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    "end": 5.72,
    "text": "Willkommen zu dem Podcast Tanz auf dem Vulkan, Iconen von damals und heute."
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    "end": 12.72,
    "text": "Mein Name ist Ethel Mehrhaut um mich faszinieren vor allem die Frauen des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts."
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    "text": "Gemeinsam mit meinen Gästen spreche ich über ihre Geschichten und darüber was davon bis heute nachwirkt."
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    "text": "Heute möchte ich über Vicky Baum sprechen."
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    "text": "In Wien geboren hatte sie zuerst eine große Karriere als Solohafenistin und wurde später dann zum ersten großen Medienstar der deutschen Literatur – und somit auch zur bestverdienendsten Schriftstellerin ihrer Zeit."
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    "text": "Die meisten werden ihrem bekanntesten Roman Menschen im Hotel kennen, der auch in Hollywood verfilmt wurde."
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    "text": "Mit der großartigen Greta Gabo in der Hauptrolle gewann der Film einen Oscar Und Vicky Baum beschloss, gemeinsam mit ihrer Familie in die USA zu emigrieren."
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    "text": "Dort schrieb sie weiter auch für Hollywood ging auf große Buchtour nähen und blieb ihr Leben lang eine moderne sehr selbständige lustige und äußerst business orientierte Schriftstellerin!"
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    "text": "Und dann ihr Lieben macht euch nicht so wichtig kompliziert euch das Dasein nicht unnütz habt nur Courage spürt nur lebt nur Auf alles andere kommt es sogar nicht"
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    "text": "an."
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    "text": "Und mit diesen Worten von Vicky Baum möchte ich gerne eine Ikone der Gegenwartsliteratur begrüßen, nämlich Wehr-Kaiser."
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    "text": "Hallo Wehr!"
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    "text": "hallo danke dass sich heute über einen meiner absoluten Lieblingsautorinnen sprechen darf und bei dir zu Gast sein darf."
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    "text": "große Freude"
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    "text": "Ja, ich freu mich auch sehr."
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    "text": "Nur ganz kurz über dich."
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    "text": "du hast mit deinem Debüt Blas Musikpop ja bis zum Jungstar der österreichischen Literatur mutiert und hast gerade ein neues Buch herausgebracht namens Fabula Rasa Mit dem Untertitel die Königin des Grand Hotels."
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    "text": "Passender geht's gar nicht würde ich sagen."
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    "text": "Ja da springen wir direkt rein in die Welt wie gebaum."
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    "text": "sie ist ja am meisten bekannt für ihre Roman-Menschen im Hotel."
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    "text": "Und der war für dieses Buch eine ganz wichtige Inspirationsquelle, weil er natürlich wahrscheinlich bekannteste Hotelroman aller Zeiten sowieso ist."
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    "text": "und die Art wie sie da auch Betrügerinnen auftauchen lässt, weil jede einzelne Figur in diesem Roman ist in irgendeiner Form eine Betrüge gestalt hat mich wahnsinnig fasziniert."
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    "text": "Bleiben wir jetzt mal kurz allgemein bei Vicky Baum so als Gesamtpersona."
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    "text": "Was fasziniert dich am meisten an ihr?"
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    "text": "Ist es eigentlich ihre außergewöhnliche Karriere zu der damaligen Zeit, man muss sich vorstellen in den Zwanzigerjahren beschließt eine Frau einfach selbstständig zu sein, selbst verdient zu sein und dann macht sie so eine Karrierei zuerst als Solo-Haffenistin und dann als Schriftstellerin."
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    "text": "oder sind das doch Ihre Werke selber"
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    "text": "Also die Verbindung, sowohl die Werke per se als auch die Figur der Wickebaum wobei ich dazu sagen muss Ich habe sie eigentlich kennengelernt vor allem als Schriftstellerin."
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    "text": "also ich wusste über sie als Mensch ganz lange gar nichts was auch daran liegt, dass sie als Mensch sehr lange gar nicht rezipiert wurde."
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    "text": "Also erst in den letzten Jahren haben sich die Enkel und Kinder sehr darum bemüht ihre gesamten Lebensgeschichte zugänglich zu machen, ihre Biografie wieder aufzulegen, ihre frühen Werke wieder zu verlegen."
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    "text": "also das hat mir die deutschen Verleger von ihr erzählt, dass es ganz stark von der Familie kam weil sie selber und das ist ganz wichtig überhaupt kein Interesse hatte mit ihrer Person groß ins Rampenlicht zu kommen."
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    "text": "dass deine Frau, die in den zwanzigern dann so Karriere gemacht hat."
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    "text": "Das glaube ich, hat sie nie und auch nur eine Sekunde als Ziel gehabt sondern der ging es von Anfang an ums überleben und da muss man aber schon sagen als selbstständige Frau."
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    "text": "vielleicht gehen wir mal ganz kurz in ihre Anfänger."
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    "text": "also Vicky Baum wurde in Wien geboren und in ihrer Biografie das war alles ganz anders erzählt sich von einer so dermaßen furchtbaren Kindheit."
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    "text": "Die hatte Eltern, die sicherlich nicht die liebevollen fürsorgenden Eltern sind, die wir heute uns für jede Kindheit wünschen."
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    "text": "Der Vater war ... Sie selbst zitieren wahrscheinlich ein verkappter Homosexueller, der war Buchhalter, Regierungsbeamter und lebte aber in dieser Hassreiterwelt."
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    "text": "Ich weiß nicht, ob du dich mit dieser ganzen Ballettwelt mal näher auseinander gesetzt hast?"
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    "text": "Da war ja in Wien das Ballett noch ganz groß und ich glaube da wurden auch Opern immer gemeinsam mit Ballett gezeigt."
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    "text": "Wahrscheinlich auf einer sehr liebevollen Art und Weise bis hindern dazu dass er dann dem Hassreitor eine Ehefrau vermittelt hat damit die Aufhör zu rumzufügen."
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    "text": "Psychoanalytisch ist diese gesamte Geschichte so dermaßen arg Gut, und dann hat halt irgendwann Baum senior selber auch beschlossen."
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    "text": "Er sollte sich vielleicht fortpflanzen, er sollte heiraten und hat dann im Alter von ich glaube, einviertig, zweiundvierzig mehr oder weniger über Vermittlung die Mutter von Vicky Baum geheiratet."
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    "text": "Und in der Biografie schratzt sich das total schonungslos, die Mutter war damals achtzehn und ein komplettes Kind aus einer sehr aristokratisch angehochten Familie."
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    "text": "aber sechs Töchter, mittlere Kinder, wo die eigene Mutter war ein Kind, der Vater war ein kind."
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    "text": "also das waren ja so Menschen, die miteinander verheiratete wurden und immer im Blasen lebten, was man nie jemand darüber nachdenken musste."
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    "text": "wie verdienen wir ihr Geld die halt das Leben in Salons genossen haben Theaterkonzerte, Ballett aber auf eine sehr weltfremde Art und für die damalige Zeit üblich."
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    "text": "die Mutter von Wickebaum hatte ja keine Ahnung was da bei der Ehe auf sie zukommt."
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    "text": "Und es muss für die Frau komplett traumatisch gewesen sein."
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    "text": "Die hat dann die frühe Kindheit von Wikkebaum im Sanatorium Inzers Dorf verbracht Aber schwer geistig krank von dieser Ehe, von der Erfahrung, dass ein Mann die Macht übernimmt."
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    "text": "Also auch wirklich im sexualen Sinne schwer traumatisiert und die wie gebaum wurde dann großgezogen von den jeweiligen Hausangestellten."
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    "text": "Der Vater war ein furchtbarer Mensch."
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    "text": "also er hat dann zum Beispiel das Kindermädchen mit ihr immer am Freitag zu einem Käsehändler geschickt, der am neuen Markt am freitag immer Käse hergeschenkt hatte an die arme Bevölkerung und das Kind musste sich Taschentücher, also ärmlichst anziehen um halt dann nach Käse zu erbeteln."
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    "text": "Obwohl die wirklich keine finanziellen Sorgen hatten."
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    "text": "Wann halt die Sommer im Prägarten in so einem Schlösschen das dem Bruder des Vaters gehört hat?"
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    "text": "Da ist der dann mit der Großmutter und hat halt eine wilde Landkinderkindheit genossen wo man halt dann mit den einheimischen Kindern im Dreck herum gewuzzelt hat."
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    "text": "Das war für sie etwas sehr prägend, weil sie da gelernt hat Menschen zu beobachten und soziale Systeme zu analysieren."
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    "text": "Und was ihr dann von Kindheit an wichtig war, war diese Freiheit die sie da im Prädgarten genossen hat auch in diesem engen furchtbaren Zuhause zu lernen, weil ihre Eltern waren halt völlig zwangsgestört, was ihrer Erziehung angeht."
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    "text": "also dem Vater war das total wichtig dass sie nichts kostet Dass sie gesund ist und immer, wenn sie krank geworden ist."
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    "text": "Und sie war ein wahnsinnig kränkliches Mädchen hat er seinen schwarzen Koffer gepackt und es zur eigenen Mutter gegangen."
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    "text": "Also so einer war das und ihre Mutter war eben entweder in Inzersdorf oder dann halt sehr selber sehr krank Der Vater natürlich wieder weg."
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    "text": "Die Wickebaum hat dann sehr früh beschlossen Sie muss auf eigenen Beinen stehen und hat dann über diesen Hass reiter Zirkel gelernt."
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    "text": "Also da gab es so eine dicke, unansehnliche alte Jungfrau wo jeder gedacht hat was soll noch aus der Werden?"
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    "text": "Petersburg ins Orchester gekommen und war auf einmal eine strahlende, unabhängige Frau und das war der Grund warum sie Hafe lernen wollte!"
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    "text": "Das hatte mit dem Instrument oder mit der Musik nichts zu tun sondern sie hat das also mit, ich glaube zwölf oder dreizehn als einfachste Art selbstständig zu werden gesehen."
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    "text": "Und das war natürlich auch für eine höhere Tochter akzeptabel, also das war eine durchaus akzeptabler Laufbahn und man darf ihn nicht vergessen, ich meine es halt bedeutet dass die mit zwölf glaube ich von der Schule abgegangen ist und dann bei den Musikfreunden im Konservatorium zuerst Haarfeausbildung gemacht hat..."
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    "text": "Auch einer der ersten Frauen hat dann in Wien bei so einem italienischen Harfennisten die hohe Kunst gelernt."
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    "text": "Und was mich so fasziniert ist, wenn man sich ihre Stationen anschaut – ich meine da bist du besser einsichtig!"
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    "text": "Aber wenn man sich diese Stationen anschaut, ich meine die einzige Haffinistin bei den Musikfreunden."
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    "text": "Ja ist eine unglaubliche Karriere dafür dass ihr das aus wie du sagst Zwecksmäßigkeit gemacht habt."
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    "text": "aber ich finde da merkt man ja schon stark ihren Charakter."
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    "text": "sie war glaube ich extrem vernünftig und extrem diszipliniert."
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    "text": "Das ist eigentlich eine total schmerzhafte Geschichte für uns moderne Frauen."
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    "text": "Sie war in erster Ehe schon mal verheiratete."
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    "text": "Ja, Café-Haus geist."
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    "text": "Max Brails hat der geheißen so ein ... ja in Wiener das Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts."
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    "text": "Der hat sich halt nur im Caféhaus herumgetrieben und davon geträumt, Schriftsteller zu werden und so seine kleinen Geschichten geschrieben."
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    "text": "Und dann hatte er das erste Mal auch damit Geld verdient?"
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    "text": "Wie geboren habe ich ihn auch deshalb geheiratet um einfach von ins Haus rauszukommen!"
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    "text": "Die haben auch so ein Agreement gehabt, wir heiraten und dann schauen mal wie lang's passt."
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    "text": "Und wenn es nicht mehr passt, dann trennen wir uns."
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    "text": "gefragt hat und ich habe auch die Schokoment gehabt ja so lange es geht geht schon dann irgendwann wenn's nicht mehr geht dann trennen wir uns."
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    "text": "So begann er war dann auch ihre literarische Karriere weil sie für ihn Geschichten geschrieben hat Weil er war halt so ein Café-Haus-Hocker, wie wir sie heute immer noch haben."
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    "text": "Also das ist ja wirklich eine Situation die gibt es ja noch immer."
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    "text": "du hast immer noch in diesen Kaffeehäusern Die großen Geister und Denker dieser Wiener Geniess natürlich immer Männer Die ist aber nie schaffen, auch zu Papier zu bringen."
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    "text": "Die immer die großen Talente sind und die mir dann ... Ich bin ja selber auch Autoren, die mir erzählen, was sie für große Ideen haben und irgendwann schreiben, dieses Theaterstück fürs Burgtheater, das ich immer so super finde!"
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    "text": "Wenn Männer, die noch nie irgendeinen literarischen Text veröffentlicht haben davon ausgehen, wenn sie nur lang genug im Land man hocken und ihre Ideen niederschreiben werden sich irgendwann fürs Burg theater was produzieren, hast du immer noch."
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    "text": "Und die haben natürlich, dass die Jungs bar immer wieder Finanzsorgen gehabt und dann hat er einen Auftrag bekommen für drei oder vier Kurzgeschichten von einer Zeitung und hat gewartet bis zum Abgabbeschluss."
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    "text": "Dann hat halt sie, die Vicky Baum, obwohl sie eh schon das Haupteinkommen als Hafenistin verdient hat sich in der Nacht hingekockt und für ihn Geschichten geschrieben."
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    "text": "Das waren ihre ersten Veröffentlichungen den Namen Max Prels darunter gesetzt."
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    "text": "und was ich total faszinierend finde, in ihrer Autobiografie schreibt sie das völlig schmerzbefreit."
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    "text": "Also und das war ihr Zugang zum Schreiben es ist ein leicht verdientes Geld!"
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    "text": "Dementsprechend hat sich auch immer einen sehr narscher Landenblick auf problematisches traumatisierendes Verhalten gehabt unter anderem wie Sie eben als junge Hafenisten immer zu den Konzerten und Proben gegangen ist gab's damals einen berühmten Dichter nicht mehr die war der ihr dann immer nachgestellt hat und versucht, sie zu verführen."
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    "text": "Und dann hat sie eine lustige Geschichte drüber geschrieben und einer Zeitung geschickt."
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    "text": "Das war ein blut junges Mädel, das dann da Beiträge geliefert hat für eine Literaturzeitschrift der damaligen Zeit."
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    "text": "Und dann erzählt sie so wahnsinnig witzig wie er sich denn bemüht hat älter zu wirken als die mal in die Redaktion eingeladen wurde."
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    "text": "und dann erzählt Sie wie es sich halt von der Mutter die Knie strömt verheimlich gestohlen hat um halt was ihre kleinen Mädchen Uniformen zu verbergen."
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    "text": "Sie wird ja jetzt rückblickend der Neuensachlichkeit zugeschrieben aber sie hat sich selber nie in ihrem Genre gesehen."
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    "text": "Aber in der Literatur sind da sehr Klassifikationen die du nicht messen kannst und die ja immer von jemand anderem gemacht wurden und was ganz Wichtiges immer von Männern."
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    "text": "Und gerade eine Frau, die so schmerzbefreit und leicht schreibt."
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    "text": "Es ist ein gutes Beispiel dafür!"
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    "text": "Sie darf nicht mehr Orchestermusikerin sein weil das möchte er nicht."
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    "text": "dass sich seine Frau von einem anderen Dirigenten Kommandos geben lasst Das hat mir persönlich beim Lesen wahnsinnig wehgetan."
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    "text": "Oder warte mal, plötzlich in der Vorhabe waren es noch in Darmstadt, aber Darmstein fanden sich entzückend!"
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    "text": "Da ist sie noch als Hafenistin hingewächselt auf Vermittlung von der Mutter vom Lärt."
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    "text": "Weil die Schwester vom Lert hat sie in Hafen unterrichtet."
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    "text": "also Sie hatten es auch wirklich Hunger ertragen zu können als große Stärke ihrer Person gesehen, weil sich ihr mehrfach gehungert habt."
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    "text": "Die hatten ja nix, also die hat das schon gekannt, die konnte das aushalten und deswegen war sie da noch so nonchalant!"
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    "text": "Also so bünstliche Befindlichkeiten, das war der total fremd."
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    "text": "Ich meine, sie hat ja auch dann nachdem der Roman rausgekommen ist sich ja auch einfach bewusst dazu entschieden nach Amerika zu gehen und dort eigentlich ein neues Leben zu beginnen."
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    "text": "Sie selber sagt ihr dass er auch ganz lustig an ihr größtes Talent ist sich in der richtigen Sekunde treiben zu lassen."
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    "text": "Und auch ihre erste Veröffentlichung hat sie ja nicht selbst."
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    "text": "also erst so Roman Das hat sie nicht selbst versiert, sondern das war der Bruder von Jakob Wassermann."
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    "text": "Jakob Wassermann ist ein ganz großartiger österreichischer Schriftsteller dieser Zeit und dessen Bruder."
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    "text": "er kannte sich so aus diesem ganzen Künstler-Cafehaus-Zirke Und der sagte dann zu ihm mal bitte darf ich ja mal einen Manuskript von dir vermitteln?"
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    "text": "Und sie selber hat es schon vergessen gehabt!"
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    "text": "Und dann war sie total überrascht als sie dieses Manuskrit als Buchgedruck zugeschickt bekommt."
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    "text": "und dann war's ihnen noch überraschter Geld dafür zu bekommen."
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    "text": "Und das war immer das ganz Tolle, also sie hat sich über dieses Geld immer sehr gefreut aber sie hat es nicht forciert."
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    "text": "und auch weil da sagt sie war geschickt im Verhandeln auf eine unabsichtliche Art und Weise, weil – das finde ich total sympathisch wenn mir geht's auch so – Sie hat sich immer geweigert einen Vertrag für ein Buch zu unterschreiben dass nicht zu hundert Prozent fertig ist."
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    "end": 1340.66,
    "text": "Und es war überhaupt nichts so... Sie waren nur so abergreifisch, sie hat gedacht Wenn sie etwas unterschreibt was sie nicht fertig hat Dann kriegt's es nicht fertig."
  },
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    "text": "und so kam halt ihr immensen Buchverträge dann zustande, weil sie auf eine völlig unschamante Art und Weise so aberkörbisch war."
  },
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    "text": "Dann hat sich tatsächlich bei Ulstein die große Vertragskarriere bekommen und das war aber auch forderänglich um ihre Familie zu erhalten."
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    "text": "Da lerbt er ja der Künstler – ich meine Sie war das Talent!"
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    "text": "Sie haben mal den schönen Satz geschrieben, im Laufe der Jahre lernte ich, dass Männer ein sehr schwaches Geschlecht sind und Künstler sind noch schwächer."
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    "text": "Der kloge Erkennnis!"
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    "text": "Ja auch so ist das völlig unzu schmerzbefreit, weil anstatt ... Ich meine sie hätte ja auch sagen können was ist es für einen Lulu?"
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    "text": "Warum führt er sich so auf, weil er nicht seine künstlerischen Visionen an den jeweiligen Opernhäusern durchsetzen kann?"
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    "text": "Sie hat dann einfach gesagt, Männer sind halt schwach und Künstler sind noch schwächer."
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    "text": "pragmatisch!"
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    "text": "Total..."
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    "text": "Sie war diejenige, die dieses wagerbunden Dirigenten da sein ihres Mannes beendet hat indem sie irgendwann an den Ulsteinverlag herangetreten ist und sich beworben hat als halte dich fest als Sekretärin oder Modezeichnerin."
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    "text": "Die war schon total renommierte Bestsellerautorin und hat sich dann aber gedacht, ich brauche eine Fixanstaltung, ich habe zwei kleine Kinder, ich will nicht dass sie hungern weil das war das was für sie am schlimmsten war wenn die Kinder nicht hatten was sie brauchten und ist dann einen Urstand Verlag herangetreten."
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    "text": "Entschuldigung, stellt es mich ein!"
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    "text": "Und die haben natürlich ihr Glück nicht glauben können."
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    "text": "Die talentierte Bestsellerautorin will bei ihnen arbeiten."
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    "text": "Das ist tatsächlich eine Sache, die man diesen Herrschaften positiv anrechnen muss."
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    "text": "Die haben das nicht ausgenutzt."
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    "text": "Sie sind von der Qualität einer Redakteurin."
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    "text": "Wie stellen sie als Redaktörin an?"
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    "text": "Er hat sich im Nachhinein als ihre schönste Zeit beschrieben, diese Zeit dort im Verlag."
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    "text": "Weil es sich ja umgeben war von so vielen klugen, lustigen herzlichen Menschen und sie hatte dann auch mit sehr vielen ihr Leben lang Kontakt weitergehalten und in Amerika natürlich wieder getroffen weil er natürlich sehr viele ins Exil gegangen ist."
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    "text": "Ja und sie hat auch sehr viele ... weil sie war ja eine der ersten die quasi nach Amerika übergesiedelt"
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    "text": "Sie war wahnsinnig hellsichtig!"
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    "text": "Also sie ist wegen der Hollywood-Verfilmung nach Los Angeles eingeladen worden und ist dann da geblieben..."
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    "text": "Man muss auch dazu sagen, ihre gesamte Familie in Europa ist ja auch umgekommen Und das hat sie erst nach dem Krieg erfahren."
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    "text": "Auch da über Reaktionen auf dieses eigentlich Riesige Trauma und Drama gibt es gar nicht."
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    "text": "So wie sie damit umgegangen ist, das weiß man nicht."
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    "text": "Sie schreibt so wahnsinnig unsentimental darüber?"
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    "text": "Hat seine letzten Lebensjahre in einer quasi Großfamilie, die irgendwie entfernt verwandt war mit denen verbracht wurden und diesen alle umgebracht worden."
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    "text": "Und sie schreibt dann drüber nachher, er war einundneunzig Und sie hat sich dann erkundigt, ob er wenigstens nicht leiden hat müssen."
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    "text": "Und dann schreibt sie das so, macht sich einen Punkt und kommt zum nächsten Thema."
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    "text": "sie damit umgehen konnte."
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    "text": "also sie war jemand der wirklich ... Wie du gesagt hast, ich glaube sie hatte so einen Panzer um sich herum und sie hat funktioniert."
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    "text": "also sie ist ja dann nach dem Krieg in Hollywood extrem gefeiert worden und wurde ja einer der berühmtesten und meist gelesenen Schriftstellerinnen der Nacht kriegs Zeit."
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    "text": "Aber sie ist nie wieder nach Österreich und nach Deutschland zurückgekehrt."
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    "text": "Interessant ist, Sie hat sehr viele Artikel über Hitler auch geschrieben was das für ein Idiot sei aber sie hat es auf so eine unsentimentale analytische Art."
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    "text": "in ihrer Biografie gibt's eine Passage wo sie darüber redet wie er das Deutsch ruiniert hat."
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    "text": "Ich meine, er hat ihre Familie umgebracht."
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    "text": "und worüber schreibt sie?"
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    "text": "dass er die Schönheit der deutschen Dialekte einfach gleich gemacht hat mit seiner furchtbaren Ausdrucksweise."
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    "text": "also das war so."
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    "text": "sie hatte sehr sehr getrennt und die hatte glaube ich so viel Furchtbares in ihrem Leben erlebt dass sie beschlossen hat sie kann damit nur leben wenn sie das zumacht und verschließt und auch und das war eigentlich immer ihre Haupttrieb feder um es von den Menschen, die sie lieb hat, fernzuhalten."
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    "text": "Also wie du richtig sagst, ihr habt ihrem eigenen Mann nichts von ihrer Krankheit erzählt."
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    "text": "Als ich mal eine Operation hatte, hat's ihrem Mann nix davon gesagt."
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    "text": "Er sagte zu ihm, ich muss ins Krankenhaus und seine Frau in Sachen freut nicht nach."
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    "text": "Ich meine, die hat ja so viele Stationen durchgemacht wo andere zerbrechen."
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    "text": "also er sagt diese Kindheit der Tod ihrer Mutter oder dann auch als Orchester Musikerin."
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    "text": "Ich mein als einzige Frau zwischen achtzig Männern."
  },
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    "text": "Sie hat dann so geschützt, sie hat sich den Rinozeros-Panzer des Maskottchens zugelegt."
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    "text": "Also was die sich immer beweisen müssen und jetzt kommen vielleicht zur Literatur das war auch ihr Schutz mit der Art umzugehen wie sie nie die Anerkennung bekommen hat, die hier eigentlich zugestanden hätte."
  },
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    "end": 1698.82,
    "text": "Und sie hat es immer sehr ironisch betrachtet."
  },
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    "end": 1707.86,
    "text": "also sie hat immer von sich selber gesagt ich bin eine erstklassige Schriftstellerin zweiter Güte Sie war eine erste Geschriftstellerin, erster Güte."
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    "text": "Aber sie war halt eine Schriftstelerin."
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    "text": "die Leichtigkeit mit der sie geschrieben hat und der Erfolg den sie gehabt hat."
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    "text": "Der war natürlich den damaligen, ich sag's jetzt wie es ist Penissen ein irrsinniger Dorn im Auge noch dazu einer Frau, die sich auch nie... Großer hatte ich an ihr."
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    "text": "Das war für die damalige Zeit sehr unüblich, die hat sich nie auf diese ganzen Spielchen eingelassen."
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    "text": "Auf dieses Ganze verführen und verführt werden... Ich glaube"
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    "text": "sie hat also ihre kleine Liebschaften."
  },
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    "text": "in der Videografie, die ich gelesen habe, liest man schon heraus dass es so den einen oder anderen flört oder mehr hatte."
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    "text": "aber auch das war mit einem unglaublichen Pragmatismus verbunden."
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    "text": "Da hatte sie das, das war schön."
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    "text": "Dann hat sie Hots gefunden und dann natürlich der Ehemann bleibt immer die Kinder."
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    "text": "Das war so ihre Konstante."
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    "text": "also ich glaube da hatte sie auch schon so ihren Spaß dazwischen."
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    "text": "aber es war einmal ganz klar das Family First und dann ..."
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    "text": "Die hat denn richtig geliebte... Es gibt ja eine ganz witzige Anekdote."
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  {
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    "end": 1781.3,
    "text": "Sie hat ein Buch geschrieben das ist noch das autobiografischste Marion wo sie eine Frau schildert die nicht weiß, ob ihre Kinder vom Mann oder vom Liebhaber kommen."
  },
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    "text": "Das war aber nicht autobiografisch."
  },
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    "text": "Sie hatte schon so ihre paar Liebschaften gehabt, aber grundsätzlich hat sie ihren Mann irrsinnig geliebt und wie gesagt in dieser Marion hat diese Frau diesen Zwiespalt, aber das waren nicht ihre eigene Geschichte."
  },
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    "text": "jetzt wurde sie natürlich weil der Rest des Romans mit ihrer eigenen Biographie so ähnlich ist von der Times dann gefragt Entschuldigung Frau Baum haben sich das auch erlebt haben sie auch nicht gewusst ob die Kinder von ihrem Mann sind oder von ihrem Liebhaber."
  },
  {
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    "text": "Und dann war sie ganz empört und hat gesagt, was soll denn die Frage?"
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    "text": "Natürlich weiß ich von wem meine Kinder sind!"
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  {
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    "end": 1826.2,
    "text": "Und zwar natürlich von meinem Mann – da gibt es überhaupt keinen Zweifel – und er hat halt die Time damals einen riesigen Artikel über sich gebracht mit der Überschrift «Wie gebauen Sie, weiß von wemen Ihre Kinder sind»."
  },
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    "end": 1837.18,
    "text": "Ihr Mann war damals gerade auf Konzertreise und hat irgendwo in Paris dieses Time gesehen mit Vicky Baum, sie weiß von wem ihre Kinder sind."
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  {
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    "text": "Aber"
  },
  {
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    "text": "scheiße auch relativ cool muss ich sagen."
  },
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    "end": 1852.58,
    "text": "Das erzählt dann viel über die Ehe, er hatte dann sofort ein Telegram geschickt, geliebte Danke für die Ehre... ...für das öffentliche Bekenntnis!"
  },
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    "end": 1857.54,
    "text": "Und ich habe es glaube ich Die haben es, glaub ich, wahnsinnig lustig gehabt."
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    "text": "Ich glaube auch, sie waren ein gutes Team."
  },
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    "text": "Und sonst wärs ja nicht beim Geblieben, weil ... Sie hätten ja nicht müssen, sagen wir so?"
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  {
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    "text": "Weil wir vorher über den Tod geredet haben, dass sie in der Küche gestorben ist war die komplette Ironie, weil sie hat sich nie als Hausfrau gesehen."
  },
  {
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    "text": "Also sie wuchs sehr auf in einer Welt, in der man für sowas Bedienste hatte und sie hat erzählt, egal wie arm sie damals war vor dem Zweiten Weltkrieg, sie hat immer Mädchen gehabt."
  },
  {
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    "text": "also Also da hat sie schon auch für heute total wichtig prioritisiert."
  },
  {
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    "text": "Das hat jemand andere gemacht und sie hat das schon überwacht, was Wichtig ist... ihr ist nicht viel Anteil am Leben ihres Hauspersonals genommen, was für die damalige Zeit überhaupt nicht üblich war."
  },
  {
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    "end": 1915.26,
    "text": "Und das wiederum merkt man dann in den Romanen weil sie hatte zum Beispiel über so Themen wie Abtreibung, über unehrliche Kinder geschrieben mit einer irrsinnigen Empathie."
  },
  {
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    "text": "und woher wusste du das?"
  },
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    "end": 1927.96,
    "text": "Also der hat da mal ein Mädel zu eine Dienstbotin, die schwanger geworden ist Und dann versucht hat, das abtreiben zu lassen und halt quasi fast bei ihr Zuhause verblutet ist."
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  {
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    "end": 1928.62,
    "text": "Ja."
  },
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    "text": "Die hat Irrsinn, die hat an die Hartz-Rechnungen natürlich bezahlt für dieses Mädel und sich sehr verantwortlich gefühlt."
  },
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    "start": 1934.52,
    "end": 1939.6,
    "text": "Das ist eine der Gründe, warum sie so eine irrsinnige Tiefe in der Erzählung hat."
  },
  {
    "start": 1939.74,
    "end": 1956.2,
    "text": "Es war eine Frau, die zwar aus der oberen Gesellschaft Schicht gekommen ist, die aber nichts darauf sich eingebildet hat, sondern im Gegenteil ... die kreditwürdigen Aspekte immer sehr gesehen hat, also wie zum Beispiel da Frauen entrechtet wurden."
  },
  {
    "start": 1956.3,
    "end": 1958.62,
    "text": "Das war etwas was sie ganz problematisch gesehen hat."
  },
  {
    "start": 1959.28,
    "end": 1963.08,
    "text": "Die hatte keine Angst vor Menschen mit anderen Hintergründen gehabt."
  },
  {
    "start": 1963.12,
    "end": 1965.88,
    "text": "Die war total offen und interessiert an allen!"
  },
  {
    "start": 1966.0,
    "end": 1970.8,
    "text": "Und das schreibt sie auch... ...die Grundvoraussetzung fürs Schreiben ist Neugier."
  },
  {
    "start": 1971.14,
    "end": 1972.62,
    "text": "Und die war wahnsinnig neugierig."
  },
  {
    "start": 1973.36,
    "end": 1974.5,
    "text": "Was Reisen angeht ich mir?"
  },
  {
    "start": 1974.54,
    "end": 1978.02,
    "text": "Die war ja eines ihrer tollsten Bücheres ist Liebe und Tod auf Bali."
  },
  {
    "start": 1979.08,
    "end": 1986.38,
    "text": "Ihr seid nicht präzise recherchiert, ein toller Roman über die Zerstörung von Tradition durch eine fremde Macht."
  },
  {
    "start": 1988.18,
    "end": 1990.7,
    "text": "Den hat sie in den Dreißigern geschrieben, da war sie auf Bali."
  },
  {
    "start": 1991.82,
    "end": 1993.78,
    "text": "Die war so neugierig und ist herumgereist."
  },
  {
    "start": 1993.82,
    "end": 2007.18,
    "text": "Sie hat sich alles angeschaut, die hat alle Leute befragt und bequatscht ... Insofern ist es total absurd, dass sie über die Psychologie schimpft, weil gleichzeitig hat sie ja nie was anderes gemacht!"
  },
  {
    "start": 2008.08,
    "end": 2013.38,
    "text": "Und natürlich auch schon einer der Ersten, die wirklich ihren Blick auf die Frauen gerichtet hat."
  },
  {
    "start": 2013.56,
    "end": 2014.44,
    "text": "Nicht wie du sagst?"
  },
  {
    "start": 2014.62,
    "end": 2019.86,
    "text": "Das Tollste an ihr ist... Sie hat das nicht als mutig, sondern als selbstverständlich gesehen."
  },
  {
    "start": 2020.46,
    "end": 2023.2,
    "text": "Also so überklassend dünkel was darf man?"
  },
  {
    "start": 2023.82,
    "end": 2025.14,
    "text": "Das war hier völlig wurscht!"
  },
  {
    "start": 2025.3,
    "end": 2033.78,
    "text": "Ja sie hat einfach geschaut was ist interessant und vor allem was sie halt schon hatte Und das wurde ihr ja klar auch immer sehr negativ ausgelegt."
  },
  {
    "start": 2034.34,
    "end": 2036.36,
    "text": "Sie hat ein irrsinniges Verständnis dafür gehabt."
  },
  {
    "start": 2036.78,
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    "text": "Was interessiert die Leute?"
  },
  {
    "start": 2038.1,
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    "text": "weil?"
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  {
    "start": 2038.36,
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    "text": "was sind gesellschaftliche Probleme?"
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  {
    "start": 2040.12,
    "end": 2042.04,
    "text": "was sind Gesellschaftlichen Verwerfungen?"
  },
  {
    "start": 2042.58,
    "end": 2045.88,
    "text": "Das hat sie halt gesehen und ich meine auch Menschen im Hotel."
  },
  {
    "start": 2046.52,
    "end": 2050.159,
    "text": "ist ein Roman über die zusammenbrechende Welt, ja."
  },
  {
    "start": 2051.159,
    "end": 2057.26,
    "text": "Über eine Welt in der Erwerbsmodelle, in der Biografien so nicht mehr funktionieren in den Zwanzigern."
  },
  {
    "start": 2058.02,
    "end": 2067.44,
    "text": "Die Prima Ballerina, die einfach alt wird, die nicht mehr die Strahlköft von früher hat, Buchhalter, der auch was erleben will."
  },
  {
    "start": 2067.52,
    "end": 2069.04,
    "text": "Also diese Übergänge im Menschen."
  },
  {
    "start": 2069.199,
    "end": 2070.12,
    "text": "Das hat sie gesehen!"
  },
  {
    "start": 2070.76,
    "end": 2075.96,
    "text": "Das ist ein Thema und deswegen wurde das so erfolgreich, weil sie ein irrsinniges Gespür hatte."
  },
  {
    "start": 2077.219,
    "end": 2079.699,
    "text": "Weil wir darüber geredet haben ihre literarische Bewertung."
  },
  {
    "start": 2080.199,
    "end": 2084.639,
    "text": "Ihren ersten Literaturpreis hat ihr Thomas Mann zugesprochen."
  },
  {
    "start": 2084.679,
    "end": 2085.08,
    "text": "Ja,"
  },
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    "start": 2085.159,
    "end": 2085.719,
    "text": "spannend."
  },
  {
    "start": 2085.76,
    "end": 2095.34,
    "text": "Es kann seine tolle Geschichte... Über Nacht am kranken Bett ihres Mannes, eine Kurzgeschichte geschrieben für einen Wettbewerb des kölnischen Anzeigers oder so."
  },
  {
    "start": 2096.179,
    "end": 2120.96,
    "text": "Hat ihn dann eingeschickt mit Eilboten hat das wieder vergessen und der Jury saß Thomas Mann vor und was wichtig war man durfte nur anonymisiert einreichen Und dann hat sie den Hauptpreis bekommen und es war einer riesenging also das war auch eine unvorstellbare Summe die damals den Startschuss gegeben hat zu sagen, ich bin jetzt die Familie einer nähererin."
  },
  {
    "start": 2121.06,
    "end": 2134.82,
    "text": "Ich entscheide jetzt das wir nach Berlin übersiedeln und selbst wenn es bedeutet dass sich dann bei Ulstein eine Sekretärin werden muss, ich entscheide das jetzt weil ich habe den Sicherheitsbolster und mein künstlerisch feinfülliger Mann soll sich dann in Berlin was suchen!"
  },
  {
    "start": 2135.94,
    "end": 2137.54,
    "text": "Das darf man auch nicht vergessen."
  },
  {
    "start": 2137.6,
    "end": 2140.86,
    "text": "Sie hat dann ab einem gewissen Punkt die Entscheidungen in der Familie getroffen."
  },
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    "text": "Absolut, sie ist ja auch alleine nach Amerika vorgefahren und hat dort das Haus gekauft, sich alles auf die Beine gestellt."
  },
  {
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    "text": "Und dann durfte der Mann nachkommen und die Kinder... Also es war wirklich sehr emotional."
  },
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    "text": "Patore schon damals, also genial!"
  },
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    "text": "Aber das gleichzeitig?"
  },
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    "end": 2162.66,
    "text": "Obwohl sie ja ... Eigendarstellung sich immer als Hausfrau und Mutter gesehen hat."
  },
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    "text": "Ja,"
  },
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    "text": "überhaupt!"
  },
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    "end": 2168.1,
    "text": "Sie hatte ein ganz schlichtes Büro wirklich wo nur eine Karle Wand war, ein ganz schlechter Tisch."
  },
  {
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    "end": 2179.32,
    "text": "was sie geschrieben hat um sich nicht ablenken zu lassen aber dargestellt dann in den Zeitungen hat es sich in solchen voluminösen überdekorierten Zimmern in so prachtvollen Outfits."
  },
  {
    "start": 2179.4,
    "end": 2184.7,
    "text": "also sie hat da schon auch ein bisschen gespielt mit dieser Wahrnehmung der Realität."
  },
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    "end": 2188.32,
    "text": "ja ich würde aber auch sagen sie wusste was es braucht."
  },
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    "end": 2195.66,
    "text": "Ja, sie hat sich dann gedacht, ich muss mich irgendwie so ... Man will von mir diesen gewissen Stardom sehen und den liefer ich denen"
  },
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    "end": 2196.72,
    "text": "halt wieder so auf die Rille?"
  },
  {
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    "end": 2201.94,
    "text": "Ich glaube Sie hat selber genau gewusst niemand will eine Hausfrau am Küchendisch sehen mit der Schreibmaschine."
  },
  {
    "start": 2203.6,
    "end": 2206.08,
    "text": "Die wollen den Glamour also gebe ich Ihnen den Glimmer!"
  },
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    "end": 2207.8,
    "text": "Und sie war ja eben da so schmerzbefreit."
  },
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    "end": 2209.88,
    "text": "Es gibt doch ein Foto von ihr."
  },
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    "end": 2211.12,
    "text": "das habe ich leider nicht mit."
  },
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    "end": 2214.74,
    "text": "Das hat sie anfertigen lassen mit Anfang zwanzig."
  },
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    "end": 2221.56,
    "text": "Da war sie gerade frisch geschieden von dem Max Prells und war so bettelarm, dass sie beschlossen hat, sie wird jetzt Konkubine!"
  },
  {
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    "end": 2237.84,
    "text": "Und da haben Sie halt in seinem Fotostudio vor so einem orientalischen Hintergrund so ein ganz laszives sexy Foto machen lassen um halt dann damit quasi die reichen Liebhaber anzuwerben."
  },
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    "end": 2246.8,
    "text": "Und dann hat sie das halt versucht, einen Vermittler in die Hand zu drücken und der hat sich nur ausgelacht."
  },
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    "text": "Was willst du Grünes?"
  },
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    "text": "Das ist ja überhaupt nichts für dich!"
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    "text": "Dann hat sie beschlossen, er stimmt eigentlich, dass es wirklich nicht ihre Stärke, die weiblichen Lassziefen reizen."
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    "text": "Und dann hatte sie halt einfach wieder Hafe unterrichtet."
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    "text": "Aber ich sehe, das sind diese völlige ... Uneitelkeit, die sie hatte."
  },
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    "text": "Ich meine das ist halt schon noch etwas ein bisschen tragisch, dass ich glaube, Sie hat Ihre Eitelkeit einfach immer unterdrückt weil sie gemerkt hat, es hat in Ihrem Leben keinen Platz."
  },
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    "text": "Weil sie war wahnsinnig gescheit."
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    "text": "Also das"
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    "text": "wusste"
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    "end": 2283.2,
    "text": "sie, dass sie besser ist als Ihr Ruf."
  },
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    "end": 2285.92,
    "text": "Sie wusste, dass Sie mehr kann als man von ihr glaubt."
  },
  {
    "start": 2285.98,
    "end": 2292.64,
    "text": "Sie war da uneitel... sicherlich auch als eine gewisse Überlebensstrategie, aber nochmal um zur Hausfrau zurückzukommen."
  },
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    "start": 2293.38,
    "end": 2297.52,
    "text": "Man darf nicht vergessen sie hat einfach einen anderen Begriff von der Hausfraug gehabt."
  },
  {
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    "end": 2302.42,
    "text": "Sie hat glaube ich im tiefsten Inneren diese feste Überzeugung gehabt."
  },
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    "end": 2306.0,
    "text": "Männer sind so schwach man muss die anleiten."
  },
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    "end": 2308.84,
    "text": "Du, wenn wir jetzt kommen zu Pragmatismus."
  },
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    "start": 2310.04,
    "end": 2317.62,
    "text": "Deine Figur in deinem neuesten Roman Angelica Moser ist ja auch ziemlich pragmatisch, wenn man das dann so sieht oder siehst du das nicht so?"
  },
  {
    "start": 2318.44,
    "end": 2328.94,
    "text": "Doch die ist schon eine Figur wie gebaut im Tradition weil ich glaube dass wir mehr solche Figuren eigentlich in der Popkultur und Literatur brauchen."
  },
  {
    "start": 2329.7,
    "end": 2331.16,
    "text": "Das entspricht ja auch der Realität."
  },
  {
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    "end": 2334.6,
    "text": "Die meisten Frauen heute sind pragmatisch."
  },
  {
    "start": 2334.76,
    "end": 2348.84,
    "text": "Also die meisten Frauen versuchen in dieser unendlichen Tausendfachbelastung, die ja die Gesellschaft von uns erwartet auf eine pragmatische Art durchzukommen und ich meine weibliche Eitelkeit hat in unserer Gesellschaft überhaupt keinen Platz mehr."
  },
  {
    "start": 2349.54,
    "end": 2356.5,
    "text": "Und meine Figur ist jemand, der sich auch entscheidet entgegen aller Widerigkeiten ihr Schicksal selber in die Hand zu nehmen."
  },
  {
    "start": 2357.34,
    "end": 2366.86,
    "text": "Das macht sie zu einer totalen Wikibom-Figur weil das sind alles handelnde Figuren während im Vergleich halt die Weltliteratur Frauen ja oft erzählt als die armen Opfer."
  },
  {
    "start": 2367.28,
    "end": 2375.04,
    "text": "Ich selber mag halt nur diese Frauen da Wikibomb so gern, die einfach handeln und die meistens nicht gut sind."
  },
  {
    "start": 2375.84,
    "end": 2378.48,
    "text": "Mein absoluter Lieblings-Roman, hast du den gelesen?"
  },
  {
    "start": 2378.92,
    "end": 2380.3,
    "text": "Vor Rehen wird gewarnt."
  },
  {
    "start": 2381.3,
    "end": 2382.18,
    "text": "Oh, da musst du lesen!"
  },
  {
    "start": 2382.68,
    "end": 2384.82,
    "text": "Der ist so toll... Okay, vor"
  },
  {
    "start": 2386.48,
    "end": 2386.82,
    "text": "Rehen"
  },
  {
    "start": 2386.96,
    "end": 2393.72,
    "text": "werden gewarnt und mein absoluter Einstiegs-Tipp für wie gebombene Literatur ist vor Rehnwirt gewarnt."
  },
  {
    "start": 2394.5,
    "end": 2394.88,
    "text": "Warum?"
  },
  {
    "start": 2395.02,
    "end": 2400.18,
    "text": "Weil der so dermaßen aktuell ist erzählt die Geschichte einer Nazistin."
  },
  {
    "start": 2400.96,
    "end": 2410.56,
    "text": "Er erzählt die Geschichte einer Frau So in sich selber verliebt, von sich selbst überzeugtes Borderline-Störung hat mit ziemlicher Sicherheit."
  },
  {
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    "end": 2421.84,
    "text": "Also diese Frau geht durchs Leben indem sie täuscht, betrug ihre liebsten Menschen ausnutzt, verrät, verführt um weiterzukommen."
  },
  {
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    "end": 2435.3,
    "text": "also die hat überhaupt kein Gewissen wenn man so will und das ist ein so großartiges Psychogramm dieser nazistischen Gesellschaft, das sie da bietet obwohl der Roman vor hundert Jahren angesiedelt ist."
  },
  {
    "start": 2435.4,
    "end": 2435.52,
    "text": "Aber"
  },
  {
    "start": 2435.56,
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    "text": "auch noch immer sehr aktuell?"
  },
  {
    "start": 2437.94,
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    "text": "Wahnsinnig aktuell!"
  },
  {
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    "end": 2450.1,
    "text": "Vor allem ich meine es... Das sind jetzt gerade die Sachbuch-Bestsellerlisten, sind ja voll mit Büchern zum Thema Nazismus und wir alle reden sehr viel über Borderline Störungen und das ist ein großartiger wie Gebäumsozählkunst."
  },
  {
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    "text": "man mag die trotzdem"
  },
  {
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    "end": 2455.12,
    "text": "Und das muss ich dir jetzt schnell sagen."
  },
  {
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    "end": 2459.78,
    "text": "Das ist mir bei deinem Roman so aufgefallen, also ich habe ihn wirklich verschlungen in dein Buch."
  },
  {
    "start": 2460.28,
    "end": 2468.72,
    "text": "Man hat so eine Sympathie gegenüber dieser Angelika Mosa die ganze Zeit und man denkt sich am Ende Okay, jetzt hat man sich erwischt."
  },
  {
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    "text": "Ach warum?"
  },
  {
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    "end": 2471.78,
    "text": "Das war eh nicht so schlimm!"
  },
  {
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    "end": 2474.2,
    "text": "Und das ist irgendwie dieses Nicht-."
  },
  {
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    "end": 2479.94,
    "text": "und auch was du gesagt hast, dass das machst du ja auch so gut in deinem Roman, dass du sie niemals in die Opferrolle bringst."
  },
  {
    "start": 2480.02,
    "end": 2482.02,
    "text": "Ihr passieren ja eigentlich wirklich furchtbare Dinge."
  },
  {
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    "end": 2489.08,
    "text": "Alleinerziehende Mutter... nicht, dass es furchttbar ist aber ich meine, das ist eine größte Herausforderung überhaupt."
  },
  {
    "start": 2489.16,
    "end": 2490.18,
    "text": "und dann noch alleine."
  },
  {
    "start": 2490.82,
    "end": 2496.78,
    "text": "Sie kommt aus so schweren Verhältnissen und trotzdem ist sie niemal ein Opfer sondern eben sie Sie"
  },
  {
    "start": 2496.86,
    "end": 2497.68,
    "text": "macht, sie tut."
  },
  {
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    "end": 2500.46,
    "text": "Sie ist einfach eine extrem starke"
  },
  {
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    "text": "Frau.\"."
  },
  {
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    "end": 2506.1,
    "text": "Und das finde ich, was so ... eben dieses Vickybaum-Ewe du gesagt hast."
  },
  {
    "start": 2506.14,
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    "text": "Deswegen find ich das bei diesem Buch besonders stark."
  },
  {
    "start": 2508.78,
    "end": 2524.8,
    "text": "Tatsächlich hab die Vickybaum auch in den letzten Jahren wieder neu entdeckt und habe mich zu schreiben begonnen hat, mich viel zu stark an männlichen Autoren orientiert weil das damals war, was alle irgendwie für literarischen Goldstandard gehalten haben."
  },
  {
    "start": 2525.42,
    "end": 2527.88,
    "text": "Und jetzt ist in den letzten Jahren, hab ich sie wieder so entdeckt."
  },
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    "start": 2528.48,
    "end": 2541.1,
    "text": "Weil sie ja auch Literatur schreibt für Frauen im Sinne von ... und nicht Frauen im Sinn von biologisches Geschlecht, sondern was ist denn der große Unterschied zwischen jetzt in unserem Alter Leserinnen- und Lesern?"
  },
  {
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    "end": 2545.04,
    "text": "Wir nehmen uns die Zeit zum Lesen ja meistens viel mühsamer!"
  },
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    "end": 2559.72,
    "text": "Wir haben Kinder, wir haben Jobs, wir ham diverseste soziale Verpflichtungen... Ich mein, die meisten Frauen, die ich kenne wenn sie lesen sind sie müde weil sie entweder endlich einmal einen Wochenende allein haben oder am Abend und die Kinder schlafen, oder sind außer Haus."
  },
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    "end": 2568.62,
    "text": "Meine Erfahrung ist, dass du halt in so einem Zustand der halben Müdigkeit der Überschöpfung... Du brauchst etwas was schon auf Spannung geschrieben ist!"
  },
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    "text": "Ja das dich"
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    "end": 2575.14,
    "text": "abholt, das auch unterhält es kann ja trotzdem wertvoll gehaltvoll sein und gleichzeitig Unterhalten."
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    "text": "Bei Deine Buch habe ich wirklich große Lachkrömpfe gehabt, weil bei den Wieneräuschen aussprüchend ich natürlich schon dann verstanden hab aber die Kombination also wirklich absolut genial!"
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    "end": 2592.42,
    "text": "Du hast ja das Buch nach einer Wahnbegebenheit geschrieben und hast ja auch diese Person interviewt, diese Dame der wirklich Geld..."
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    "text": "Nein, hab' ich gar nicht"
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    "text": "Hab ich gar nicht."
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    "text": "Du bist auch eine Schwindlerin, wie"
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    "text": "Vicky Baum!"
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    "text": "Vicky hat ihr ja auch behauptet sie habe als Zimmermädchen in einem Hotel gearbeitet und hat diese ganzen Hotellernekdoten aus Menschen im Hotel natürlich aus eigener Erfahrung."
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    "text": "das fand ich so cool."
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    "text": "also ich meine auch interessant, dass sie das gemacht hat."
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    "text": "Weil sie natürlich gemerkt hat, dass du dich als Frau ja immer dreimal rechtfertigen musst."
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    "text": "Das kennst Du ja wahrscheinlich auf allem Künstlerinnen."
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    "text": "Wir Künstlern können nicht wie unsere männlichen Kollegen uns hinsetzen und uns feiern lassen weil wir so großartig sind."
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    "text": "Wir haben ja immer einen Rechtfertigungstruck."
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    "text": "Das wirst du wahrscheinlich auch kennen, dass du permanent gefragt wirst."
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    "text": "Dann fragst du deine männlichen Kollegen die noch nie gefragt wurden!"
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    "text": "Ja das ist eine große Double Standard Geschichte muss man sagen zwischen Frauen und Männern."
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    "text": "Ja"
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    "text": "und da Vicky Baum glaube ich war das sehr bewusst habe ich dann einfach auch gemacht Ich hab dann halt auch eine Autorin..."
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    "text": "Das heißt du hast nur diesen Zeitungsartikel gelesen mit der Geschichte und der Rest des einfach wirklich in"
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    "text": "deiner Fantasie"
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    "text": "entsprungen."
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    "text": "Ah, faszinierend!"
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    "text": "Weil man will sofort glauben dass das stimmt."
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    "text": "Das habe ich schon auch von der WIG-Bauern gelernt."
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    "text": "Die Realität ist ja nicht so interessant wie das was du daraus machen kannst weil da hat sie immer wieder selber gesagt die Realität Die Realität darf Dinge, die dürfen wir in der Kunst nicht."
  },
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    "text": "Weil wir müssen immer erklären."
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    "end": 2704.32,
    "text": "Wir Künstlerinnen müssen immer etwas glaubhaft machen und vom Künstlernen noch mehr als künstler."
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    "text": "Männliche Autoren können zum Beispiel in der Figur und Psychologie rumschlamppen Und dann werden die Leserinnen, ich meine, eighty-fünf Prozent aller Menschen, die Bücher konsumieren sind Frauen."
  },
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    "end": 2715.7,
    "text": "Ja"
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    "end": 2719.14,
    "text": "ja ganz stark, eighty fünf Prozent sind also von Literatur."
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    "text": "Also die Literatur wird von LeserInnen gelesen."
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    "text": "Die meisten Bücher werden von Männeren geschrieben."
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    "text": "Fünfundsechzig Prozent glaube ich ab Horn und fünfundreißig weiblich."
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    "text": "Buchhandel sind wirklich zweihundertsich Prozent Frauen und acht Prozent Männer."
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    "text": "Bibliothekarwesen ähnlich und Verlage, Mitarbeiter."
  },
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    "text": "Achtzig Prozent weiblich, Verleger."
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    "text": "Ninzig Prozent männlich."
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    "text": "also das"
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    "text": "sind so ..."
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    "text": "Ja ja es ist so."
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    "text": "nicht diese Double Standards wie du sagst Und die meisten Frauen wollen einfach doch irgendwo reingezogen werden weil dieser Zeit die sie haben so viel kostbarer ist Weil du einfach soviel mehr Verpflichtungen hast als Frau."
  },
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    "end": 2767.72,
    "text": "ganz egal ob du Kinder hast oder nicht Du hast immer mehr Verpflichtungen."
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    "text": "Aber"
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    "text": "Ich finde, das ist doch der Anspruch an die Literatur."
  },
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    "text": "Es kann so klug wie nur möglich geschrieben sein am Ende musst abgeholt werden mit einer verspannenden Geschichte."
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    "text": "Es muss irgendwie ... du musst in die Figur hineinkommen und manche Bücher können das und manchen können das nicht."
  },
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    "text": "Punkt!"
  },
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    "text": "Absolut aber weil eben die Literaturen so viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte von Männern geschrieben wurde Und dann irgendwann, die Frauen auch begonnen haben zu schreiben."
  },
  {
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    "end": 2811.92,
    "text": "Aber mehr das was Leserinnen lesen wollen, kam dann irgendwann diese Unterscheidung zwischen dem was edel ist ja was da gelehrte im Caféhaus also es ist in Österreich ja ganz stark auch durch diese Caféhaustradition."
  },
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    "start": 2812.08,
    "end": 2847.12,
    "text": "Ja weißt du das waren ja alles Adelige die Zeit hatten Das waren alles Erbenbubis Die so viel Geld hatten die konnten natürlich im Kaffeehaus sitzen und dieser anspruchsvolle künstlerisch sehr verkopfte Literatur dann miteinander diskutieren, eschefrieren während die Frauen, die am Heimweg waren in der Straßenbahn stundenlang oder die halt irgendwie gerade mal nach dem ganzen Tag Hausarbeit noch eine Stunde zum Lesen hatten natürlich nicht diese Aufmerksamkeitsfülle hatten."
  },
  {
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    "end": 2857.12,
    "text": "Diese Möglichkeiten und daher kommt diese Unterscheidung von eh und du weil natürlich dieser männlich geprägt Literaturbetrieb dann sein persönliches Revier verteidigen musste."
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    "end": 2859.06,
    "text": "und was zum Beispiel heutzutage?"
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    "text": "wir sind theoretisch drüber hinweg, theoretisch."
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    "end": 2870.96,
    "text": "mit diesem Bücherherbst Ein paar Bücher von Männern, die sehr erfolgreich sind."
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    "end": 2882.08,
    "text": "Wo ich mir zu hundert Prozent sicher bin, wenn das eine Frau geschrieben hätte dann wäre es ganz anders gestaltet sondern so mit Rosatönen und dann fände es sich da irgendwo in dieser Frauenunterhaltung wieder."
  },
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    "end": 2887.98,
    "text": "Das ist nach wie vor ein total arges Problem aber es wird besser!"
  },
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    "end": 2904.22,
    "text": "Und ich glaube auch... Die Wikibaum-Renaissance wird gerade erleben also dass wieder ihre Sachen mehr gelesen oder besprochen Werden liegt daran, dass einfach die Leserinnen mehr Selbstbewusstsein haben und sagen okay ich muss mich jetzt nicht am Abend mit dem neuesten Hand gequälen."
  },
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    "text": "Ich kann auch ein gutes Buch lesen."
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    "text": "Ja, so."
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    "text": "Also es ist halt diese ganze Unterhaltung."
  },
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    "end": 2917.78,
    "text": "Die Wiggebaum war smart genug um zu wissen Es bringt nichts sich darüber aufzuregen."
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    "text": "also das war ja überhaupt Thema ihres Lebens."
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    "text": "Es bringt nix zu bereuen, sich aufzuregen Zu hadern."
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    "text": "Das bringt mich nicht vorwärts."
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    "text": "Hardest du manchmal damit mit diesem ... Wenn man einen versucht in die U-Unterhaltung hinein zu quetschen oder versucht irgendwie so wie du eben jetzt gerade gesagt hast, dass viele Dinge für Frauen einfach viel schwieriger sind noch dazu auch wenn man dann Mutter wird."
  },
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    "text": "Hardst du damit?"
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    "text": "oder hast du da für dich jetzt auch schon langsam sagst du Geht's alle scheißen, ich mach mein Ding."
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    "text": "Also es gibt schon wieder ... Es gibt immer wieder Momente wo ich mich wirklich an den Kopf greif."
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    "text": "Aber gleichzeitig merke ich dass das jetzt schon um einiges besser ist als vor fünfzehn Jahren war."
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    "text": "und ich hab so das Gefühl da gehen alle in eine richtige Richtung."
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    "text": "Ich habe halt auch zu hardern aufgehört als ich festgestellt habe... Ich hab's schon schwieriger."
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    "text": "also vor allem ... Du hast das auch schwerer Das is einfach so."
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    "text": "Ja Dann weiß ich natürlich gleichzeitig Den Roman, den ich gerade geschrieben hätte, hätte ein Mann nicht schreiben können."
  },
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    "end": 2995.16,
    "text": "Weil diesen Druck unter dem wir Frauen einfach leben und denen dann die Leserinnen ja auch irgendwo wiedererkennen, den kennt einen Mann nicht, den versteht einem Mann nicht."
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    "text": "Und das finde ich gelingt dir so gut in deinem Roman dass die Figuren in sich immer logisch sind."
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    "end": 3012.12,
    "text": "also der eine der schafft es halt nicht er wird gerne irgendwie ein besserer Vater sein aber er packt Die Mutter will irgendwie, sie kann nicht."
  },
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    "text": "Also einfach so diese in sich logische Figurenführung, die gelingt dir so gut und das ist auch etwas was Vicky Baum so gut eben geschafft hat wahrscheinlich weil du ja auch eine gute Beobachterin bist."
  },
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    "end": 3031.42,
    "text": "Was ich schon noch von ihr total stark lerne isst Du musst dein eigener strengster Kritiker sein."
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    "text": "Ich weiß nicht, wie du das Handhabst mit dir selber."
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    "text": "Weil wenn man sich beginnt damit zufrieden zu geben, dass eine Geschichte einfach nur gut erzählt ist oder ein Lied jetzt gut interpretiert ist dann ist es eh gut."
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    "text": "Aber dann wird es nicht herausstechen."
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    "text": "und wir leben in einer Welt, in der so viele tolle Kunstwerke gibt."
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    "text": "Dass man einfach nur mit dem halben nicht weiter kommt und ich meine was uns glaube auch beide verbindet wie wir sind in einer Branche, in die so viel Konkurrenz gibt und auch Konkurrenz durch andere Medien."
  },
  {
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    "end": 3091.56,
    "text": "Es ist ein extrem hoher Druck, große Konkurrents und die Sozialmedien machen es einem vermeintlich einfacher weil man kann sich ja quasi hier präsentieren aber ist ein unenormer Druck auch durch diese soziale Medien."
  },
  {
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    "text": "Das ist aber irgendwie das Lustige an den Damen der zwanzigern Die hatten das ja auch Weil dort die aufkommende Fotografie und ich meine die haben ja auch erlebt Massenmedien, Hysterie im aufkommenden Radio."
  },
  {
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    "end": 3108.12,
    "text": "Aber auch damals die große Zeit des Prinz."
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    "end": 3124.14,
    "text": "Die haben verstanden, sie müssen da mitspielen und die, die wir kennen sind ... die dann gesagt haben okay ich lasse mich fotografieren Und wie du erzählst das Fotofigibbaum gibt es ja die absurdesten Bilder damit irgendwelchen Fuchsauen und so weiter und Diamanten behangen."
  },
  {
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    "text": "Das war halt die damalige Ästhetik und wir haben eine andere."
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    "text": "tatsächlich ist es halt irgendwie so, dass jederzeit ihre Spielregeln hat und man muss das nicht machen."
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    "text": "Aber was ich halt schon einfach merke... Du darfst dann auch nicht beleidigt sein wenn du eine gewisse Reichweite nicht mehr erreichst!"
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    "text": "wir leben in einer Medienwende."
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    "text": "Wie kriegt man das Publikum zu den Live-Auftritten schon ganz?"
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    "text": "Sie motivieren zu kommen, können wir eh nicht."
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    "text": "Das müssen sie selber entscheiden."
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    "text": "aber ich finde es ist ja schon ganz banal dieses Wand tritt jemand auf."
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    "text": "also zum Beispiel ich kriege mit wo du wann auftrittst über deine Instagram Kanäle und das ist bei den meisten Künstlerinnen die ich schätze."
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    "text": "ich nehme dass er selber über Instagram war obwohl ich ganz brav den Fall da abonniert habe und theoretisch auch noch das Konzertprogramm drinnen hätte."
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    "text": "Ich glaube das Wichtige ist für unsere Generation Wir müssen so machen wie die damals vor hundert Jahren."
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    "text": "Wir müssen sehen, das ist ein Spiel."
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    "text": "Wenn du dir diese durch inszenierten Fotos wie Gebäum anschaust dann lernt man halt... Man kann doch damit spielen!"
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    "text": "Und man kann dann auch entscheiden Wie will ich mich"
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    "text": "Und sie hat sich bewusst dafür entschieden sich ganz anders zu präsendieren als sie eigentlich gelebt hat weil wie gesagt Karre, kleine Schreibhöhle mit der weißen Wand auf die sie gestartet hat."
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    "text": "Und das war nicht das was sie gezeigt hat sondern sie hat sich da gezeigt den Prunk und Gremmer um halt ein Bild von sich zu schaffen."
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    "text": "wir sind in der Lage Bilder von uns zu schaffen und zu vermitteln und dass muss man proaktiv nutzen weil wenn du dann diese Bilder an dann überlässt dann hast du es nicht mehr in der Hand und wenn du nicht mitspielst, dann geht dir etwas."
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    "text": "Ich hab Sarah Leander wahrscheinlich ... Passt jetzt insofern auch ganz gut, weil sie eigentlich so ein bisschen eine Anti-Figur zur Weegebaum ist."
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    "text": "Die Wegebaum hatte ja immer eine Haltung gehabt."
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    "text": "also Sie hatten nie das Bedürfnis gehabt die Haltung wirklich raus zu posaunen laut aber sie hat an ihrer Haltung nie einen Zweifel gelassen."
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    "text": "Dass man sich aus feministischer Sicht ja auch nicht unkritisch sehen darf, dass eine völlig falsche Lesart ... Weil die war einer der tolerantesten Weltoffensten Menschen in der Welt."
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    "text": "Sie hat halt glaube ich nur nie das Bedürfnis gehabt, die Botschaften, die eh klar sind dann auch so rauszupersonnen und sie war halt schon in gewisser Weise einfach ... Und das darf man nicht vergessen bei all den Frauen der Zwanziger."
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    "text": "Sie ist ja im letzten Jahrhundert geboren Sie ist in einem anderen Welt geboren, in einem untergehenden Reich wo Dinge nebeneinander bestehen konnten die später als unvereinbar wahrgenommen wurden."
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    "text": "Und was sie wie gesagt sehr eine wahnsinnige Haltung hatte und sie war schon ein Mensch der den moralischen Kompass immer richtig eingestellt hat und obwohl sie nie das Bedürfnis gehabt hat, den erhaubernen Zeigefinger zitat Radatz das stärkste Glied des deutschen Mannes in der Luft zu schwenken."
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    "text": "Das ist wahrscheinlich das, was am meisten von Wikibaum dann auch nachhaltt so diese Haltung und dieses sich treu sein und dieses Rückgrat behalten ja auch als Frau in dieser Zeit dass es wahrscheinlich das was wir am meisten Von ihr lernen"
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    "text": "Und wie gesagt und gerade als Frau dieserzeit Man muss sehen, das ist ja zu dieser erste Generation Feminismus."
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    "text": "Weil es gibt ja von ihr ganz viele Aussagen zur Mutterschaft die wir jetzt heute total problematisch wahrnehmen würden wo sie zum Beispiel sagt na also Sie bedauert jede Frau die nicht stillt und dann macht's was ist sondern redet sich so von oben herab über Frauen die nicht sich genug Mühe geben um zu stillen."
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    "text": "Sie hat ja das sozusagen versucht, erst einmal etwas zu erkämpfen was gar nicht natürlich war."
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    "text": "übrigens der Titel ihrer Erinnerungen die wir noch als Lesetip mitgeben wollen Und was so wie sie ursprünglich das Buch nennen wollte Nicht so wichtig."
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    "text": "Ich denke, es gibt keine besseren Worte um dieses Gespräch zu beenden."
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    "text": "So ich danke dir ganz herzlich und ich wünsche dir noch alles Gute für den nächsten Podcast Folgen!"
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    "text": "Ich freue mich darauf sie dann zu hören."
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    "text": "Danke meine Liebe!"
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    "text": "Liebe Zuhörer und Zuhöhrerinnen, ich hoffe das hat euch genauso wie mir Spaß gemacht und wir hören uns bei den nächsten Folgen In diesem Sinne, wenn meine Großmutter zur Sagen pflegte Tschüssi Pferdi, ciao Papa."
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