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    "text": "Willkommen zu dem Podcast Tanz auf dem Vulkan, Iconen von damals und heute."
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    "text": "Heute möchte ich über Emilia Flöge sprechen."
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    "text": "Die meisten werden sie nicht kennen."
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    "text": "Sie ist in Vergessenheit geraten."
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    "text": "Sie war eine Wiener-Moduschöpferin die schon fünfzehn Jahre vor Coco Chanel mit allen Konventionen der Mode brach."
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    "text": "Mit ihrer Reformkleidung befreite sie die Frau vor Mieder und Korsett, und zelebrierte eine neue moderne Weiblichkeit."
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    "text": "Gemeinsam mit ihren zwei Schwestern betrieb sie einen eigenen Salon in Wien namens Salonschwesternflöge – übrigens von Josef Hoffmann persönlich entworfen!"
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    "text": "Als Unternehmerin und Businesswoman war sie finanziell unabhängig und bestimmte ihr Privatleben selbst."
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    "text": "Sie heiratete nicht hatte keine Kinder und verweigerte sich allen Rollenklischees."
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    "text": "Eng verbunden war sie mit den Künstlern der Wiener Werkstätte wie Kolomose und Josef Hoffmann, und führte eine total unkonventionelle Beziehung zu Gustav Klimt – der sie übrigens mehrmals auch porträtierte."
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    "text": "Darüber bin ich besonders eifersüchtig!"
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    "text": "Für Emilia Flöge war Mode eben nicht Dekoration, sondern Teil eines neuen Frauenbildes."
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    "text": "Jede Frau die ein Kleidungsstück von uns trägt, trägt nicht ein neues Kleid, eine neue Rock, eine neue Bluse – sie trägt eine Idee von Freiheit!"
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    "text": "Das waren Emilia-Flöges Worte und umso mehr freue ich mich meinen heutigen Gast Stefan Zeisler zu begrüßen der ebenfalls ein großer Fan von Emilia."
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    "text": "Kurz über dich, du warst achtundzwanzig Jahre lang im Kunsthistorischen Museum tätig."
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    "text": "Du hast vor kurzem eine Ausstellung namens Modeschauen korrertiert und du bist ein Fashion-Edit."
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    "text": "Als erstes fällt mir ein dass ich einen sehr persönlichen Bezug habe weil zweieinhalb Jahrzehnte in der Villa Baulig am Sommer auf Urlaub war, wo sie unter Klimt auch oft Gast waren und in der villa immer noch die also wirklich keine Renovierung zum Opfer gefallen ist."
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    "text": "Noch an der Wand Originalfotos hängen, wo die drauf sind."
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    "text": "Und ich habe diesen ganzen Flair dort miterleben dürfen was diese Region und dieser Seeern so ausmacht."
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    "text": "Und es war umso spannender dann zu sehen, wenn man diese Originalfrutus dann sagt Es gibt doch ein Klimtmuseum dort in Keines Die wirklich vor Ort wo wir im Sommer baden waren und in der Wiese gelegen sind gemacht worden sind."
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    "text": "Man muss ja dazu sagen, die beiden waren immer gemeinsam auf Sommerfrische dort."
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    "text": "Und Emilia Flöge war zwei Monate lang auf Sommerfrische."
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    "text": "Was ja schon mal spannend ist, sie hat das ganze Jahr über extrem hart gearbeitet, so zwölf Stunden am Tag, sie war ein Workaholic und auch eine Businesswoman."
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    "text": "Dann hat sie sich zwei Monate frei genommen und hat sich entspannt und so wahrscheinlich auch wieder ihre Kreativität ein bisschen angefeuert."
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    "text": "Ja, also das waren ja alles Kulturmodelle sozusagen."
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    "text": "aber sie war ja auch unterwegs und hat Paris und London besucht."
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    "text": "Das heißt sie hat jetzt nicht nur in Wien gearbeitet unter dem Einfluss ihrer Freunde und der ganzen Wiener Werkstätte und den Malern und der Musik sondern sie hat sich auch wirklich international informiert an den Metropolen was gerade so die Trends sind Und das, was mich an ihr so fasziniert."
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    "text": "Weil sie wieder immer in Verbindung gebracht hat, dass sie sozusagen die Frauen vom Kassett befreit hat."
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    "text": "Also es geht ja immer so im Pendelbewegungen ein wenn man denkt Rococo, Französische Revolution, Ampire und dann geht's aber wieder zurück in Biedermeer-Extreme Teilien die Siloäten eigentlich noch mehr ausladen, weil sie schinken Ärmel das nochmal bedont haben."
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    "text": "Das waren ja ganz dünne zum Teil auch nass gemachte Muslin-Greitchen die am Körper angeschmiegt waren und sie eigentlich komplett nackt dargestellt haben."
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    "text": "Dann gibt es so viele Korrekturen, was sie aber gemacht hat ist dass sie eigentlich... Und das in Bezug zu Klimts, der eine sehr starke Sexualität mit Frauen gepflegt hat und genossen hat Sie als seine engste Vertraute, so möchte ich's jetzt mal bezeichnen weil es gibt da viele Spekulationen also Partnerin und Muse und ich weiß nicht was."
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    "text": "alles Aber hat diese Befreiung auch insofern vollzogen?"
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    "text": "Weil ganz viele dieser Kleider sind jetzt zwar nicht im Korsett, aber zusätzlich auch noch hochgeschlossen lange Ärmel, viele Rüschen also eigentlich den Körper komplett außen vorlassen."
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    "text": "Und das finde ich eine interessante Entwicklung, weil ihr engster Partner hat ja ganz viel den Frauenkörper als sexuelles Objekt und der Begierde dargestellt und gefeiert."
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    "text": "Und sie – obwohl es eben so nah gestanden ist vielleicht auch ein Konterpunkt – hat sehr selbstbewusst die Frau als Person wirken lassen und wahrscheinlich mehr ... die Betonung auf ihre Persönlichkeit, auf ihren Intellekt, auf ihre Bildung und auf ihre Interessen lenken können durch diese Silette als sie einfach im wahrsten Sinne des Wortes ein Korsett in eine Form zu zwingen."
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    "text": "Und deshalb glaube ich war es auch so dass viele Frauen der Wiener Gesellschaft, die in der künstlerischen Klick drinnen waren sehr reflektiert haben auf das, weil die wollten eben auch so als selbstständige gebildete intellektuelle Wesen wahrgenommen werden."
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    "text": "Also es hat nur funktioniert indem man zuerst die Frau entkörperlicht quasi in dem man ihr das Korsett wegnimmt dieses enge Figur betonte auf den Körper reduzierte sie befreit durch das wallende Große."
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    "text": "also dass die Frau wie du gesagt hast fast körperlich verschwindet dass das nicht mehr so im Vordergrund steht Und der Intellekt, die Gedanken der Frau zählen und wahrscheinlich wäre dann als nächster Schritt bei ihr gewesen eh wieder eine Reduzierung dieses Walenten großen."
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    "text": "Also es ist so dass sie eine extreme erfolgreiche Businessfrau war, die eben wie gesagt auch international informiert war was los ist und sich aber nicht zu sehr beeinflussen hat lassen sondern ihren Stil durchgezogen hat."
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    "text": "Dazu kommt aber auch noch, dass zu der Zeit die Wiener Werkstätte also quasi parallel mit dem Salon Schwesternflöge gegründet wurde und die alle eher nicht verbandelt befreundet verwandt usw."
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    "text": "Also wenn du nicht aus Reich im Hause warst, was sie nicht war und sich das alles erarbeitet hat sie sich das quasi gegönnt ab und zu in diese reichen Hotels abzusteigen und dort dann die tollen Stoffe zu kaufen."
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    "text": "Es steht doch in diesem Buch auf Freiheit zugeschnitten da."
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    "text": "Es war sogar in Frankreich damals auch nicht üblich, dass Frauen Mode bestimmt haben?"
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    "text": "Und in den letzten vier Jahren haben sie dann diesen Modestallon eröffnet, der ja sehr großzügig angelegt war an einer unglaublich tollen Adresse, Casa Piccola und Sie haben auch dort gewohnt und die wiener Werkstätte das Ganze ausgestattet."
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    "text": "also das war eigentlich so wirklich State of the Art was da gerade los war und zu dieser Zeit glaube ich war Wien ein unglaublich pulsierende Stadt, wie beispiellos war eigentlich glaube ich."
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    "text": "Also ob das jetzt die Malerei ist oder die Musik oder dann auch die Mode... Die Architektur und die haben sich alle sozusagen gegenseitig befuchtet."
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    "text": "und also sie hat es von der Bicke auf gelernt und hat dann irgendwie den Sprung gemacht dass sie sozusagen ein Modeartilie gegründet haben und das war sehr schnell auch sehr erfolgreich."
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    "text": "Seine kreative Art zu denken, diese Künstlerkreise in die er sich eingeführt hat haben ja natürlich auch die Möglichkeit gegeben weiterzudenken als vielleicht das bis dahin möglich war."
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    "text": "Das heißt, abgesehen von ihren beruflichen Befruchtungen gegenseitig waren die auch privat auf einer sehr amikalen Ebene sehr eng miteinander."
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    "text": "die jemals eine romantische Beziehung gehabt haben, aber in dir keine Gefährding gefunden, die abseits von seinen sonstigen Interessen an Frauen eine völlige Eigenständigkeit hatte."
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    "text": "Und jetzt weiß ich aber so das ... Ich glaube, neunzehn Sechs oder so haben sie auch gemeinsam entworfen diese Hängekleider, die sich dann am Arten sehen und da gibt es wirklich tolles Fotomaterial sogar Farbaufnahmen dort getragen haben und präsentiert haben."
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    "text": "Weil sie hat sozusagen die High Society der Intellektuellen Wiener Gesellschaft beschneidert und eingegleitet und hat diese Damen... zu einem großen Teil auch zu ihm geschickt, um sich malen zu lassen."
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    "text": "Und diese Bilder, diese Stoffe die sich teilweise eins-zu-eins auf Wiener Werkstätte oder auch auf sie zurückverlassen sieht man dann auch in den Bildern."
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    "text": "Die waren wirklich gleichberechtigte Partner und haben sich gegenseitig auch extrem unterstützt einfach in ihren Schwächen und Stärken."
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    "text": "Also es ist ja sehr viel Korrespondenz von seiner Seite erhalten."
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    "text": "Da gibt es Stellen, wo er in Paris ist und sagt, der hat noch nicht die schönen Pariserinnen gesehen."
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    "text": "Und dann ein paar Tage später schreibt er Ja, so ich, er hat sie jetzt schon getroffen Und das schreibt da eher Wie sehr ihr das Weh getan habt oder wie sehr sie sich da arrangiert hat, weiß man nicht."
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    "text": "Also sie musste ja bald nach Anschluss einmal In den Modestallon schließen weil eben viele ihrer Klientinnen weg waren Und sie hat dann im kleinen Stil weitergemacht in der Umurgasse mit ihrer Nichte."
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    "text": "Also es war früher offensichtlich üblich dass man sich mehrmals am Tag mit Boten kleine Karten geschickt hat und es gibt eine unglaubliche reiche Korresponden die von Bayern auch im Leopold Museum ausgestellt war."
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    "text": "Das ging es um die Beziehung dabei und da waren sehr viele Karten irgendwie mit..."
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    "text": "Was ich auch noch weiß ist dass Alma Malerwerflein mal ein Auge auf Gustav Klimt geworfen hat."
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    "text": "der hat aber scheinbar nicht so ganz angesprungen Und sie hat ihm dann aber immer wieder die Loge angeboten von Gustav Mahler, dass er die Opa besuchen könnte und er hat immer immer Emilia Flöger mitgenommen."
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    "text": "Sie war einfach seine Partnerin – das war ganz klar, dass sie da dabei ist!"
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    "text": "Er hat mit ihr repräsentiert also er war ja auch kleiner als sie Und sie hat nicht unbedingt in diesem Schönheitsideal der Zeit entsprochen."
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    "text": "Ich finde, dass sie sehr markant ist durch ihr Auftreten und ihre selbstbewusste Darstellung."
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    "text": "Und sie hatte diese wahnsinnig tolle Frisur gehabt, die ja doch anders war als diese Aufstegfrisuren, die damals noch waren, diese Rollen von unten rauf."
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    "text": "und er hatte auch mehrere unehrliche Kinder gehabt."
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    "text": "aber sie haben sich ganz getraut, so diesen letzten Schritt zu gehen dieser Reformkleider sozusagen was eh verständlich ist."
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    "text": "Das kommt auf den Blickwinkel an, weil eine Gesellschaft und eine Zeit ist ja nicht immer total homogen."
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    "text": "Antisemitismus ist aufgeblüht dann gab's die Bienersalons und dann gab´s diese ganzen Künstlerverbindungen usw."
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    "text": "Es war auf jeden Fall eine sicher sehr brodende Zeit."
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    "text": "Ich glaube es war für diese Zeit richtig aber dass solche Kometen, ob es jetzt Musik ist oder damals war ja auch in der Musik einiges sehr neu und auch in den Kunst."
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    "text": "Das sind natürlich keine Mainstreams das heute klingt und Schiele so, wie soll ich sagen... als Klassiker gewertet werden."
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    "text": "Also es war, glaube ich, noch immer einfacher ein Miederkleid zu kaufen als ein Reformkleid von der Frau Flöge zu kaufen."
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    "text": "also das Schneider und glaube ich das war damals eher üblich als uns heute vertraut ist obwohl ich das Gefühl habe es kommt immer mehr weil dieses Bewusstsein für Nachhaltigkeit und dass man Dinge hat, die einen wirklich Freude machen."
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    "text": "wenn man sitzt ein paar mal an dann fällt es auseinander oder man schmeißt's weg und das macht wahrscheinlich noch nicht so viel Freude aber... Damals war das mit dem Schneidern schon üblicher."
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    "text": "Ich"
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    "text": "ich habe nämlich immer mir gedacht um nineteenhundert ist so die Zeit quasi oder Kokoschonelle ein bisschen später wo eben wirklich das Korsett weggeflogen ist."
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    "text": "der hat sich halt nicht lang durchsetzen können weil erstens mal finde ich dass er sozusagen die Frau wieder als Objekt dargestellt hat wenn du quasi nackt in einem und das muss man sich wirklich wie ein Nachtem vorstellen ganz dünn, ganz durchsichtig."
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    "text": "Das klingt auch interessant, wenn man überlegt, dass in den zwanziger Jahren geht es ja darum, dass die Frau Sport machen kann."
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    "text": "aber die Kleidung der Emilia Flöge möglich das ja nicht so ganz."
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    "text": "Da haben wir sich anschaut wie im Jahrhundert Rad-Outfits ausgesehen in Elizabeth geritten ist."
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    "text": "Also ich meine, da ist ja der Sport gar nicht das Herausforderste, sondern in der Mundtour überhaupt dieses Sport ausüben zu können."
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    "text": "Weil wenn du so ein Quassett anstattest, kannst dich in der Mitte nicht... biegen."
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    "text": "Du bist ja komplett fixiert!"
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    "text": "Ich muss zugeben, Quassette hat schon auch eine Faszination."
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    "text": "Ein sehr guter Freund von mir ist der Mr Pearl, der diese Quassettes heute noch macht und für alle möglichen Designer, für Kind Kardashian sogar ein Liter von dies immer wieder solche Aufträge macht."
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    "text": "Und das hat schon eine eigene Faszination auch."
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    "text": "Es hat doch einen Lustgefühl für den selber."
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    "text": "Ja, das ist ja auch ein Unterschied, ob man das als Steel-Element nutzt oder ob man gesellschaftlich dazu hineingezwungen wird sozusagen?"
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    "text": "Der Unterschied"
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    "text": "ist dass wir uns heute viel mehr aussuchen können und das hat jetzt nicht nur heute, es hat schon begonnen vielleicht mit Minirock oder so weiter wo die frau sich wieder anders definiert hat."
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    "text": "Aber das hat halt einfach Zeiten gegeben was einen bestimmten Formen in Kanon gegeben hat und da hat sicher Leute gegeben die haben das gern getragen und fanden das irgendwie auch autoerotisch also irgendwas ja genauso wie es dann später den Miniroc gegeben hat der ja auch wieder sehr viel zeigt aber gleichzeitig auch diese Selbstbestindtheit propagiert."
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    "text": "Also war der Minirok damals die Avangard glaubst du?"
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    "text": "Weil du gesagt hast, Emilia Flügel war in der Avongate."
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    "text": "Ich überleg die ganze Zeit, was wäre das Pendant heutzutage zu ihr?"
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    "text": "Das ist natürlich immer sehr subjektiv vom Geschmack und soweit auch abhängig."
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    "text": "Und dadurch dass wir jetzt diese Social Media haben kann ja jeder eine Meinung kundtun und was dann wirklich sozusagen da trennt."
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    "text": "Das ist irgendwie schwierig zu sagen, wir müssen auch bedenken dass natürlich das Publikum viel größer ist."
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    "text": "Also wir haben jetzt Milliarden mehr Menschen die sich nicht alle das leisten können aber diese zumindest im Internet anschauen."
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    "text": "also wenn man bedenkt was im Internet hunderte Millionen an Follower sind von manchen gerade Protokonisten Dann ist jetzt die Frage, was die propagieren."
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    "text": "Ist das das oder ist es teilweise einfach nur eine Marketing-Sache und ein Business?"
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    "text": "Das ist schwierig einzuschätzen,"
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    "text": "Ich finde das auch schwierig, weil ich mir dann die ganze Zeit denke ... Bei wem denke ich mir, ah, das ist etwas Neues so nie da gewesenes."
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    "text": "Also ich weiß nicht mehr, fällt zum Beispiel Doji ein wenn sie von solchen Fashion-Stellisten eingekleidet wird und die wirklich einen eigenen Stil hat."
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    "text": "Und ist das vielleicht State Of The Art heutzutage, wenn durch diesen ganzen Riesenhaufen Möglichkeiten, den du jetzt mittlerweile hast."
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    "text": "Die wirklich einen komplett individuellen Stil irgendwie aneignest?"
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    "text": "Mir fallen da wenig Leute ein, weil ich das Gefühl habe dass sie es wirklich individuell machen, weil natürlich der Armada von Stalisten dahinter steht bzw."
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    "text": "das darf man auch nicht vergessen, das ist ein Business."
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    "text": "Also viele dieser Leute die das an haben am roten Teppich und jetzt waren gar nicht... Golden Globes, also das ist ein Business die werden ja bezahlt dafür."
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    "text": "Also es ist jetzt nicht nur, dass ich sage mir gefällt, dass neu die Ohr klärt oder dass ich will jetzt doch Balenciaga tragen und so, sondern da stehen Verträge dahin, das sind sogenannte Ambassadors, die dann irgendwie aufgehen"
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    "text": "Deswegen meine ich, ich weiß gar nicht ob jetzt in der Mode eine Avant-Garde überhaupt noch möglich ist weil es so enorm geworden ist, so kapitalisiert..."
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    "text": "Gebt's den Bedarf?"
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    "text": "Also ich glaube, dass man zum Beispiel gerade für diese Mode von der Flöge einfach schon ein gewisses Selbstbewusstsein hat."
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    "text": "Wo man sich eben nicht auf seine antrainierten Formen also sowohl... im Kopf, also am Körper."
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    "text": "Weil diese Quersetze und die Teile, das schnüpft man nicht einfach zu."
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    "text": "Das ist so, sondern es ist ein jahrelanges Training."
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    "text": "Ich weiß ich der Körper ja total verändert wie auch durch Stöckelschuhe oder so weiter."
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    "text": "Es gibt keinen exakten Stil."
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    "text": "Ich habe eher das Gefühl jetzt gerade letztes Jahr gab's sehr viele Designerwechsel in großen Modehäusern was sich total verändert hat finde ich."
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    "text": "Also die DNA eines bestimmten Brands oder eines bestimmten Hauses jetzt nicht mehr so zählt, sondern dass Designer ganz offensichtlich ein bisschen wie Fußballstars ausgewechselt werden und ein bisschen ähnlich das machen was sie eh schon gemacht haben."
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    "text": "Man muss ja auch nicht immer neu sein und so."
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    "end": 1423.78,
    "text": "aber sie berufen sich immer auf Archiv, das Erdbeeren, Heritage und Ding und das und dann letztendlich aber müssen Sie auch etwas Neues machen also und Sie müssen Nicht zwei Kollektionen, sondern sechs oder acht machen."
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    "text": "Also das ist ein völlig anderes System heute."
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    "text": "Aber wir leben in einem relativ politisch globalen."
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    "text": "Und da kann ich mir schon vorstellen, dass Mode damals für eine bestimmte Zeitphase – das ist ja alles in Pendel bewegen und Kreisbewegungen einmal nicht so im Vordergrund steht."
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    "text": "Ich glaube auch es ist einfach gerade eher etwas dekoratives, etwas Schönes, eine gute Ablenkung für jeden der sich einfach mal gerne ein schönes Kleid bei den Golden Globes anschaut wobei es wird schon teilweise genutzt als politische Messages."
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    "text": "Ja also es gab für Ukraine immer wieder Sachen..."
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    "text": "Genau diese Geschichten."
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    "text": "aber es ist im Endeffekt Mittel zum Zweck."
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    "text": "Wir leben gerade in einer Zeit, die so angespannt ist wie zwanziger-dreißiger, dass das jetzt einfach nicht im Vordergrund steht."
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    "text": "Du hast recht!"
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    "text": "Mir fällt sofort einen Gustav Mahler, weil das halt auch zu dieser Zeit der ist... den ich einfach so auch gern höre."
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    "text": "und das ist auch nicht meine Musik."
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    "text": "aber Mahler ist schon etwas was mich sehr abholt und es ist schon aus der Zeit."
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    "text": "Jetzt muss sich passenderweise ein Song von mir einspielen und zwar das heißt Benjamin Ich hab nichts anzuziehen"
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    "text": "In den zwanziger Jahren, da gab's einfach schon so wirklich... Da hat man bewusst über Mode gesprochen."
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    "text": "Da gibt es eine Aufnahme von der Marlene Dietrich und einer Schauspielerin, die damals ganz, ganz bekannt war."
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    "text": "Die sind ja oft sehr frühwohl und sechse diese Lieder."
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    "text": "sie haben beide ein Verhältnis mit zwei Frauen... Ja, kenne ich."
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    "text": "...und dann kommt der Hausfreind und dann sagt er natürlich bedrückst mich und die anderen bedrückt mich und sagen ach lass uns doch alle Freunde sein."
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    "text": "und dann singen sie zu Dreh, das ist sehr lustig."
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    "text": "wenn die beste Freunde ihm genau, genau Wenn die beste Freundin mit der besten Freundin Kommt halt an zu kaufen, kommt halt an und sich auszulaufen Und ich fasse ein Latch und dich auch so Quatsch."
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    "text": "Ich brich' die Beste Freundin Zu der Besten Freundin meine Beste Meine Beste-Freundin Oh, meine schöne Freundin Oh meines euer Freund, meine Südhabe Die beste Freundin Bricht die beste Freund in Freundine mein Ja, was sagt denn er?"
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    "text": "Ja wir vertragen"
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    "text": "unsere Furchtfakten!"
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    "end": 1653.12,
    "text": "Dass wir uns beide gut zusammenvertrafen, es ist kaum noch ausserhaltend wie gut wir uns beider vertragen."
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    "text": "Nur mit einem vertrag' ich mich doch so gut."
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    "text": "Mit meinem süßen kleinen Mann."
  },
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    "end": 1669.02,
    "text": "ja, mit deinem süßen kleinem Mann Bezüglich Maler ist ja auch das Spannende zum Beispiel, dass der auch komplett in Vergessenheit geraten ist bis in die Fünfziger nach dem Krieg logischerweise."
  },
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    "end": 1679.3,
    "text": "Alle jüdischen Komponisten wurden verboten, ermordet oder verjagt und Bernstein wäre dajenige, der Maler wieder in die Konzertsähle gebracht hat."
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    "text": "also dass es wirklich ein großer Verdienst von Leonard Bernstein gewesen."
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    "text": "War auch der Beste, die besten Aufnahmen von ihm dirigiert hat."
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    "text": "Fantastisch!"
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    "text": "Ich glaube wir haben eigentlich schon sehr viel besprochen."
  },
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    "end": 1694.1,
    "text": "vielleicht noch letzte Gedanken zu Emilia Flöge."
  },
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    "end": 1698.5,
    "text": "sie hatte eben eine Sammlung von traditionellen Stoffen."
  },
  {
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    "end": 1707.08,
    "text": "Sie hat das gesammelt Dirndl verschiedene Stoffe die einfach einzigartig verarbeitet waren und dass ist verbrandt und du sammelst ja auch Kleidung"
  },
  {
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    "end": 1710.34,
    "text": "Das stimmt, aber vielleicht noch ganz kurz zu Ihren Stoffen."
  },
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    "end": 1717.84,
    "text": "Also es gibt ziemlich genaue Beschreibungen wie dieses Atelier in der Casa Picola ausgesehen hat und das war also nicht nur eingerichtet von der Wiener Werkstätte."
  },
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    "end": 1723.54,
    "text": "Interessanterweise waren die Böden mit Filz ausgelegt, worüber sich manche irrsinnig mokiert haben."
  },
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    "end": 1726.82,
    "text": "Aber das war, dass man zu seinem Barfuß die Sachen auch anprobieren konnte."
  },
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    "end": 1735.74,
    "text": "Aber es waren dort auch in Vitrinen eben ihre Stoffsammlungen ausgestellt und das waren also Internationales ja wie so slavische Sachen-Stickereien"
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    "text": "usw.,"
  },
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    "end": 1742.3,
    "text": "der einen oder anderen Form dann auch immer wieder verwendet beziehungsweise mitkubiert wurden."
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    "end": 1745.1,
    "text": "und auch die sind leider Gottes verbrannt, ja."
  },
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    "text": "Aber die Frage ist ich sammel auch Kleidung?"
  },
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    "end": 1748.68,
    "text": "Ja ich sammle auch Kleider."
  },
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    "end": 1761.32,
    "text": "also ich habe von Kindheit an irgendwie eine große Affinität zum Mode gehabt und zur Kleidungen und meine Eltern hatten aber nicht die Mitteln dass wir uns damals gab es das auch wirklich so trendmäßig und säsommäßig einkleiden konnten."
  },
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    "end": 1766.88,
    "text": "Und vielleicht gerade deshalb war mir das auch immer so ein Anliegen, dass auch zu beobachten was da los ist."
  },
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    "end": 1790.1,
    "text": "Und kann mich noch erinnern wie ich also auf meine ersten Mode Teile gespart habe und mich dann vom Taschenkel gekauft hab, die ich teilweise immer noch habe obwohl ich jetzt schon vierzig Jahre Kasten hängen und hab eigentlich immer Mode auch als etwas sehr Nachhaltiges empfunden weil ich schon nachgemerkt hab von meiner Großmutter und Mutter, dass Sachen immer wieder zurück kommen ja... und dann bin ich durch Instagram."
  },
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    "text": "Da gab es einen Initialmoment, da habe ich einen weißen dreißiger Jahre Leinenanzu gesehen und das ist wieder Blitz eingeschlagen."
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    "text": "Und hab dann für gut zehn Jahre massiv gesammelt."
  },
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    "text": "Kleidung aus der Zeit."
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    "text": "Wo ist das Ganze?"
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    "text": "Deine ganze Kleidungen!"
  },
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    "end": 1818.72,
    "text": "Da ist mir die Pandemie sehr entgegengekommen weil in der Pandemie haben ganz viele Leute und Firmen aufgeräumt Und da sind viele gegangen in ihre Dachböden und ihre Keller."
  },
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    "end": 1824.32,
    "text": "Und Firmen haben irgendwie ihre Gale am Ende der Halle oder des Geschäfts, oder wie auch immer aufgemacht."
  },
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    "end": 1829.12,
    "text": "Und das sind wirklich sehr viele sehr schöne Sachen aufgedaucht."
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  {
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    "end": 1837.92,
    "text": "Die kamen dann an den Markt und man konnte dann wirklich im Vergleich zu heute ... Also unglaublich tolle Sachen und in einem super Zustand entstehen."
  },
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    "text": "Das wollte ich dich fragen, hast du irgendwelche Buchtipps?"
  },
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    "end": 1845.82,
    "text": "Über Flöge... also es gibt eine Biografie, eine Romanbiographie."
  },
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    "text": "Ich lese irgendein... Das"
  },
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    "text": "auf Freiheit zugeschnitten?"
  },
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    "text": "Ja,"
  },
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    "text": "ich glaube."
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    "text": "Ich finde das fantastisch dieses Buch!"
  },
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    "end": 1853.34,
    "text": "Ich hab euch auch reingelesen."
  },
  {
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    "end": 1858.14,
    "text": "Ich liebe Biografienles, eigentlich kaum Romane ... Weil ich irgendwie ..."
  },
  {
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    "text": "Ich umgekehrt, ich liebe nur"
  },
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    "text": "Romane!"
  },
  {
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    "text": "Der Grund, warum mich keine Romane les ist, weil ich das Gefühl habe, dass mein Leben so spannend ist, dass ich keine Fremden lesen muss."
  },
  {
    "start": 1868.12,
    "end": 1870.74,
    "text": "Ich hab in das Buch reingelesen und es ist sehr spannend geschrieben."
  },
  {
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    "text": "Aber für mich ist noch immer eine Benchmark Brigitte Hamann das Elisabeth-Buch her."
  },
  {
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    "end": 1879.0,
    "text": "Das sind ein paar Hundertzeiten extrem recherchiert."
  },
  {
    "start": 1879.16,
    "end": 1883.98,
    "text": "Es ist natürlich trügerisch wie du sagst das ist wie ein Roman geschrieben und da weiß, kann man nicht mehr differenzieren."
  },
  {
    "start": 1884.02,
    "end": 1888.3,
    "text": "Ist das jetzt so was die Autoren da hineingeschrieben hat oder ist es wirklich Emilia Flöge?"
  },
  {
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    "text": "Sind das ihre Worte?"
  },
  {
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    "text": "Aber durch diese Romanisierung hat man so einen Bezug!"
  },
  {
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    "text": "Ich habe so ein Gefühl zu ihr entwickelt, was ich bei einer ganz normalen Biografie oft überhaupt da nicht habe."
  },
  {
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    "text": "Aber wie gesagt, man kann ja reinschauen in das Buch und sich selbst eine Meinung dort zu bilden... Es gibt"
  },
  {
    "start": 1904.88,
    "end": 1911.26,
    "text": "ein dünnes kleines Buch, dass ich wahnsinnig informativ fand um sie besser zu verstehen."
  },
  {
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    "end": 1913.36,
    "text": "und ein Wasensinn, das war da sein Pilfen hier zu bekommen."
  },
  {
    "start": 1913.68,
    "end": 1916.96,
    "text": "Und es ist so ein kleiner Fotoband, Emile Flöge und die Mode."
  },
  {
    "start": 1917.54,
    "end": 1924.64,
    "text": "Und da sind auch diese sehr viele schwarz-weiß Fotos drinnen, sehr viele Gegenüberstellungen mit Gemälden und viele Farbaufnahmen."
  },
  {
    "start": 1924.9,
    "end": 1924.94,
    "text": "Ja?"
  },
  {
    "start": 1925.84,
    "end": 1932.4,
    "text": "Und natürlich bevor wir's vergessen du hast uns heute... Du hast mir etwas mitgebracht, dass du mir unbedingt zeigen wolltest."
  },
  {
    "start": 1932.64,
    "end": 1933.52,
    "text": "Zeig's mal her!"
  },
  {
    "start": 1935.54,
    "end": 1941.58,
    "text": "Das ist das alte Schild des Schwestern, Flöger Wien-Salons."
  },
  {
    "start": 1942.12,
    "end": 1943.08,
    "text": "Wo hast du das gefunden?"
  },
  {
    "start": 1943.12,
    "end": 1952.36,
    "text": "Ich habe es in Amerika bei einer Aktion gefunden und das war in dieser Ergaktion völlig ein Einzelobjekt weil da wurde eigentlich nur Mode verkauft."
  },
  {
    "start": 1952.56,
    "end": 1954.3,
    "text": "Das handelt sich hier um... Aus Leder"
  },
  {
    "start": 1954.42,
    "end": 1954.64,
    "text": "oder?"
  },
  {
    "start": 1954.76,
    "end": 1955.66,
    "text": "Es ist ein bisschen"
  },
  {
    "start": 1955.72,
    "end": 1972.02,
    "text": "größer als vier braunes Leder Gold bedruckt mit dem Design von Coloman Mosa Schwestern, Flöge, Wien, Kassabicola, Mehlwurstrasse, Einsbähe und die Telefonnummer ist... Ich habe das da gekauft."
  },
  {
    "start": 1972.06,
    "end": 1972.22,
    "text": "Herrlich!"
  },
  {
    "start": 1972.3,
    "end": 1973.74,
    "text": "Und ich habe ein bisschen recherchiert."
  },
  {
    "start": 1973.82,
    "end": 1982.3,
    "text": "es gibt im Mack was Ähnliches und es läuft als Türschild aus eines der Türschilde vielleicht in einen Rahmen reingegeben?"
  },
  {
    "start": 1982.38,
    "end": 1982.5,
    "text": "Muss"
  },
  {
    "start": 1982.66,
    "end": 1983.88,
    "text": "unbedingt Rahmen lassen."
  },
  {
    "start": 1984.18,
    "end": 1984.28,
    "text": "so"
  },
  {
    "start": 1984.46,
    "end": 1985.18,
    "text": "toll bitte."
  },
  {
    "start": 1985.62,
    "end": 1987.14,
    "text": "Nein, ich bin noch ganz begeistert."
  },
  {
    "start": 1987.6,
    "end": 1988.76,
    "text": "Ja wunderschön!"
  },
  {
    "start": 1988.8,
    "end": 1988.92,
    "text": "Und es"
  },
  {
    "start": 1989.0,
    "end": 1999.94,
    "text": "kam irgendwie nach Amerika und meine Story wäre wie der Salon geschlossen wurde dass eine von den Angestellten das mitnehmen durfte oder mitgenommen hat als Erinnerung"
  },
  {
    "start": 2001.14,
    "end": 2001.52,
    "text": "und"
  },
  {
    "start": 2001.8,
    "end": 2003.46,
    "text": "letztendlich ist jetzt wieder in Wien gelandet."
  },
  {
    "start": 2003.92,
    "end": 2004.9,
    "text": "Ja, wunderschön."
  },
  {
    "start": 2006.18,
    "end": 2011.02,
    "text": "Okay mein Lieber danke dir für dieses wunderbare Interview und ich hoffe wir sehen uns bald wieder."
  },
  {
    "start": 2011.26,
    "end": 2011.46,
    "text": "Danke"
  },
  {
    "start": 2011.52,
    "end": 2012.44,
    "text": "fürs Einladen."
  },
  {
    "start": 2012.9,
    "end": 2017.58,
    "text": "Liebe Zuhörer und Zuhäurerinnen, ich hoffe es hat euch genauso wie mir Spaß gemacht."
  },
  {
    "start": 2018.08,
    "end": 2020.04,
    "text": "Und wir hören uns bei den nächsten Folgen!"
  },
  {
    "start": 2020.86,
    "end": 2026.44,
    "text": "In diesem Sinne, wenn meine Großmutter zu sagen pflegte Tschüssi Pferde, ciao Papa."
  }
]