."
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    "text": "Aber diese Budgetdefiziten sind nicht besonders hoch."
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    "text": "Und sie kann die russische Regierung auch finanzieren durch Schuldenaufnahme bei den heimischen Banken."
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    "text": "Das heißt, es ist nicht so, dass dem Putin bald das Geld für die weitere Führung des Krieges ausgeht."
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    "text": "Das heißt, ich würde seine Position so verstehen."
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    "text": "Er wäre bereit für einen Waffenstillstand."
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    "text": "Aber es gibt auch gewisse rote Linien, die nicht akzeptieren können."
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    "text": "Er kann zum Beispiel nicht akzeptieren, soweit ich verstehe, soweit ich das verstehe, dass zum Beispiel die derzeitige Frontlinie angefroren ist."
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    "text": "Das ist ein No-Go für ihn, weil, wie Sie schon angesprochen haben, geht davon aus, dass wenn die Wenn der Krieg weiter geht, dann wird Russland sowieso mehr ukrainisches Territorium erobern."
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    "end": 1033.27,
    "text": "Und so gesehen ist diese Einführierung der Frontlinie ein No-Go."
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    "text": "Also es müsste zumindest der ganze Donbass an Russland gehen."
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    "text": "Das wäre so seine Position, glaube ich."
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    "text": "Ich bleibe noch bei Ihnen kurz her, Astrof."
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    "text": "Und zwar stelle ich den Connect wieder zur EU her und hole etwas aus."
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    "text": "Ich schicke gleich mal die Frage voraus, brauchen die EU und Russland wirtschaftlich einander?"
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    "text": "Ich füge ein kleines Detail am Rande an."
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    "text": "Dieser Tage kamen die Zahlen, die statistischen Zahlen."
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    "text": "was den russischen Handel mit China betrifft."
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    "text": "China hat ja im Großen und Ganzen den Handel übernommen, den vorher die EU mit Russland getrieben hat und hat seit dem Kriegsbeginn sozusagen die EU hier abgelöst und das ist jedes Jahr ganz stark angestiegen."
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    "text": "Und jetzt, aber im Jahr twenty-fünfundzwanzig, zum ersten Mal seit Beginn des Krieges ging dieser bilaterale Handel zurück."
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    "text": "Also nochmals die Frage."
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    "text": "Es gibt diese sogenannte Theorie der komparativen Vorteile."
  },
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    "text": "Wo liegt der komparativen Vorteil Russlands?"
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    "text": "Das sind vor allem Rohstoffe."
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    "text": "Natürlich alle reden vor allem über Öl und Gas, aber nicht nur."
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    "text": "Es gibt sehr, sehr viele Rohstoffe."
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    "text": "Und was ist der komparative Vorteil Europas oder vom Kern Europas?"
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    "text": "Das sind die fortgeschrittene Technologien, die Russland braucht."
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    "text": "Das heißt, Europa braucht eigentlich russische Rohstoffe, russische Energie und russische Rohstoffe."
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    "text": "Und Russland bräuchte eigentlich ... europäische Technologien, um sich zu modernisieren, um sich weiterzuentwickeln."
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    "text": "Ja, weil momentan ist es so, dass aufgrund der Sanktionen, vor allem aufgrund dieser Exportverbote für Heitergüte, für Halbleiterchips und so weiter und so weiter, auch Maschinen und Ausrüstung für die Schlüsselsektoren der russischen Wirtschaft besteht das Risiko, dass Russland technologisch gesehen, vor allem in diesen Sektoren, mittel- bis langfristig immer weiter zurückfallen wird."
  },
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    "text": "Das heißt eigentlich, für Russland wäre es dringend notwendig, dass diese Sanktionen gelockert oder am besten aufgehoben werden."
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    "text": "Das würde der russischen Wirtschaft sehr helfen und auf der anderen Seite der europäischen Wirtschaft würde schon sehr helfen, wenn die russische Energie auf den europäischen Markt kommen würde."
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    "text": "Zum Beispiel auf dem Gasmarkt würde die Abhängigkeit Europas vom US-amerikanischen Flussigas, also vom US-amerikanischen LNG sinken, weil es gibt dann alternative Anbieter."
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    "text": "Es gibt natürlich auch andere Anbieter, aber man darf nicht vergessen, also vor allem die US-amerikanische Energie, also das US-amerikanische Erdgas hat."
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    "text": "deutlich an Bedeutung gewonnen, seit der Krieg ausgebrochen ist und die Sanktionen gegen Russland verhängt wurden."
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    "text": "Natürlich, das sind alle Faktoren, die eigentlich die europäischen Wirtschaft gut tun würden."
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    "text": "Ja, weil wir haben gesehen zum Beispiel, was es passiert in den energieintensiven Branchen in vielen europäischen Ländern und vor allem auch in Deutschland, die sind massiv geschrumpft, aufgrund dessen, dass sie nicht mehr international wettbewerbsfähig sind."
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    "end": 1260.429,
    "text": "sind, weil die Energie ist viel teurer geworden durch diese Abkoppelung von Russland."
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    "text": "Und ja, und mit derzeitigen Energiepreisen sind die Energien-Sensiven braschen schlicht und einfach nicht wettbewerbsfähig."
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    "end": 1279.61,
    "text": "Gut, da ist natürlich viel Theorie im Moment dabei, weil es sind neue Fakten geschaffen und beide Seiten können sagen, na es geht ja auch so, aber festhalten müssen wir, es geht für beide Seiten natürlich schlechter."
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    "text": "Ich komme zu Ihnen zurück, Herr Waath."
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    "end": 1290.49,
    "text": "Und bleibe im Grunde genommen bei dieser Frage, wie man einander braucht, einmal abgesehen vom Ökonomischen."
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    "text": "Kann man ein gut nachbarschaftliches Verhältnis nach allem, was passiert, ist eigentlich wieder aufbauen?"
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    "text": "Und wie müsste und könnte das aussehen?"
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    "text": "Und geht das ohne dass Europa eigentlich seine Interessen wieder mal sozusagen nach vorne bringt und hier auch möglicherweise gezogen ist, das vom Ukraine-Connex zu entkoppeln, oder kann man das gar nicht?"
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    "text": "Also ich denke, das ist dringend geboten, Herr Steiner, dass Europa wieder zu einem normalen Verhältnis zu Russland zurückfindet, trotz dieses Völkerrechtsbruchs und trotz dieses Krieges der letzten vier Jahre, der eher seine Vorgeschichte hat."
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    "end": 1348.689,
    "text": "Ich meine, der Der Herr Astrof hat ja die roten Linien erwähnt, Kontrolle Dombars Zugänge auch zum Schwarzen Meer, dann dieses klare russische Nein zur NATO-Mitgliedschaft."
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    "text": "Das ist nicht erst seit heute, gestern oder Beginn des Krieges."
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    "text": "Das ist seit über zwanzig Jahren die rote Linie Russlands."
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    "text": "Und natürlich auch eine gewisse Kontrolle politischer Art über die Ukraine, ähnlich wie Donald Trump, das jetzt bei Venezuela vorexerziert oder früher in John F. Kennedy in der Kuba-Krise und dass man einfach nicht toleriert, dass eine fremde Macht in der unmittelbaren, strategischen Interessenphäre Fuß fasst."
  },
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    "text": "Also das ganze hat eine Vorgeschichte."
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    "end": 1387.53,
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    "text": "Auch aus den Gründen, die Herr Astrof angeführt hat, wieder in ein normales Verhältnis zur Russland zurückzufinden."
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    "end": 1411.53,
    "text": "Und es schließt sicher nicht aus, dass man auch in diesem Kontext Sicherheitsgarantien bietet der EU für die Ukraine und das schließt sicher alles nicht aus, aber diesen Weg."
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    "end": 1413.669,
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    "text": "Davon hat Europa mit Sicherheit nichts."
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    "text": "Man muss auch sehen, die amerikanischen Dressenlage ist da ein bisschen anders."
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    "text": "Die Amerikaner profitieren eigentlich aus ihrer Sicht schon viel stärker von dieser Dissonanz zwischen Europa und Russland."
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    "text": "Das ist so nach dem alten Motto Divided Impera."
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    "text": "Also es war nie das Ziel der amerikanischen Außenpolitik, dass Deutschland und Russland oder Europa und Russland eine Sprache sprechen oder da eine befriedete Situation haben."
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    "text": "Das geht ja zurück auch auf die geopolitische Schule der Neocons."
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    "text": "Auch Henry Kissinger hat immer gesagt, die Macht, die in Eurasien auf dem Weg zur Vormacht ist, ist der natürliche Feind der Vereinigten Staaten."
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    "text": "Für Sie ist die Europa auch die Gegenküste, die Atlantische Gegenküste und die Pazifische Gegenküste ist das andere."
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    "text": "Das muss man sehen, einfach diese strategischen Interessenlage Amerikas und Europas, die gehen ja schon auseinander."
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  {
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    "text": "Und hier ist es genau wichtig, dass wir eben dieses politische Zeitfenster, das wir im Moment haben in Washington, ihr Trump will ja den Interessenausgleich mit Russland, dass wir das aktiv nutzen und nicht boykottieren, weil es nicht in unserem Interesse ist einfach."
  },
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    "text": "Klar, wir leiden wirtschaftlich auch massiv, vor allen Dingen Deutschland."
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    "text": "Herr Astrof hat das angesprochen, das stimmt."
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    "text": "Wir haben bei den energieintensiven Unternehmen eine große Abwanderung ins Ausland, die überhaupt nicht mehr konkurrenzfähig sind auf den Weltmarkt."
  },
  {
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    "text": "Wir haben viel zu hohe Energiepreise in Deutschland aufgrund unserer Politik."
  },
  {
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    "text": "der letzten vier Jahre die Russen regelrecht in die Arme der Chinesen getrieben."
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  {
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    "text": "Das heißt, wir haben letztlich China gestärkt."
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  {
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    "text": "Das ist übrigens der Punkt, den Trump ja auch anders will."
  },
  {
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    "end": 1521.949,
    "text": "Er will die Russen aus den Armen der Chinesen rausholen."
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    "text": "Nicht um Europa zu stärken, sondern um China zu schwächen."
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    "text": "Das ist das Ziel der Vereinigten Staaten."
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  {
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    "text": "Und ich finde, hier müssen wir uns konstruktiv einbinden."
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  {
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    "text": "Was Sie ja sagen, Herr Steiner, dass die EU jetzt überlegt, so einen Sonderbeauftragten zu etablieren, der wieder die Gesprächen mit Moskau sucht, das ist wirklich eine gute Nachricht und diesen Weg sollte man weitergehen."
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    "text": "Und die nationalen Regierungen müssen das auch tun."
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    "text": "Ich fand es persönlich, was Viktor Orban anbelangt, als Ungarn die EU-Ratspräsidentschaft hatte, richtig vorbildlich, dass er die Gespräche gesucht hat."
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    "text": "Sowohl in Kiev, wie in Moskau, wie in Peking, wie in Washington."
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    "start": 1560.27,
    "end": 1564.669,
    "text": "Und das hätte ich mir gewünscht in den vier Jahren von irgendeiner europäischen Regierung."
  },
  {
    "start": 1565.669,
    "end": 1567.33,
    "text": "Und wir haben uns da regelrecht verweigert."
  },
  {
    "start": 1567.83,
    "end": 1570.949,
    "text": "Und wir sehen eigentlich, wozu diese Politik geführt hat."
  },
  {
    "start": 1572.429,
    "end": 1575.99,
    "text": "Die Ukraine ist ein zerschönendes, halbwegs zerstörtes Land."
  },
  {
    "start": 1576.09,
    "end": 1578.709,
    "text": "Wir haben einen Krieg mit hunderttausenden von Toten."
  },
  {
    "start": 1579.49,
    "end": 1583.909,
    "text": "Wir haben voll auf die militärische Lösung gesetzt durch Waffenlieferungen, sehr eindimensional."
  },
  {
    "start": 1584.51,
    "end": 1585.81,
    "text": "und haben das nicht erreicht."
  },
  {
    "start": 1586.409,
    "end": 1591.01,
    "text": "Und faktisch ist die Ukraine auch wirtschaftlich schon aufgeteilt zwischen Russen und Amerikaner."
  },
  {
    "start": 1591.27,
    "end": 1592.949,
    "text": "Die Russen beherrschen in den Osten."
  },
  {
    "start": 1593.01,
    "end": 1598.77,
    "text": "Die Amerikaner haben sehr lukrative Wirtschaftsabkommen, auch Bodenschätzeabkommen mit der Ukraine abgeschlossen."
  },
  {
    "start": 1599.729,
    "end": 1602.909,
    "text": "Also das ist kein guter Weg, den wir weitergehen."
  },
  {
    "start": 1602.99,
    "end": 1608.709,
    "text": "Und die Milliarden, die wir da jetzt, die EU da jetzt neulich wieder freigegeben hat, neunzig Milliarden."
  },
  {
    "start": 1609.83,
    "end": 1615.77,
    "text": "Da fließt auch viel Geld nach Washington zurück, weil es eben amerikanische Waffensysteme sind, die wir damit finanzieren."
  },
  {
    "start": 1616.429,
    "end": 1622.409,
    "text": "Wir haben auch den den Verteidigungsetat, wollen wir in den nächsten Jahren hochfahren auf fünf Prozent."
  },
  {
    "start": 1622.929,
    "end": 1625.81,
    "text": "Da ist vieles notwendig an Aufrüstung in Europa."
  },
  {
    "start": 1626.25,
    "end": 1627.81,
    "text": "Das möchte ich klar sagen."
  },
  {
    "start": 1627.969,
    "end": 1641.31,
    "text": "Aber wenn sixty-fünf Prozent der investiven Kosten letztlich wieder zurückfließen an Amerika von diesen Das ist ein schlechtes Geschäft und wir müssen endlich aus diesen schlechten Deals für Europa raus."
  },
  {
    "start": 1641.53,
    "end": 1642.709,
    "text": "Also es geht ja nicht so weiter."
  },
  {
    "start": 1643.53,
    "end": 1644.909,
    "text": "Herr Astof, Sie wollten was dazu sagen?"
  },
  {
    "start": 1645.53,
    "end": 1647.629,
    "text": "Ja, ich finde es eigentlich paradoxes."
  },
  {
    "start": 1647.77,
    "end": 1659.409,
    "text": "Ich finde es absurd, dass Trump und die USA unter Trump sie sehen durchaus Potenzial für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit, obwohl die wirtschaftlichen Verpflichtungen zwischen Russland und den USA sind."
  },
  {
    "start": 1659.889,
    "end": 1660.889,
    "text": "Nicht wirklich groß."
  },
  {
    "start": 1660.969,
    "end": 1663.49,
    "text": "Und sie waren auch nicht groß, nicht einmal vor dem Krieg."
  },
  {
    "start": 1664.09,
    "end": 1673.51,
    "text": "Aber der Trump und seiner Leute sehen schon ein gewisses Potenzial und die Vorteilhaftigkeit, zum Beispiel, wenn die US-amerikanischen Firmen wieder nach Russland zurückkommen."
  },
  {
    "start": 1673.61,
    "end": 1677.25,
    "text": "Ja, Stichwort Exxon, Stichwort Boeing, andere Firmen."
  },
  {
    "start": 1677.75,
    "end": 1683.53,
    "text": "Ich meine, es gibt natürlich auch jede Menge Firmen, die sich... die sich nie zurückgezogen haben aus Russland."
  },
  {
    "start": 1683.969,
    "end": 1687.469,
    "text": "Zum Beispiel die Tabakfirmen, die haben sich nie zurückgezogen."
  },
  {
    "start": 1687.57,
    "end": 1689.53,
    "text": "Sie produzieren weiterhin in Russland."
  },
  {
    "start": 1689.61,
    "end": 1696.189,
    "text": "Also dieser Rückzug des ausländischen Kapitals aus Russland wird oft überschätzt."
  },
  {
    "start": 1696.37,
    "end": 1702.209,
    "text": "Aber es stimmt schon, es gab einige wenige große Unternehmen, die wirklich Russland verlassen haben."
  },
  {
    "start": 1702.53,
    "end": 1709.59,
    "text": "Und wenn sie zurück nach Russland kommen würden, auch die US-amerikanischen Unternehmen, natürlich würden sie auch sehr gut davon verdienen."
  },
  {
    "start": 1710.07,
    "end": 1725.77,
    "text": "Aber was finde ich eigentlich, was ist das Absurde daran, dass selbst wenn Trump und seine Leute, Witkof und so weiter, kuscheln, wenn sie, sie sehen dieses Potenzial an einem, von einem... Von einer verstärkten Zusammenarbeit mit Russland."
  },
  {
    "start": 1726.03,
    "end": 1727.79,
    "text": "Warum sehen das die Europäer nicht?"
  },
  {
    "start": 1727.85,
    "end": 1731.59,
    "text": "Obwohl die Europäer würden davon viel mehr profitieren."
  },
  {
    "start": 1731.81,
    "end": 1734.29,
    "text": "Ja, die deutschen Unternehmen, die französischen Unternehmen."
  },
  {
    "start": 1734.61,
    "end": 1737.03,
    "text": "Weil da ging es nicht nur um Investitionen."
  },
  {
    "start": 1737.35,
    "end": 1739.07,
    "text": "Es ging dann auch um Handel."
  },
  {
    "start": 1739.229,
    "end": 1743.61,
    "text": "Es ging dann um mehr europäische Importe aus Russland."
  },
  {
    "start": 1743.909,
    "end": 1748.25,
    "text": "Es ging auch um mehr Absatz europäischer Waren in Russland."
  },
  {
    "start": 1748.37,
    "end": 1753.87,
    "text": "Und da würden wir über ganz andere Größenordnungen reden als im Falle der USA."
  },
  {
    "start": 1754.99,
    "end": 1766.03,
    "text": "Wenn wir jetzt dieses Verhältnis weiter durchdeklinieren und auch den Aufbau oder Wiederherstellung der Diplomatie, so kommen wir wahrscheinlich auch um Namen nicht herum."
  },
  {
    "start": 1766.729,
    "end": 1775.409,
    "text": "und die USA haben ja, Sie haben es erwähnt, mit Wittkopf und Kuschner einen spezifischen eigenwilligen Weg gewählt, sagen wir so."
  },
  {
    "start": 1776.11,
    "end": 1778.49,
    "text": "auch jenseits eigentlich der Institutionen."
  },
  {
    "start": 1779.129,
    "end": 1782.31,
    "text": "Und in der EU werden verschiedene Namen genannt bzw."
  },
  {
    "start": 1782.85,
    "end": 1784.83,
    "text": "medial wird spekuliert, sagen wir so."
  },
  {
    "start": 1784.969,
    "end": 1793.469,
    "text": "Darüber kam in Spiel der finnische Präsident Stupp, wurde von den Italienern genannt, der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank Draghi."
  },
  {
    "start": 1794.149,
    "end": 1799.29,
    "text": "Sie selber haben gesagt, Orban war ja in der Hinsicht eigentlich schon auf dem Weg."
  },
  {
    "start": 1799.61,
    "end": 1801.53,
    "text": "Das kann man unterschiedlich sehen."
  },
  {
    "start": 1801.59,
    "end": 1803.629,
    "text": "oder wurde in der EU unterschiedlich gesehen."
  },
  {
    "start": 1804.53,
    "end": 1804.949,
    "text": "Herr Wahrt."
  },
  {
    "start": 1805.83,
    "end": 1808.09,
    "text": "Gibt es die Figuren in Europa?"
  },
  {
    "start": 1808.889,
    "end": 1809.83,
    "text": "Wer könnte es sein?"
  },
  {
    "start": 1810.61,
    "end": 1818.29,
    "text": "Denn die EU außenbeauftragte Kallas war nicht der glücklichste Griff der EU, sie zur Außenbeauftragten zu machen."
  },
  {
    "start": 1818.35,
    "end": 1824.129,
    "text": "Nämlich als estnische Staatsbürgerin, die einen entsprechenden Reflex natürlich auch großlang gegenüber hat."
  },
  {
    "start": 1825.929,
    "end": 1828.169,
    "text": "Ja, das stimmt Herr Steinarm, die Frau Kallas."
  },
  {
    "start": 1828.27,
    "end": 1832.07,
    "text": "Man kann das verstehen aus der estnischen Sicht, aus der baltischen Sicht."
  },
  {
    "start": 1832.729,
    "end": 1835.05,
    "text": "Aber die kann nicht für die ganze EU sprechen."
  },
  {
    "start": 1835.129,
    "end": 1835.949,
    "text": "Das ist unmöglich."
  },
  {
    "start": 1836.01,
    "end": 1838.37,
    "text": "Und wir haben vier Jahre lang im Prinzip das gemacht."
  },
  {
    "start": 1839.25,
    "end": 1841.229,
    "text": "Was hier gesagt hat, das geht gar nicht."
  },
  {
    "start": 1841.949,
    "end": 1842.81,
    "text": "Ja, wer kann das?"
  },
  {
    "start": 1843.169,
    "end": 1847.29,
    "text": "Ja, meine alte Chefin, meine ehemalige Chefin Angela Merkel, die könnte das sicherlich."
  },
  {
    "start": 1847.889,
    "end": 1851.929,
    "text": "Aber die hat nun mal sechzehn Jahre schon alles getan für den Frieden in Europa."
  },
  {
    "start": 1852.449,
    "end": 1853.35,
    "text": "Wer sieht denn bereit dazu?"
  },
  {
    "start": 1854.149,
    "end": 1856.11,
    "text": "Keine Ahnung, da müsste man sie fragen, ne?"
  },
  {
    "start": 1856.27,
    "end": 1857.669,
    "text": "Ja, Sie haben wahrscheinlich einen Kontakt, ne?"
  },
  {
    "start": 1859.01,
    "end": 1859.909,
    "text": "Nein, das habe ich nicht."
  },
  {
    "start": 1859.99,
    "end": 1862.389,
    "text": "Aber... Wenn man sie fragt, wird sie darüber nachdenken."
  },
  {
    "start": 1862.469,
    "end": 1863.889,
    "text": "Ich bin sicher, sie könnte es."
  },
  {
    "start": 1864.77,
    "end": 1867.55,
    "text": "Aber sie müsste dann natürlich auch ein vernünftiges Mandat haben."
  },
  {
    "start": 1867.649,
    "end": 1871.469,
    "text": "Und dahinter müsste dann auch die EU als Ganze stehen."
  },
  {
    "start": 1871.53,
    "end": 1874.189,
    "text": "Ich glaube, das ist eben auch sehr schwierig."
  },
  {
    "start": 1874.33,
    "end": 1883.49,
    "text": "Und Unterhändler wie Steve Fitkoff und Jared Kushner haben viel stärkeres Gewicht, weil hinter ihnen die Weltmacht USA steht und der amerikanische Präsident."
  },
  {
    "start": 1884.07,
    "end": 1888.81,
    "text": "Also wenn so ein Sonderbeauftragter aus Europa kommt, was steht eigentlich hinter dem?"
  },
  {
    "start": 1889.449,
    "end": 1896.83,
    "text": "Also die balzischen Staaten, die Polnisch, Polen und andere, die eine harte Gangart wollen mit den Russen und dann die anderen, die verhandeln wollen."
  },
  {
    "start": 1896.909,
    "end": 1898.75,
    "text": "Und wie soll der sich da aufstellen?"
  },
  {
    "start": 1899.229,
    "end": 1902.49,
    "text": "Ich halte das also auch nur für den zweitbesten Weg."
  },
  {
    "start": 1902.57,
    "end": 1913.05,
    "text": "Es müsste irgendwo, na ja, ein großer Europäer sein, der dann auch wirklich mit seinem Charisma und seiner politischen Erfahrung, mit seinem Gewicht davor geht."
  },
  {
    "start": 1913.149,
    "end": 1919.49,
    "text": "Aber wie gesagt, da steht ja nicht ganz Europa hinter ihm, so wie ... wie Trumps Amerika."
  },
  {
    "start": 1919.61,
    "end": 1925.889,
    "text": "Insofern ist das für ein Verhandlungsführer schon sehr, sehr schwierig und wir müssen da auch dürfen uns auch nicht überheben."
  },
  {
    "start": 1926.629,
    "end": 1933.49,
    "text": "Ich denke, wir können gar nicht mehr als uns in diese laufenden amerikanischen Gespräche einfach einbringen als Europäer."
  },
  {
    "start": 1933.55,
    "end": 1934.929,
    "text": "Da müssten wir sehr bescheiden sein."
  },
  {
    "start": 1935.149,
    "end": 1940.389,
    "text": "Wir haben wirklich die Gelegenheit ja gehabt in den letzten vier Jahren und da ist ja nichts passiert."
  },
  {
    "start": 1940.449,
    "end": 1943.209,
    "text": "Es gab keine Friedensinitiative auf Europa."
  },
  {
    "start": 1944.189,
    "end": 1949.09,
    "text": "Das es gab ein chinesisch, basillianische, eine vom Vatikan oder wie auch immer."
  },
  {
    "start": 1949.649,
    "end": 1962.51,
    "text": "Und der einzige Leuchtturm für mich in den letzten vier Jahren war Viktor Orban und der ist ja bekanntlich ziemlich niedergemacht worden in den Medien und wird ja immer noch, sage ich mal, nicht als repräsentativ für Europa angesehen."
  },
  {
    "start": 1963.01,
    "end": 1965.77,
    "text": "Aber der könnte das zum Beispiel, der würde das gut hinkriegen."
  },
  {
    "start": 1966.37,
    "end": 1970.25,
    "text": "Aber dazu müsste Europa auch ihm letztlich dieses Votum geben."
  },
  {
    "start": 1970.33,
    "end": 1971.209,
    "text": "Das sehe ich gar nicht."
  },
  {
    "start": 1971.31,
    "end": 1972.85,
    "text": "Europa ist da viel zu zerstritten."
  },
  {
    "start": 1973.51,
    "end": 1975.969,
    "text": "Und wie gesagt, wir sind da eigentlich auch raus aus dem Spiel."
  },
  {
    "start": 1976.129,
    "end": 1977.99,
    "text": "Das machen jetzt Amerikaner und Russen aus."
  },
  {
    "start": 1978.649,
    "end": 1983.79,
    "text": "Und das sind wir selber schuld, dass wir uns in diese Situation hinein manövriert haben."
  },
  {
    "start": 1984.29,
    "end": 1986.189,
    "text": "Wir müssen letztlich mit den Ergebnissen leben."
  },
  {
    "start": 1986.31,
    "end": 1991.03,
    "text": "Das ist die Realität und die nackte Wahrheit nach diesen vier Jahren."
  },
  {
    "start": 1992.29,
    "end": 2009.07,
    "text": "Jetzt, weil Sie schon die Verhandlungen zwischen den USA und Russland erwähnt haben, das geht ja weiter, momentan nicht so sichtbar, weil alles verdeckt ist aufgrund der Grünland-Thematik, aber in Davos wird diese Woche weiter verhandelt, beziehungsweise konsultiert, wie man es nennt."
  },
  {
    "start": 2009.61,
    "end": 2020.629,
    "text": "Gleichzeitig sehen wir, dass die Ukraine mit Russland eine Waffenruhe rund um das Atomkraftwerk Saborishe abgeschlossen hat."
  },
  {
    "start": 2021.81,
    "end": 2032.75,
    "text": "Sind das kleine Schritte in die richtige Richtung aus Ihrer Sicht als militärpolitischer Experater oder sind es eher wirklich vernachlässigbare Bagatellen?"
  },
  {
    "start": 2034.37,
    "end": 2048.51,
    "text": "Ach, das sind schon richtige Schritte in die richtige Richtung, aber es ist eben so, dass die Russen im Moment, es läuft militärisch für sie ja gut unterm Strich und sie haben deswegen keine Eile auf einem Waffenstillstand."
  },
  {
    "start": 2048.55,
    "end": 2053.27,
    "text": "Den hätte man viel eher haben können, aber Das ist halt versäumt worden."
  },
  {
    "start": 2053.37,
    "end": 2067.59,
    "text": "Und ich denke, die Amerikaner und Russen haben auch dieses Agreement, dass sie, dass die Russen erst anfangen, ernsthaft über Waffenstillchan nachzudenken, wenn sie den Dombars kontrolliert haben oder wenn die Ukraine bereits sind, freiwillig aus diesen Gebieten rauszugehen."
  },
  {
    "start": 2067.65,
    "end": 2072.03,
    "text": "Ich denke mal, das was ja Astrof sagt, das ist russische Rotelinie, das stimmt."
  },
  {
    "start": 2072.73,
    "end": 2078.23,
    "text": "Da werden sie nicht nach diesem Krieg, nach diesem Waffengang, werden sie nicht von abweichen können einfach."
  },
  {
    "start": 2079.09,
    "end": 2081.67,
    "text": "Und dann muss man über diese ganzen Punkte reden."
  },
  {
    "start": 2081.89,
    "end": 2087.03,
    "text": "Sicherheitsgarantien, EU, NATO-Mitgliedschaft, Stationierung, westlicher Truppen."
  },
  {
    "start": 2087.41,
    "end": 2089.23,
    "text": "Das ist auch ein No-Go aus russischer Sicht."
  },
  {
    "start": 2089.33,
    "end": 2096.27,
    "text": "Also das, was die Europäer da andenken, in zehn bis fifteen Tausend Mann, naja, das westliche Truppen dorthin zu schicken."
  },
  {
    "start": 2096.65,
    "end": 2097.99,
    "text": "Kriegsentscheiden sind die nicht."
  },
  {
    "start": 2098.13,
    "end": 2102.25,
    "text": "Vielleicht können die Russen mit so einer symbolischen Präsenz dann doch leben."
  },
  {
    "start": 2102.61,
    "end": 2103.61,
    "text": "Aber das muss man abwarten."
  },
  {
    "start": 2103.65,
    "end": 2104.63,
    "text": "Darüber muss man reden."
  },
  {
    "start": 2105.37,
    "end": 2116.67,
    "text": "Aber ich denke, sie werden... Un letztlich muss man... die sich an den Gedanken einer von uns unterstützten, bewaffneten sicherlich, aber neutralen Ukraine reden."
  },
  {
    "start": 2116.93,
    "end": 2117.93,
    "text": "Das ist die Zukunft."
  },
  {
    "start": 2118.07,
    "end": 2123.83,
    "text": "Aber die Europäer wollen ja die Ukraine unbedingt in die EU aufnehmen, so wie ich das höre."
  },
  {
    "start": 2124.13,
    "end": 2131.63,
    "text": "Und da muss man vorsichtig sein, denn der EU-Vertrag sieht ja auch eine Beistandsverpflichtung vor nach Artikel forty-two."
  },
  {
    "start": 2132.07,
    "end": 2134.47,
    "text": "Die ist noch bindender als im NATO-Vertrag."
  },
  {
    "start": 2135.13,
    "end": 2140.85,
    "text": "Und wenn Europa das macht, holt er sich das russische Problem letztlich nach Europa rein."
  },
  {
    "start": 2141.59,
    "end": 2147.33,
    "text": "Und dann werden wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten permanente Konflikte mit Russland haben wegen der Ukraine-Frage."
  },
  {
    "start": 2148.19,
    "end": 2149.85,
    "text": "Und man sollte sich das gut überlegen."
  },
  {
    "start": 2149.95,
    "end": 2153.61,
    "text": "Aber im Moment sind ja die Europäer mehr oder weniger auf diesen Trip."
  },
  {
    "start": 2154.33,
    "end": 2165.65,
    "text": "Und darüber sollte man aber auch noch mal nachdenken, wenn die EU... Die EU-Mitgliedschaft, anstelle der NATO-Mitgliedschaft, das ist die gravierendste Entscheidung der Europäer seit dem letzten Krieg."
  },
  {
    "start": 2167.43,
    "end": 2172.47,
    "text": "Sie haben Ehemachen, dann fliegt uns dieses europäische Behaus früher oder später um die Ohren."
  },
  {
    "start": 2172.59,
    "end": 2181.87,
    "text": "Also wir sollten wirklich aufpassen, mal abgesehen von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer EU-Mitgliedschaft, Stichwort auch Korruption und Rechtsstaatlichkeit."
  },
  {
    "start": 2182.03,
    "end": 2187.67,
    "text": "Also und dann von einem schnellen Beitritt jetzt zu sprechen und das quasi zu fordern."
  },
  {
    "start": 2188.51,
    "end": 2190.31,
    "text": "Das weiß ich nicht, ob das gut ist."
  },
  {
    "start": 2191.05,
    "end": 2194.11,
    "text": "Sie haben die Hysterie erwähnt, die Kriegshysterie."
  },
  {
    "start": 2194.27,
    "end": 2205.21,
    "text": "Und bei verschiedenen Gelegenheiten, Herr Waart, schon geäußert, dass durch diese Totaldemonisierung alles Russischen hier einfach auch eine Vorbereitung auf Kriegswirtschaft stattfindet."
  },
  {
    "start": 2205.33,
    "end": 2222.25,
    "text": "Sie haben das generell für Europa gesagt, aber speziell natürlich auch für Deutschland und auch gemeint, dass man mit diesem Vorgehen speziell von ihnen politischen oder anderen wirtschaftlichen Problemen eigentlich auch ablenken will, wenn ich sie richtig wiedergebe."
  },
  {
    "start": 2223.11,
    "end": 2227.19,
    "text": "Ich weite die Frage an Herrn Astroff aus, beziehungsweise stelle ich sie an Sie."
  },
  {
    "start": 2228.11,
    "end": 2242.63,
    "text": "Es ist ja interessant, dass das Narrativ In Europa von der Kriegswirtschaft interessanterweise ganz was Positives bekommen hat, denn es würde sozusagen dem Kontinent einen Boost geben und der Wirtschaft hier einen Boost geben."
  },
  {
    "start": 2243.19,
    "end": 2259.99,
    "text": "Es sind interessanterweise dieselben Leute, die zwei, drei Jahre davor Russland massiv kritisiert haben, beziehungsweise sich eher lustig gemacht haben über Russland, dass die dortige Kriegswirtschaft eigentlich sehr kurzsichtig ist und dem Land all along ja nichts bringt."
  },
  {
    "start": 2260.65,
    "end": 2264.87,
    "text": "auch sehr unproduktiv für die Bevölkerung beziehungsweise auch für den Wohlstand."
  },
  {
    "start": 2265.57,
    "end": 2268.01,
    "text": "Wo liegt denn hier der große Unterschied?"
  },
  {
    "start": 2268.13,
    "end": 2274.81,
    "text": "Einmal ist es verdächtig und lächerlich und in Europa soll eine Kriegswirtschaft sozusagen den Kontinent voranbringen."
  },
  {
    "start": 2274.91,
    "end": 2276.01,
    "text": "Wie erklärt man sich das?"
  },
  {
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    "end": 2284.11,
    "text": "Naja, ich glaube nicht, dass es da sehr viel Unterschied gibt, weil ja, es stimmt schon, dass diese zum Beispiel diese Rüstungsboom."
  },
  {
    "start": 2284.79,
    "end": 2286.77,
    "text": "Natürlich war es makroakonomisch gesehen."
  },
  {
    "start": 2286.87,
    "end": 2288.75,
    "text": "Das war eine fiskale Expansion."
  },
  {
    "start": 2288.87,
    "end": 2290.81,
    "text": "Da waren zusätzliche Staatsausgaben"
  },
  {
    "start": 2291.23,
    "end": 2292.25,
    "text": "in Russland,"
  },
  {
    "start": 2292.89,
    "end": 2295.39,
    "text": "die mit Krieg in Verbindung standen."
  },
  {
    "start": 2295.59,
    "end": 2303.33,
    "text": "Und diese zusätzlichen Kriegsausgaben, die haben vielen Sektoren der russischen Wirtschaft gut getan."
  },
  {
    "start": 2303.65,
    "end": 2308.31,
    "text": "Und natürlich den Sektoren, die unmittelbar mit dem Krieg zusammenhängen."
  },
  {
    "start": 2308.49,
    "end": 2313.91,
    "text": "Zum Beispiel Waffenproduktion, Munitionproduktion, natürlich auch Textilwirtschaft und Lebens."
  },
  {
    "start": 2314.61,
    "end": 2342.33,
    "text": "wirtschaften also dieser branchen aber auch alle viele anderen branchen auch dadurch zum beispiel dass sehr viele unter ein kommensgruppen zu mehr gilt gekommen sind Dadurch, dass sie eigentlich ganz gutes Geld bekommen, also die Leute, die in den Krieg gehen, die bekommen so ab zweitausend Euro pro Monat und dazu kommen noch einmal Zahlungen und Entschädigungen im Falle vom Tod und so weiter und so weiter."
  },
  {
    "start": 2342.97,
    "end": 2346.35,
    "text": "Also, das sind alle Faktoren, die schon der russischen Wirtschaft gut getan haben."
  },
  {
    "start": 2346.49,
    "end": 2357.73,
    "text": "Und ich glaube, diese Faktoren hätten immer noch eine Rolle gespielt, wenn es nicht eine extrem restriktive Geldpolitik gegeben hätte in Russland."
  },
  {
    "start": 2358.03,
    "end": 2371.91,
    "text": "Das heißt, diese positiven Auswirkungen der fiskalischen Expansion wurden dann zunehmend und vor allem in den letzten Monaten und im letzten Jahr, sagen wir so, zunehmend durch die extrem restriktive Geldpolitik kontakariert."
  },
  {
    "start": 2372.77,
    "end": 2376.75,
    "text": "Und was wir gerade sehen, das ist praktisch das Ergebnis, das ist eine Stagnation."
  },
  {
    "start": 2377.13,
    "end": 2386.45,
    "text": "Aber ich glaube nicht, dass diese Stagnation unmittelbar aus den Kriegsausgaben resultiert, sondern eben aus der übermäßig restriktiven Geldpolitik."
  },
  {
    "start": 2386.77,
    "end": 2401.57,
    "text": "Und wiederum, um zurückzukommen auf mein Argument, wie viel gibt Russland eigentlich für den Krieg aus, diese sieben Prozent des BIP, wenn man das... historisch anschauen, dann ist es eigentlich gar nicht so viel."
  },
  {
    "start": 2401.85,
    "end": 2419.69,
    "text": "Ich habe das schon angesprochen, wenn wir uns zum Beispiel die USA in den fünftiger, sechziger Jahren anschauen, zum Teil sogar mit den Achtzigerjahren und Ronald Reagan, da waren zum Teil so Quoten, also die Ausgaben, die Militärausgaben, die noch viel früher waren."
  },
  {
    "start": 2419.91,
    "end": 2425.87,
    "text": "Wenn wir uns die Sowjetunion anschauen, da geht es wirklich um bis zu zwanzig Prozent des BIP."
  },
  {
    "start": 2426.75,
    "end": 2438.91,
    "text": "In der Sowjetunion, in den Achtzigerjahren glaube ich, die Sowjetunion hat bis zu zwanzig Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder ihrer Wirtschaftsleistung für militärische Zwecke ausgegeben."
  },
  {
    "start": 2439.57,
    "end": 2443.83,
    "text": "Aber jetzt noch den kurzen Schwenk zur EU, weil Herr Wad hat ja in den Raum gestellt, bzw."
  },
  {
    "start": 2444.11,
    "end": 2457.23,
    "text": "das, was ich von Ihnen auch gelesen habe, dass diese massiven Ausgaben, Budgetausgaben im Grunde genommen auch einen Ablenkungseffekt haben und ja am Ende nicht so produktiv sein werden, wenn ich sie richtig wiedergehe."
  },
  {
    "start": 2458.81,
    "end": 2466.91,
    "text": "Naja, ich glaube nicht, also es gibt natürlich diese Theorie entweder Kanonen oder Butter."
  },
  {
    "start": 2467.75,
    "end": 2470.59,
    "text": "Ich glaube, das hat noch Hermann Göring gesagt."
  },
  {
    "start": 2470.67,
    "end": 2478.81,
    "text": "Also Nazi Deutschland braucht keinen Butter, Nazi Deutschland braucht Kanonen."
  },
  {
    "start": 2478.97,
    "end": 2488.15,
    "text": "Aber in der Wirklichkeit, wenn wir uns anschauen, zum Beispiel, was ich in den letzten Jahren in Russland abgespielt habe, es gab sowohl mehr Kanonen als auch mehr Butter."
  },
  {
    "start": 2488.21,
    "end": 2489.97,
    "text": "Das heißt, es ist eigentlich kein Trade-off."
  },
  {
    "start": 2490.51,
    "end": 2493.03,
    "text": "Es ist nicht entweder oder, es kann auch beides sein."
  },
  {
    "start": 2493.83,
    "end": 2506.59,
    "text": "Und es könnte auch genauso in... Weil das kommt praktisch auf diese... Also das antwortet, glaube ich, auf Ihrer Frage über die Produktivität, ja, oder produktive Zwecke oder nicht produktive Zwecke."
  },
  {
    "start": 2508.17,
    "end": 2513.63,
    "text": "Kriegshausgaben, das ist auch Teil des BIP und irgendjemand verdient daran."
  },
  {
    "start": 2514.11,
    "end": 2520.97,
    "text": "Und wenn irgendjemand daran verdient, dann gibt es natürlich über den Multiplikator Effekt, wie wir das nennen, in der Volkswirtschaft."
  },
  {
    "start": 2521.35,
    "end": 2526.99,
    "text": "Natürlich, das führt dann zu mehr Nachfrage auch nach vielen anderen Progötern und Dienstleistungen."
  },
  {
    "start": 2527.05,
    "end": 2529.31,
    "text": "Das darf man nicht unterschätzen."
  },
  {
    "start": 2529.45,
    "end": 2541.85,
    "text": "und in so einer Situation, in der zum Beispiel sich Deutschland jetzt befindet oder auch viele andere europäischen Länder dazu zählt sicherlich auch Österreich, dass es praktisch eine Flauter, eine Konjunktur flauter, das ist eine wirtschaftliche Stagnation."
  },
  {
    "start": 2542.19,
    "end": 2551.61,
    "text": "Natürlich so einen fiskalischen Impuls auch zum Beispiel in der Form von höheren Kriegsausgaben würde schon gut tun."
  },
  {
    "start": 2551.91,
    "end": 2554.61,
    "text": "Wir nähern uns dem Ende dieser Podcastfolge."
  },
  {
    "start": 2554.67,
    "end": 2556.33,
    "text": "Ich komme zu Ihnen zurück, Herr Waad."
  },
  {
    "start": 2557.77,
    "end": 2574.05,
    "text": "Islam in den vergangenen vier Jahren ausgebliebene Diplomatie seitens der EU gegenüber Russland hat natürlich eine Baustelle hinterlassen, die man jetzt sukzessive oder wahrscheinlich ziemlich schnell angehen soll, wenn nicht muss."
  },
  {
    "start": 2574.73,
    "end": 2575.87,
    "text": "um hier was zu beheben."
  },
  {
    "start": 2576.37,
    "end": 2584.29,
    "text": "Die Sache ist die, dass jetzt dazugekommen sind, ganz andere Baustellen, nämlich auch Grönland seitens der USA."
  },
  {
    "start": 2585.39,
    "end": 2596.87,
    "text": "Dass hier die Spannungen aufgebaut wurden, dass hier auch ein gewisser Stresstest für die NATO stattfindet und auch eine ökonomische Zuspitzung zwischen den USA und Europa."
  },
  {
    "start": 2597.61,
    "end": 2600.31,
    "text": "Alles etwas vieler auf einmal, würde ich sagen."
  },
  {
    "start": 2600.47,
    "end": 2606.95,
    "text": "Ein Berg von Herausforderungen, ein Berg von Aufgaben, der insbesondere vor der EU steht."
  },
  {
    "start": 2608.01,
    "end": 2616.69,
    "text": "Dass die EU militärisch selbstständiger werden muss, ich glaube da sind wir uns ziemlich oder weitgehend einig, wie auch immer es aussieht."
  },
  {
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    "text": "Aber wie muss soll und kann sie sich in einer multipolaren Welt außenpolitisch neu aufstellen?"
  },
  {
    "start": 2626.85,
    "end": 2633.01,
    "text": "Krieg in Ukraine hat er gezeigt, dass die europäischen Eliten in einer gewissen Panikstare auch drinnen waren."
  },
  {
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    "end": 2635.77,
    "text": "Und jetzt vor diesem Berg, wie kann das aussehen?"
  },
  {
    "start": 2635.83,
    "end": 2639.69,
    "text": "Wie kann die EU rauskommen und wie soll sie das sozusagen gestalten?"
  },
  {
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    "end": 2643.45,
    "text": "Ja, wir haben ein Berg von Aufgaben."
  },
  {
    "start": 2643.53,
    "end": 2647.95,
    "text": "Also was die Ausgestaltung des europäisch-russischen Verhältnisses anbelangt in den nächsten Jahren."
  },
  {
    "start": 2648.03,
    "end": 2650.33,
    "text": "Ein Berg von Aufgaben, das ist sehr gut beschrieben."
  },
  {
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    "end": 2652.53,
    "text": "Aber es ist ja nicht aussichtslos."
  },
  {
    "start": 2653.15,
    "end": 2659.07,
    "text": "Ich meine, unser wichtigster Verbündeter der USA redet seit über einem Jahr auf allen Kanälen mit den Russen."
  },
  {
    "start": 2659.69,
    "end": 2662.79,
    "text": "Und es ist ja nicht schwierig, sich da einzubringen, einzuklinken."
  },
  {
    "start": 2662.95,
    "end": 2667.49,
    "text": "Also, die Trump-Administration würde das sich sogar begrüßen, wenn wir das machen."
  },
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    "end": 2669.79,
    "text": "Also, ich verstehe nicht, warum wir das nicht machen."
  },
  {
    "start": 2669.93,
    "end": 2677.47,
    "text": "Also, ich kann mir da keinen Reimen drauf machen, außer vielleicht so eine gewisse deutsche Nippo-Lüngen-Treue der Ukraine gegenüber oder wie auch immer."
  },
  {
    "start": 2678.21,
    "end": 2682.53,
    "text": "Aber das ist ja keine flexible, offene... vernünftige, kluge Politik."
  },
  {
    "start": 2684.75,
    "end": 2687.93,
    "text": "Wenn ich mal ganz an den Anfang gehe der deutsch- russischen Beziehungen."
  },
  {
    "start": 2687.99,
    "end": 2697.99,
    "text": "nach dem Zweiten Weltkrieg, also, ... ... ist Deutschland der NATO beigetreten im Frühjahr unter Konrad Adenauer und wir haben zwölf Diversionen im Bündnisfach."
  },
  {
    "start": 2698.45,
    "end": 2701.15,
    "text": "versprochen und zugesagt, und das haben wir auch eingehalten."
  },
  {
    "start": 2701.87,
    "end": 2708.95,
    "text": "Im gleichen Jahr, im Herbst, ist Konrad Adenauer mit einer fast hundertfünfzig Mann starken Delegation nach Moskau geflogen."
  },
  {
    "start": 2709.31,
    "end": 2717.59,
    "text": "Honhard eine Woche verhandelt mit Parlamentariern, Beratern, Leuten aus dem Kanzleramt und hat den Grundstock gelegt für die deutsch-russischen Beziehungen."
  },
  {
    "start": 2718.03,
    "end": 2721.09,
    "text": "Ich will damit nur sagen, das widerspricht sich alles nicht."
  },
  {
    "start": 2721.79,
    "end": 2732.73,
    "text": "in einem transatlantischen Verbund, auch in einem europäischen, später weiterzuentwickeln, europäischen Bündnis zu seien und gleichzeitig eine gute Beziehung zu Russland zu haben."
  },
  {
    "start": 2733.33,
    "end": 2740.19,
    "text": "Und stellen Sie sich, das war in den Neustadt fünfundfünfzig zehn Jahre nach einem fürchterlichen Krieg mit fast achtundzwanzig Millionen Toten Russen."
  },
  {
    "start": 2741.01,
    "end": 2742.27,
    "text": "Naja, das muss ich mal vorstellen."
  },
  {
    "start": 2742.33,
    "end": 2747.51,
    "text": "Und dagegen ist ja der Ukrainekrieg eine Lappalie, möchte ich fast sagen."
  },
  {
    "start": 2747.99,
    "end": 2754.11,
    "text": "Also wenn der Wille da ist, Dann kann man das und ich würde sagen Friedrich Merz muss da einfach ran an dieses Thema."
  },
  {
    "start": 2754.63,
    "end": 2760.97,
    "text": "Er braucht auch ein Sondergesand und eine Gruppe, die wieder die Fäden aufnimmt, so wie die Amerikaner das eben auch machen."
  },
  {
    "start": 2761.71,
    "end": 2763.53,
    "text": "Weil eine andere Möglichkeit sehe ich auch nicht."
  },
  {
    "start": 2763.59,
    "end": 2767.53,
    "text": "Eine vernünftige Möglichkeit für letztlich für Europa."
  },
  {
    "start": 2767.65,
    "end": 2771.85,
    "text": "Denn zum Thema Krieg und Kriegswirtschaft muss man natürlich auch vorsichtig sein."
  },
  {
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    "end": 2778.99,
    "text": "Denn wenn es zu dieser Eskalation kommt mit Russland und zu einem Krieg, dann findet er hier in Europa statt, auch in Deutschland statt."
  },
  {
    "start": 2779.47,
    "end": 2788.41,
    "text": "Und wenn man das vom Ende her denkt, ist Kriegswirtschaft, die da hinführen soll oder will oder so, tut als ob, keine gute, rationalen Option."
  },
  {
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    "end": 2790.63,
    "text": "Also man kriegt Impulse sicherlich."
  },
  {
    "start": 2791.15,
    "end": 2794.39,
    "text": "Man kriegt vielleicht auch einen kurzfristigen Boost oder Strohfeuer hin."
  },
  {
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    "end": 2798.97,
    "text": "Und die arbeitslosen VW-Mitarbeiter sind froh, wenn sie was anderes bauen können."
  },
  {
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    "end": 2806.97,
    "text": "Aber das ist kurz... nachhaltig gesehen auf lange Sicht für Deutschland als Welthandelsnation keine gute Option."
  },
  {
    "start": 2807.59,
    "end": 2811.13,
    "text": "Aber ich wollte die Frage noch etwas weiter ausgedehnt haben."
  },
  {
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    "text": "Sie haben das Verhältnis zu Russland jetzt fokussiert."
  },
  {
    "start": 2814.83,
    "end": 2818.97,
    "text": "Ich meinte gesamt die außenpolitische Neuaufstellung Europas."
  },
  {
    "start": 2819.53,
    "end": 2830.83,
    "text": "oder deutlich ist richtig, dass Sie meinen, Zuerst muss einmal das Verhältnis mit Russland geklärt werden, dann können wir weitergehen oder muss man parallel jetzt dort wieder aktiv werden."
  },
  {
    "start": 2831.93,
    "end": 2849.31,
    "text": "Naja, ich wünschte mir an Europa in dieser multipolaren Welt, die sich jetzt entwickelt und entfaltet ein eigenständiges Europa, also auch zwischen den Blöcken, also zwischen Amerikanern, Russen und Chinesen, was eine Souveräne strategisch autarke Politik betreibt."
  },
  {
    "start": 2849.53,
    "end": 2853.85,
    "text": "Aber ich sag Ihnen eins, Herr Steiner, die Realität ist so meilenweit davon entfernt."
  },
  {
    "start": 2854.03,
    "end": 2858.95,
    "text": "Also... wenn sie in den Bereich der Digitalisierung reingehen, ohne Amerika läuft da gar nichts."
  },
  {
    "start": 2859.05,
    "end": 2863.83,
    "text": "Und wenn sie im militärischen Bereich reingehen, ohne Amerika läuft da in den nächsten Jahren nichts."
  },
  {
    "start": 2864.43,
    "end": 2872.37,
    "text": "Die Bundeswehr war zu Beginn des Ukrainekrieges blank und sie ist jetzt blanker als blank, weil wir aus den Beständen der Armee Waffen geliefert haben."
  },
  {
    "start": 2872.41,
    "end": 2876.19,
    "text": "Das betrifft auch die anderen Bündnispartner, also europäischen Bündnispartner."
  },
  {
    "start": 2876.23,
    "end": 2884.27,
    "text": "Wir werden Jahre brauchen, um ihn etwa technologisch, militärisch... Und da können wir Geld ausgeben, wie wir wollen, Schritt zu halten."
  },
  {
    "start": 2884.49,
    "end": 2889.11,
    "text": "Von den Weltraumfähigkeiten, Kommunikationsfähigkeiten, strategischer Lufttransport usw."
  },
  {
    "start": 2889.39,
    "end": 2890.05,
    "text": "ganz zu schweigen."
  },
  {
    "start": 2890.59,
    "end": 2897.79,
    "text": "Und dann kommt natürlich die politische Union von siebenzwanzig Mitgliedstaaten, die versuchen muss, mit einer Stimme zu sprechen."
  },
  {
    "start": 2897.83,
    "end": 2898.57,
    "text": "Das sehe ich nicht."
  },
  {
    "start": 2898.91,
    "end": 2900.43,
    "text": "Da sind wir auch meilenweit entfernt."
  },
  {
    "start": 2900.95,
    "end": 2905.93,
    "text": "Also ich glaube, notwendig wäre das, aber dazu ist Europa einfach nicht in der Lage."
  },
  {
    "start": 2907.37,
    "end": 2910.07,
    "text": "schon irgendwo Juniorpartner der Amerikaner."
  },
  {
    "start": 2910.19,
    "end": 2914.13,
    "text": "Wir werden das auch bleiben, auf Gedeihe und Verderb, egal wer da in Washington regiert."
  },
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    "start": 2914.51,
    "end": 2921.61,
    "text": "Aber wir müssen halt schauen, dass wir aus der europäischen Sicht unsere wichtigen Punkte durchsetzen gegenüber den Amerikanern."
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    "start": 2921.67,
    "end": 2924.11,
    "text": "Das haben Deutsche Kanzler immer gemacht."
  },
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    "start": 2924.29,
    "end": 2928.73,
    "text": "Angela Merkel, Schröder, auch Helmut Schmidt, überlegen Sie mal in der Geschichte."
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    "end": 2932.43,
    "text": "Sie haben immer den europäischen Punkt gesetzt, auch im Rahmen der NATO."
  },
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    "end": 2934.47,
    "text": "Und das muss wieder passieren."
  },
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    "end": 2939.65,
    "text": "Und wir müssen raus aus dieser kritiklosen Klientelstaatenrolle."
  },
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    "text": "JD Vance hat uns mal als Klientelstaaten bezeichnet, die Europäer."
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    "text": "Und das ist leider richtig."
  },
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    "text": "Aber aus dieser Rolle müssen wir raus."
  },
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    "text": "Und dazu wird es Zeit."
  },
  {
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    "end": 2952.23,
    "text": "Und die Amerikaner bieten uns jetzt dieses politische Zeitfenster."
  },
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    "end": 2965.13,
    "text": "Und bei aller Erratik von Trump, Stichwort Gründern, sollten wir das nutzen, um uns wieder mit Russland in ein Versuchen wenigstens in ein normales Verhältnis zu kommen und diesen Krieg vor allen Dingen zu beenden."
  },
  {
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    "end": 2966.45,
    "text": "Der ist sinnlos dieser Krieg."
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    "text": "Ich sage das als Experte, als Militärexperte, als General auch."
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    "start": 2970.33,
    "end": 2975.75,
    "text": "Hunderttausende von Menschen dazu verhetzen, wo es keine militärische Lösung gibt, die es seit Monaten nicht gibt."
  },
  {
    "start": 2975.91,
    "end": 2984.55,
    "text": "Eigentlich schon seit Kriegsbeginn niemals gab, obwohl das unsere Politiker laufen behauptet haben, mit einer Kriegsrhetorik ohnegleichen."
  },
  {
    "start": 2984.97,
    "end": 2989.59,
    "text": "Diese Politik ist komplett gescheitert und wir haben uns da auch versündigt, auch an der Ukraine."
  },
  {
    "start": 2990.03,
    "end": 2992.43,
    "text": "Das kann man diesem Volk nicht weiter zumuten."
  },
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    "text": "Ich wollte"
  },
  {
    "start": 2996.11,
    "end": 3000.65,
    "text": "nur ein bisschen meine Position klären, damit keine Missverständnisse entstehen."
  },
  {
    "start": 3001.41,
    "end": 3004.43,
    "text": "Ich habe so ein bisschen geklungen, wie ein Kriegstreiber."
  },
  {
    "start": 3004.49,
    "end": 3005.31,
    "text": "Das bin ich nicht."
  },
  {
    "start": 3005.97,
    "end": 3014.73,
    "text": "Ich wollte nur sagen, dass es natürlich gewisse positiven makroakonomische Effekte von mehr Kriegsausgaben, von mehr Defensepainting."
  },
  {
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    "text": "Ich glaube, es wird sowieso mehr."
  },
  {
    "start": 3018.37,
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    "text": "mehr Kriegsausgaben oder mehr Verteidigungsausgaben in Europa geben."
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    "end": 3035.51,
    "text": "Ganz einfach, weil ich glaube, die Europäer haben schon verstanden, sie können sich auch die USA nicht mehr in dem Ausmaß verlassen, wie das im letzten halben Jahr unter der Fall war."
  },
  {
    "start": 3035.63,
    "end": 3039.89,
    "text": "Ich glaube, das wird sowieso zu mehr Verteidigungsausgaben kommen."
  },
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    "start": 3040.31,
    "end": 3043.87,
    "text": "Aber ich stimme vollkommen zu mit Herrn Watt."
  },
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    "end": 3052.41,
    "text": "Natürlich, das ist kein Ersatz für eine gescheite Außenpolitik und für eine eigentlich durchgedachte Annäherung zu Russland."
  },
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    "start": 3052.51,
    "end": 3054.65,
    "text": "Also, damit man mich nicht missversteht."
  },
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    "text": "Alles"
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    "text": "klar."
  },
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    "start": 3054.93,
    "end": 3055.89,
    "text": "Wir sind damit tatsächlich Ende angelangt."
  },
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    "start": 3055.93,
    "end": 3056.57,
    "text": "Eine Frage an beide Herren noch."
  },
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    "start": 3056.61,
    "end": 3057.31,
    "text": "Herr Astrof, ich beginne bei Ihnen."
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    "end": 3068.51,
    "text": "Wird es im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr"
  },
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    "start": 3068.55,
    "end": 3074.89,
    "text": "für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für Sie im Jahr für"
  },
  {
    "start": 3074.93,
    "end": 3075.63,
    "text": "Sie im Jahr für Sie im."
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    "text": "Herr Ward, Ihre Einschätzung?"
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    "text": "Also Frieden in der Form, das glaube ich nicht, eher ein Waffenstillstand ein einfrieren des Konfliktes und dann liegt es an uns, wie wir das ausbuchstabieren."
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    "end": 3096.29,
    "text": "Der Waffenstillstand wird erst der Anfang sein und dann beginnt die harte Arbeit letztlich, harte diplomatische Arbeit, an die wir ran müssen."
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    "end": 3098.65,
    "text": "Aber Waffenstillstand ist nicht wenig, nicht?"
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    "end": 3117.31,
    "text": "Nein, ich finde, das ist sicherlich möglich und Trump Und Putin arbeiten hier daran und in Drabos wird das ja auch Thema sein mit seinen Gesprächen mit Zelensky und die amerikanische Administration, auch die Unterhändler hier, Wittkopf und Kurschner, die sind ja da dran, an den Thema massiv dran."
  },
  {
    "start": 3118.25,
    "end": 3122.57,
    "text": "Und ich denke, ich hoffe, dass das XXVI gelingen wird."
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    "end": 3126.87,
    "text": "Ein Waffenstillstand, aber ein Frieden, ein echten Frieden noch lange nicht."
  },
  {
    "start": 3128.23,
    "end": 3142.75,
    "text": "Meine Damen und Herren, wir sind damit am Ende dieser Podcast-Folge angelangt und verweisen schon jetzt auf die nächste Folge in zwei Wochen, wo wir uns wieder einem interessanten Phänomen in und um die russische Wirtschaft und in und um Russland widmen werden."
  },
  {
    "start": 3143.21,
    "end": 3144.19,
    "text": "Seien Sie wieder dabei."
  },
  {
    "start": 3144.33,
    "end": 3147.85,
    "text": "Danke fürs Zuhören und Ihnen, meine Herren Herr Waad und Herr Astrof."
  },
  {
    "start": 3148.21,
    "end": 3149.35,
    "text": "Danke für die Teilnahme."
  },
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    "start": 3149.65,
    "end": 3150.13,
    "text": "Schönen Tag"
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    "start": 3150.21,
    "end": 3150.39,
    "text": "noch."
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    "text": "Bitte gerne."
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    "text": "Ja, vielen Dank."
  }
]