[
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    "end": 8.64,
    "text": "Willkommen zurück bei Mindmaps und in der Auseinandersetzung mit Markus Gabriels buch ethische Intelligenz."
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    "end": 21.66,
    "text": "Wir haben letztes mal angekündigt, dass aus diesem Gespräch zwei Folgen gemacht wurden weil Peter und ich einfach nicht aufhören konnten über dieses Buch zu diskutieren."
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    "end": 37.28,
    "text": "das ist jetzt der zweite Teil indem wir sehr stark in die kritische Analyse des Buches eintauchen, nachdem wir im ersten Teil vor allem die Grundanliegen Markus Gabriels deutlich gemacht haben mit seinem Buch."
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    "end": 45.9,
    "text": "Und heute geht es um philosophische Kritik, erkenntnistheoretische Kritique an seinem Buch und seinen Voraussetzungen."
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    "end": 54.36,
    "text": "Und auch um theologische Aspekte die sich uns teilweise richtig aufgedrängt haben beim Lesen des Buches."
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    "text": "ihr dürft euch freuen auf diese zweite Folge zu Markus Gabriel Ethische Intelligenz."
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    "text": "Mindmaps der Philosophie Podcast Unsere Gegenwart."
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    "text": "Neu lesen!"
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    "text": "Du hast darüber hinaus aber auch eine ganze Reihe inhaltlicher, substanzieller inhaltliche kritischer Anfragen notiert."
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    "text": "mit vielen von ihnen gehe ich auch einig oder viele habe ich auch in ähnlicher Weise für mich in der Vorbereitung festgehalten."
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    "text": "Das ganze Konzept, die ganze Idee steht an manchen Stellen dann doch auf recht tönernen Füßen und vielleicht können wir da inhaltlich noch etwas tiefer reingehen."
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    "end": 134.68,
    "text": "Du hast einleitend schon erwähnt dass ein entscheidender Kritikpunkt für dich in dieser Überzeugung besteht das die Quantität von Daten irgendwann in eine Qualität umschlägt."
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    "text": "Was kannst du das doch ein bisschen ausführen, wo du hier das Problem siehst oder wie Gabriel das sieht und wo du Einspruch erheben würdest?"
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    "text": "Ja"
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    "text": "also das ist verbunden mit dieser Entwicklung der KI zu einer neuen Art."
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    "text": "Das ist die ausdrückliche These zu einer Neuenart von KI, der wir begegnen."
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    "text": "Und verbunden damit dass unermessliche quantitative Steigerung der Rechenmöglichkeiten, der Kapazitäten die ja von ihm in verschiedener Hinsicht dann eben auch plausibilisiert wird."
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    "end": 195.8,
    "text": "und jetzt pardon da bin ich sehr altmodisch und sage das ist eine gewagte These Das leuchtet mir einfach nicht ein dass eine vermehrte Quantität in Qualität umschlägt Das ist gemessen an den traditionellen, logischen Überzeugungen die wir haben eigentlich auch nicht plausibel."
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  {
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    "end": 213.58,
    "text": "Ich kann es nochmal an der anderen Stelle deutlich machen wenn er sagt also Wir begegnen hier einer eine Intelligenz oder auch Intelligenzen Er kann das ja auch pluralisieren Die für uns völlig unüberschaubar geworden sind die werden Nicht mehr durchdringen können."
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    "end": 220.44,
    "text": "und dass Begründet dann für ihn, wenn man ihm genau zuhört."
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    "end": 232.7,
    "text": "Das begründet denn für ihn im Grunde auch diese Kapitulation vor dem Neuen dem anderen also auf Spitz und Knopf formuliert ich kann etwas nicht begreifen und ich personalisiere es deshalb ja."
  },
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    "start": 233.92,
    "end": 237.36,
    "text": "die kritische Konsequenz wäre ich muss mir mehr Mühe geben."
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    "end": 251.1,
    "text": "Ich muss eben gucken welche Programmzeilen die ich irgendwann mal doch als Basis geschrieben habe Auch für eine inatürkstrichen lernende Intelligenz, selbst sogenannte selbstlernende Inteligenz."
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    "text": "Welche haben denn das ermöglicht?"
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    "text": "Dass ich das nicht mehr überschauen kann bedeutet ja nicht dass sich da etwas neues anderes gebildet hat sondern es bedeutet nur dass ich in der Vergangenheit vielleicht fahrlässig gehandelt habe."
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    "end": 272.04,
    "text": "Wir denken an das Jahr und vielleicht nicht alle unter unseren Zuschauern-Zuschauern haben das noch miterlebt aber an das jahr zweitausendlich."
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    "text": "Ich erinnere mich noch an den Jahrtausendwechsel, wo die ganze Reihe Informatiker richtig schiss bekommen haben."
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    "text": "Weil sie gesagt haben wir eigentlich diesen Wechsel entsprechend programmiert oder brechen jetzt all diese Systeme letzten Endes zusammen und das Bekenntnis auf breiter Front war Wir wissen es nicht!"
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    "text": "Wir können dich mehr überschauen was wir da alles reingeschrieben haben."
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    "text": "Das ist natürlich ein Problem aber rechtfertig dass eine Mystifizierung dessen, was wir nicht mehr überschauen und durchschauen können."
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    "text": "Also du sprichst jetzt vom Mystifozierung?"
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    "text": "Dann würdest Du sagen, Du entdeckst in Gabriels Äußerungen explizit oder zwischen den Zeilen eine Art von Ehrfurcht vor den Fähigkeiten einer künstlichen Intelligenz die ihn dazu verleitet, eigentlich dieses unergründliche und geheimnisvolle des Menschen auch."
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    "text": "Das menschlichen Person, das menschenbewusstseins in die KI hineinzupoizieren oder in der KI zu entdecken dass quasi die künstliche Intelligenz im Zuge ihrer rasanten Entwicklung Anteil hat an der Geheimnisshaftigkeit des Menschseins."
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    "text": "Und da würdest du jetzt sagen, das geht doch alles ein bisschen zu schnell."
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    "text": "geht so schnell und so weit!"
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    "text": "Also man muss ja immer die Particular-Veri sichern."
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    "text": "Wenn man selber – das können wir heute auch in Deutschland schon tun mit den verschiedenen Large Language Modellen – wenn man seelsorgeliche existenzielle Fragen formuliert?"
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    "text": "Man kann in ein Gespräch hineinkommen über eine halbe Stunde ne Stunde und man ist einfach nur geflasht so."
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    "text": "Und ich akzeptiere den Einblick dass man sagt also das kann ja gar nicht sein, dass es eine Maschine ist oder so."
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    "text": "Aber das geht mir dann eben zu schnell und ist letztendlich unkritisch."
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    "text": "Denn das, was diese Modelle tun, ist ja nichts anderes als dass sie das, womit man sie gefüttert hat unter bestimmten Perspektiven und Regeln auswerten."
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    "text": "Was übrigens auch zu der Frage führt, womits sind Sie gefüttern worden?"
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    "text": "Wir wissen zum Beispiel auch dort wo rassistische Quellen eine berücksichtigt worden sind, zu entsprechenden Ungleichgewichten auch gekommen ist."
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    "text": "Ein bisschen mehr kritische Distanz das Staunen gehört so Philosophie dazu, das akzeptiere ich auch aber das Stauen darf nicht begrifflos bleiben."
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    "text": "Ja das berührt jetzt den anderen Punkt den du auch schon erwähnt hast dass du das Gabriel behauptet, die künstliche Intelligenz würde ihn und er impliziert wahrscheinlich auch so die meisten anderen Menschen."
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    "end": 480.1,
    "text": "Die mit ihr umgehen besser kennen als er sich selber kennt oder wie die KI kennt uns besser als wir uns selber kennen könnte man vorallgemeinert sagen das berührt einen ähnlichen Punkt und da hättest du vorbehalte."
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    "text": "Es gibt doch von mir aus eine tiefen Dimension des Menschseins und auch eine Uneinholbarkeit seines Bewusstseins die man mit noch so vielen Datenpunkten der KI irgendwie nicht nicht simulieren oder replizieren kann."
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    "text": "Und doch finde ich den Satz jetzt nicht per se vermessen zu sagen, die KI zumindest in vielerlei Hinsicht zu sagen die KI kennt uns besser als wir uns selber kennen gerade weil sie eben diese emotionale Wende mitgemacht hat."
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    "text": "und je länger je mehr auch eben diese Faktoren mit Einpreis, dass zögern die Mausbewegung."
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    "text": "Die Begriffe, die wir dann korrigieren der Ton, mit dem wir schreiben und so weiter... Wir sind ja ernennt das ja immer als Beispiel auch gerne in modernen Autos, die schon KI oder früher auch, da gab es auch schon rein Algorithmus gesteuert."
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    "text": "aber die Beobachtungen am Fahrer machen, die Art wie er sein Steuerrad hält."
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    "text": "Den Druck den er da anwendet über Kamera, wie seine Augen sich bewegen, wie oft er blinzelt und so weiter."
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    "end": 599.64,
    "text": "Und die eigentlich vor dem Fahrer selber erkennen dass sie jetzt bedenkliche Ermüdungserscheinungen einstellen und das dass die KI oder künstliche Intelligenz und algorithmische Unterstützungen dass die Treffsicherer sagen können, was wir bei unseren Browsen auf Amazon schlussendlich bestellen werden als wir es im Moment selber sagen könnten."
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    "text": "Das ist ja mehr oder weniger erwiesen."
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    "text": "also das ist dann schon erschreckend wie Entscheidungsprozesse, die wir für uns als völlig frei wahrnehmen von einer von einer künstlichen Intelligenz mit immer größerer Treffsicherheit eigentlich vorweggenommen werden können."
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    "text": "Und in all diesen Hinsichten ist es ja meines Erachtens berechtigt zu sagen, die kennt mich irgendwie besser als ich mich selber kenne?"
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    "text": "Ja das hast du jetzt sehr nachvollziehbar plausibilisiert."
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    "text": "Ich hätte trotzdem meine Rückfragen."
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    "end": 647.88,
    "text": "Das was die KI dort kann doch immer nur im Nachhinein nachvollziehen, wie sich jemand verhalten hat."
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    "text": "Das ist natürlich kein Argument gegen die Freiheit dessen den man da beobachtet."
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    "end": 666.98,
    "text": "Natürlich habe ich als Mensch jederzeit die Freiheit mich auch noch mal anders zu verhalten, als ich es bisher getan habe und ich meine das genau dass das Mensch sein noch ausmacht."
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    "text": "Wir sind so geflasht davon, dass wir tatsächlich von Amazon, um mal bei dem Beispiel zu bleiben bestimmte Dinge vorgeschlagen bekommen die uns gut gefallen."
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    "end": 681.14,
    "text": "Aber ich bin ja nicht verpflichtet und ich tue es in ganz vielen Fällen – nicht nur sich dem Folge!"
  },
  {
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    "end": 691.34,
    "text": "Ich bin eben nicht programmiert und das ist genau die Unterstellung, die dabei passiert und die eben denkirisch auch nicht wirklich sauber isst."
  },
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    "end": 717.22,
    "text": "Wenn ich da kurz reingreden will, was du jetzt Gabriel nicht unterstellen dürftest oder was er ja nicht meint ist dass die KI den dem Menschen eigentlich immer Rationalität unterstellt, sondern eher sagt ja grad die emotionale Wende bedeutet für ihn gerade dass die KI uns eben auch irrationalitäten zutraut."
  },
  {
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    "end": 726.62,
    "text": "Dass sie uns tatsächlich auch Widersprüchlichkeiten zutrauen und wenn Sie uns lange genug beobachtet das sie dann vielleicht sogar ein Gespür dafür kriegt."
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  {
    "start": 727.14,
    "end": 737.46,
    "text": "Andropo morphisierende Rede jetzt natürlich ein gespür davon kriegt In welchen Situationen wir emotional so aufgekratzt sind, schlecht geschlafen?"
  },
  {
    "start": 737.58,
    "end": 740.56,
    "text": "Das weiß sie aus Synchronisation mit unserer Fitness-Uhr."
  },
  {
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    "text": "Die wir tragen und so weiter."
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  {
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    "text": "Schlechtgeschlafen eine enervierende E-Mail gelesen."
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    "text": "Pipapo!"
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    "end": 756.94,
    "text": "Und in solchen Situationen sind mir geneigt irrationale Entscheidungen zu treffen um Geld auszugeben das wir gar nicht haben oder irgendwas auch immer."
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  {
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    "end": 768.02,
    "text": "Wenn Sie uns lange genug beobachtet kriegt sie sogar ein Gespür für die für die konfliktreichen, spannungsreichen irrationalen Verhaltensmuster in unserem Leben."
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  {
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    "text": "Weißt du?"
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    "end": 778.44,
    "text": "Ich würde deswegen auch nicht den Freiheitsraum völlig verleugnen also das würde all meinen theologischen Intuitionen entgegenlaufen."
  },
  {
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    "end": 795.62,
    "text": "aber es könnte sein dass unser Freiheitsraum erschreckend zusammenschrumpft wenn wir Einsehen, wie oft wir dann doch von vielen relativ berechenbaren Faktoren bestimmt sind oder so."
  },
  {
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    "end": 795.88,
    "text": "Ja?"
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  {
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    "end": 798.78,
    "text": "Jetzt wird es richtig, richtig interessant!"
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  {
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    "end": 800.48,
    "text": "Also ich bin bei dir."
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  {
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    "end": 823.78,
    "text": "die sogenannte emotionale KI, sogenannte KI stellt emotionale Muster fest, die zu einer gewissen Vorhersagbarkeit unseres Verhaltens führen und kann das rekonstruieren bedeutet, das bewegt sich aber allein auf der diskriptiven Ebene."
  },
  {
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    "end": 835.06,
    "text": "Ist immer nach Vollzug und mir fallen jetzt gegenüber der Allherrschaften... Das ist ja letztendlich die Suggestion, die da auf mich zukommt!"
  },
  {
    "start": 835.12,
    "end": 836.36,
    "text": "Du bist woher sagbar?"
  },
  {
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    "end": 837.3,
    "text": "Ja."
  },
  {
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    "end": 840.6,
    "text": "Mindestens zwei Dinge oder eigentlich sogar drei ein."
  },
  {
    "start": 840.72,
    "end": 847.2,
    "text": "also ich arbeite sehr viel mit diesen Variables, die mir dann morgens erzählen du hast schlechte Schlafen usw."
  },
  {
    "start": 850.04,
    "end": 856.86,
    "text": "Also die Datenbasis kann man immer auch noch mal relativieren und sehr schön ist es, wenn man verschiedene gegeneinander hält."
  },
  {
    "start": 856.92,
    "end": 859.38,
    "text": "Die kommen nämlich zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen."
  },
  {
    "start": 859.82,
    "end": 863.56,
    "text": "sie erheben auch nicht die Wirklichkeit an sich sondern es kommt immer auf den Algorithmus an."
  },
  {
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    "end": 866.66,
    "text": "Das ist jetzt eigentlich eher eine Nebenbemerkung."
  },
  {
    "start": 867.38,
    "end": 880.28,
    "text": "Es macht das Wesen des Menschen nachvollziehbar beobachtbar seit dreieinhalb tausend Jahren in der Literatur der Menschheit, in allen Literaturen der Menschzeit aus, dass er widersprüchlich ist."
  },
  {
    "start": 881.3,
    "end": 887.76,
    "text": "Also das er eben nicht in emotionalen Mustern aufgeht und genau das ist das was den Menschen auszeichnet."
  },
  {
    "start": 888.32,
    "end": 905.56,
    "text": "es mag so sein, dass ihr ganz viele Routinen habt das wissen wir ohne ihn um sich diese Routine auch sehr präzise beschreiben kann aber es ist eben gerade nicht so dass ich das, was mich innerlich bewegt eben, dass das ein, die nicht formulierbar wäre."
  },
  {
    "start": 905.74,
    "end": 912.26,
    "text": "Dass ich dann in systemische Flaschen packen kann sondern jetzt kommt der zweite glaube ich relevante Einwand."
  },
  {
    "start": 913.34,
    "end": 916.78,
    "text": "Ich erlebe mich natürlich in bestimmten Reizreaktionsmustern."
  },
  {
    "start": 916.82,
    "end": 920.14,
    "text": "wenn man mich reizt weiß wie ich womöglich reagiere."
  },
  {
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    "end": 929.7,
    "text": "Ich mache aber auch die Erfahrung als gebildeter als humanistisch orientierte, als religiöser Mensch, als Christ."
  },
  {
    "start": 930.22,
    "end": 936.2,
    "text": "Ich habe jetzt bewusst diese Bandbreite genannt, dass da was reinblitzt und sagt reagier bitte nicht so."
  },
  {
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    "text": "Mach's nicht!"
  },
  {
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    "end": 945.36,
    "text": "Das heißt das ich die naheliegenden womöglich von der KI festgestellten Muster gerade durchbreche."
  },
  {
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    "end": 951.46,
    "text": "Genau das macht meine Personalität aus und ich behaupte das ist nicht reduzierbar."
  },
  {
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    "end": 959.66,
    "text": "Das wären für mich ganz, ganz wichtige Einwände und ich glaube dass wir hier auch vor dem Wesen des Menschsteins stehen."
  },
  {
    "start": 961.06,
    "end": 973.92,
    "text": "Im Übrigen gibt er das ja an den Stellen zu wo er dann interessanterweise entgegen dieser These der emotionalen Rekonstruierbarkeit von der Tiefe des Menschen spricht und von seiner Tätivität."
  },
  {
    "start": 974.34,
    "end": 983.32,
    "text": "also das ist ein immanenter Widerspruch der natürlich dazu führt dass immer sagen kann ja das sage ich doch Also diese beiden Theorie-Elemente passen einfach nicht zusammen."
  },
  {
    "start": 983.92,
    "end": 997.54,
    "text": "Ja, also dann würdest du eigentlich... weil das finde ich auch spannend im Blick auf eine... eine jahrhundertealte philosophische Diskussion, die ich mit einiger Leidenschaft in den letzten Jahren auch mitverfolgt habe."
  },
  {
    "start": 997.62,
    "end": 1021.28,
    "text": "Nämlich zwischen Determinismus und Libertarismus oder überhaupt zwischen der Idee dass das Verhalten des Menschen entweder eigentlich völlig festgelegt ist und da gibt es verschiedene Begründungen von Gott festgelegt, von physikalischen Kausalgesetzen festgelege, vom Erb gut von quasi biologisch, sozial verhaltensmäßig festgelegt wie auch immer und andere."
  },
  {
    "start": 1021.34,
    "end": 1030.5,
    "text": "die andere Seite versucht zu kämpfen für einen bestehenden nicht einholbaren Freiheitsraum des Menschen."
  },
  {
    "start": 1031.06,
    "end": 1038.56,
    "text": "Und witzigerweise ist Gabriel soweit ich das verstanden habe von ihm eigentlich überzeugter Libertaria."
  },
  {
    "start": 1038.68,
    "end": 1054.66,
    "text": "also es einer der sagt nein der Mensch hat Freiheit und sein ganzes Konzept einer ethischen Intelligenz zielt auch darauf ab, quasi die Freiheitspotenziale des Menschen neu zu aktivieren."
  },
  {
    "start": 1054.74,
    "end": 1061.98,
    "text": "Und ihn quasi neu zu einem moralisch-ethisch verantwortlichen Subjekt Formen."
  },
  {
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    "end": 1082.72,
    "text": "Also du hast jetzt von einer Inkonsistenz gesprochen, du würdest sagen wenn man Gabriel in seinem Lob für die Analyse und Prognosefähigkeit der KI konsequent ernst nimmt dann unterläuft er seinen eigenen Libertarismus oder seine eigene Überzeugung."
  },
  {
    "start": 1087.16,
    "end": 1100.06,
    "text": "wird die KI mit genügend Datenpunkten irgendwann, mit völliger Treffsicherheit im Sinne eines laplassischen Dämon oder einer im Sinne Gottes quasi der eben."
  },
  {
    "start": 1100.64,
    "end": 1120.1,
    "text": "Die Zukunft auch wie einen nach Ansicht vieler Theologen nicht nach meiner aber wie einen festen Ereignisverlauf vor sich hat genauso wir die KI unser Verhalten völlig zuverlässig voraussagen können und damit unsere Freiheit eigentlich einziehen."
  },
  {
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    "text": "Ja,"
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    "text": "sehr schön!"
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  {
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    "end": 1130.32,
    "text": "Also ich glaube das Kaninchen, dass er zum Schluss aus dem Hut saubert was ein religiöses Kaninchin letzten Endes ist."
  },
  {
    "start": 1132.34,
    "end": 1140.5,
    "text": "Dass eben auch von bestimmten Voraussetzungen ausgeht, dass es vorher ausgeschlossen hat, um seine These dann erst richtig interessant zu machen."
  },
  {
    "start": 1140.6,
    "end": 1145.28,
    "text": "Also das Ganze funktioniert ja als Modell, als Konzept, als Beschreibung."
  },
  {
    "start": 1145.36,
    "end": 1152.24,
    "text": "nur wenn ich eben von dieser emotionalen Übermacht der emotionalen KI ausgehe."
  },
  {
    "start": 1154.22,
    "end": 1163.86,
    "text": "Deine These die du ja eben auch wiederholt hast... Die KI kennt uns unendlich viel besser als wir uns selber kennen und sie versteht uns auch unendliche viel besser."
  },
  {
    "start": 1164.44,
    "end": 1167.34,
    "text": "Also der Begriff des Verständnisses ist da schon ein Problem."
  },
  {
    "start": 1168.6,
    "end": 1175.7,
    "text": "Ja, ja und du meinst dann wenn er solche auch das ist ja metaphorische Sprache witzigerweise auch?"
  },
  {
    "start": 1176.08,
    "end": 1187.94,
    "text": "Wenn er solche Begriffe wie Tiefe einführt, dann kämpft er eigentlich gegen eine reduktionistische Konsequenz die er selber aufgesetzt hat mit seinem Bild von KI."
  },
  {
    "start": 1189.18,
    "end": 1192.34,
    "text": "Und jetzt danke für diesen Hinweis metaphorische Sprachen!"
  },
  {
    "start": 1193.42,
    "end": 1201.82,
    "text": "Es wäre ja schön, wenn er gerade auch in den kommunikativen Äußerungen – wo er seine Thesen dann verbreitet – darauf hingewiesen hätte."
  },
  {
    "start": 1202.6,
    "end": 1204.36,
    "text": "Aber genau das passiert ja nicht!"
  },
  {
    "start": 1204.54,
    "end": 1209.04,
    "text": "Also im Buch wird bewusst sein in Anführungsstrichen gesetzt."
  },
  {
    "start": 1209.36,
    "end": 1211.34,
    "text": "Wofür man ja schon mal dankbar sein kann?"
  },
  {
    "start": 1212.3,
    "end": 1221.9,
    "text": "In der öffentlichen Kommunikation, in Podcasts, Gesprächen und Vorlesung werden die Begriffe Bewusstsein, Intelligenz leben."
  },
  {
    "start": 1222.46,
    "end": 1240.18,
    "text": "Sie werden ohne diese Differenzierung gebraucht und es wäre jetzt ja eigentlich philosophischer Standard zu sagen also entweder gebrauche ich den Begriff Bewusstsein im traditionellen Sinne dann spreche ich vom menschlichen Bewusst sein."
  },
  {
    "start": 1240.26,
    "end": 1247.02,
    "text": "und dann muss sich ehrlicherweise sagen Maschinen haben das nicht oder Ich müsste begründen dass du der war stelle."
  },
  {
    "start": 1247.8,
    "end": 1251.1,
    "text": "Oder ich müsste sagen, ich gebrauche den Begriff jetzt weiter."
  },
  {
    "start": 1252.94,
    "end": 1254.96,
    "text": "Ich will ihn aufweiten!"
  },
  {
    "start": 1255.86,
    "end": 1264.7,
    "text": "Dann ist aber das was man unter dem Bewusstsein von Maschinen versteht etwas zunächst mal fundamental anderes als das Bewusstsein vor Menschen."
  },
  {
    "start": 1264.76,
    "end": 1267.94,
    "text": "und wenn ich so unterscheide habe ich meine Porente kaputt gemacht."
  },
  {
    "start": 1269.0,
    "end": 1274.72,
    "text": "Das sind die Unschärfen in der Sprache, die mich ehrlich gesagt furchtbar aufregen."
  },
  {
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    "end": 1274.88,
    "text": "Ja!"
  },
  {
    "start": 1276.22,
    "end": 1279.7,
    "text": "Die Effekte werden durch unscharfe Sprache eben vielfach erzählt."
  },
  {
    "start": 1281.12,
    "end": 1286.88,
    "text": "Aber könnte man nicht sagen er hat vielleicht einfach ein sehr streng... Was wäre das?"
  },
  {
    "start": 1288.22,
    "end": 1292.1,
    "text": "Eine Ein phänomenologisches Verständnis dieser Begriffe."
  },
  {
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    "end": 1294.96,
    "text": "Er sagt quasi Bewusstsein, Intelligenz"
  },
  {
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    "end": 1295.44,
    "text": "usw.,"
  },
  {
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    "end": 1303.92,
    "text": "das zeigt sich in bestimmten Lebensäußerungen emotionaler, rationaler sprachlicher Art."
  },
  {
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    "end": 1312.14,
    "text": "und wenn die KI ganz nach deinem Diktum vorhin wenzelt, sich bewegt wie ein Hund und aussieht wie ein Hund."
  },
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    "text": "Und stinkt wie ein Hunt?"
  },
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    "end": 1314.56,
    "text": "Dann ist es ein Hund!"
  },
  {
    "start": 1314.8,
    "end": 1338.24,
    "text": "Wenn die KI alle anzeichen dessen aufweist oder zunehmend viele anzeigen dessen Aufweis was wir unter Äußerungen von Intelligenz und äußerung von Bewusstsein verstehen dann können wir ihr auf dieser phänomenologischen Ebene quasi die quasi Bewusstsein attestieren."
  },
  {
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    "end": 1344.28,
    "text": "und das unterläuft er dann wieder, wenn er den Menschen eine uneinhalb Holbare Tiefe wieder zuschreibt."
  },
  {
    "start": 1344.34,
    "end": 1346.36,
    "text": "So ganz wohl scheint es ihm da ja doch"
  },
  {
    "start": 1346.7,
    "end": 1346.88,
    "text": "nicht"
  },
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    "start": 1347.54,
    "end": 1348.42,
    "text": "zu sein aber ..."
  },
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    "start": 1348.82,
    "end": 1350.34,
    "text": "Er muss die Kurve dann wieder kriegen."
  },
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    "end": 1362.96,
    "text": "also ich finde sehr schön wie du jetzt auf diese Methode Ich zöge etwas zu sagen Phänomenologische Methode noch einmal zu sprechen gekommen bist."
  },
  {
    "start": 1363.54,
    "end": 1383.54,
    "text": "Also macht es nicht Ein Standard von in der abendländischen Philosophie gewonnener Reflexion aus, dass wir uns auch in der Tradition des jüdisch-größlichen Gottesglaubens angewöhnt haben zwischen dem zu unterscheiden was wir sehen und von dem was wir sind."
  },
  {
    "start": 1384.38,
    "end": 1388.32,
    "text": "Also ist das nicht eine humanitätssichernde Unterscheidung?"
  },
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    "end": 1399.9,
    "text": "Einen Menschen sehe er sich unendlich vergangen hat sich wie ein Padon Schweinverhalten hat, nicht rekonstruierbar."
  },
  {
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    "text": "Dann gehört es zum jüdisch-christischen Gottesglauben und zu gewissen Formen von Humanität das ich sage an seinen Menschen dann hat er trotzdem mich"
  },
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    "text": "verloren.\"."
  },
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    "text": "Ja?"
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    "text": "Und wir identifizieren eben nicht das was wir sehen mit dem was wir sind."
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    "text": "Das kann ich natürlich machen aber meine Frage wäre ob damit nicht ein wesentlicher Humanitäts oder undologisch gesprochen, auch Wirklichkeitsverlust verbunden ist."
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    "text": "Ich bin nicht bereit das was ich sehe mit dem zu identifizieren etwas von seinem Wesen nach ist."
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    "text": "es kann natürlich sein dass es so ist."
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    "text": "bis auf weiteres möchte ich eigentlich gerne beides unterscheiden."
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    "text": "ja aber das ist jetzt also das gefällt mir sehr weil das ist ja jetzt auch eine Theologische Pointe, die du damit machst."
  },
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    "text": "Das ist ja auch eigentlich der Kern des Rechtfertigungsgedankens."
  },
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    "text": "oder um es ein bisschen weniger systematisch theologisch zu sagen."
  },
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    "end": 1475.98,
    "text": "Das is' ja auch das was man eigentlich in dem Leben und Dienst von Jesus vom Nazareth auf Schritt- und Tritt beobachten kann dass er sich mit Menschen auseinandersetzt die man auf ihr Verhalten, auf ihre Vergehen reduziert."
  },
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    "end": 1499.0,
    "text": "Die man nur noch identifiziert als Zöllner, als Sünder, als Prostituierte, als dies und das was sie falsch gemacht haben und die quasi in der öffentlichen Wahrnehmung einfach... Und da könnte man jetzt auch sagen mit einem ganz streng auf die Lebensäußerungen konzentrierten Blick werden die Leute festgenagelt."
  },
  {
    "start": 1499.32,
    "end": 1505.28,
    "text": "Der ist, das ist ein Dieb und impliziert nichts anderes."
  },
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    "start": 1505.4,
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    "text": "Und nichts mehr!"
  },
  {
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    "end": 1512.52,
    "text": "Das ist ein Zöllner eine Prositurte, ein Betrüger und nichts Anderes."
  },
  {
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    "end": 1522.1,
    "text": "Und Jesus begegnet ja diesen Menschen... konsequent, indem er ihnen meistens sagt er das ja nicht so wörtlich und explizit."
  },
  {
    "start": 1522.24,
    "end": 1541.44,
    "text": "Aber er bringt zum Ausdruck in seinem Verhalten dass er ihn in ihnen mehr und etwas anderes sieht als die Summe ihrer Vergehungen oder Verfehlungen und das ist ja eigentlich ein Stück Kern dessen, was das Christentum als Evangelium festhält."
  },
  {
    "start": 1541.58,
    "end": 1552.8,
    "text": "Also ich würde da sogar mit theologischem Grund noch sagen wir dürfen uns eigentlich diesem reduktionistischen Denken nicht Hingeben."
  },
  {
    "start": 1552.84,
    "end": 1578.74,
    "text": "Das ist quasi eine ganz gefährliche Figur, in erster Instanz zu staunen über die Fähigkeiten der KI menschliches Verhalten, menschliche Intelligenz und Bewusstsein zu simulieren, zu replizieren und dann im Unkehrschluss zu sagen Ergo oder ... Die KI verhält sich bewusst intelligent unter Mensch selber."
  },
  {
    "start": 1579.18,
    "end": 1587.66,
    "text": "Das Bewusstsein des Menschen und die Intelligenz, das Person seines Menschen ist auch nicht mehr als das was die KI hier simuliert."
  },
  {
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    "text": "Weißt du?"
  },
  {
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    "text": "Das ist ja dann die Rückspiegelung, die dann fatal ist."
  },
  {
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    "text": "Ja sehr schön würde ich hundert Prozent unterschreiben wollen."
  },
  {
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    "end": 1600.2,
    "text": "wir sind mehr als dass was man berechnen kann."
  },
  {
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    "text": "Man kann uns natürlich oft reduzieren was man brechen kann."
  },
  {
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    "text": "Das ist das, was Nietzsche beschreibt als Wesen des Menschen der Wille zur Macht ist und alles überschreibt nach seinen Kategorien."
  },
  {
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    "text": "Wogegen er aber selber dann auch protestieren kann."
  },
  {
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    "end": 1636.54,
    "text": "also man kann so verfahren Aber Humanität zeichnet es eben aus und das beste Beispiel dafür ist der Jude Jesus der Begründer des christlichen Glaubens dass wir sagen wir wollen und nicht auf das reduzieren lassen, was wird zu seinen Scheinen."
  },
  {
    "start": 1636.64,
    "end": 1650.66,
    "text": "Und dann kommt die phänomenologische Methode, die Jesus ja paradigmatisch praktiziert und erschichtet das ab, was man sieht und dringt vor zudem Gottes Bedürftigen nach lebensuchenden Menschen."
  },
  {
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    "text": "Das erreicht keine KI!"
  },
  {
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    "text": "Jetzt hast du den phänomenologischen Ansatz noch mal auf den Kopf gestellt oder auf die Füße gestellt und gesagt, Phänomenologie nach im Sinne seiner Begründer wäre gerade nicht die Reduktion des Menschen auf bloße äußere Lebensvollzüge."
  },
  {
    "start": 1680.16,
    "end": 1688.86,
    "text": "Ja und wenn wir jetzt schon, du hast das ja angedeutet und ich kann jetzt das Gespräch unmöglich abschließen ohne darüber noch zu sprechen."
  },
  {
    "start": 1689.56,
    "end": 1706.76,
    "text": "Du hast ganz am Anfang gesagt es ist faszinierend zu sehen dass bei Markus Gabriel das er staunt darüber wie Die künstliche Intelligenz, praktisch sämtliche Alleinstellungsmerkmale des Menschen einholt und überholt."
  },
  {
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    "end": 1724.1,
    "text": "Und den Menschen zunehmend nackt dastehen lässt weil er merkt ja die ganzen stolzen Bekenntnisse des genuinen menschlichen Der Mensch ist rational der Mensch ist künstlerisch der Mensch is whatever."
  },
  {
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    "end": 1727.28,
    "text": "Das wird alles überhohlt jetzt von der KI."
  },
  {
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    "text": "Und dann kommt Gabriel zu dem eigenartigen Schluss zu sagen, was den Menschen wahrscheinlich bleibend auszeichnet und von künstlicher Intelligenz unterscheidet ist seine Verletzlichkeit."
  },
  {
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    "text": "Ist seine Vulnerabilität?"
  },
  {
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    "text": "Ist seine leiblich-körperlich zeitlich endliche Verfasstheit?"
  },
  {
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    "text": "Das steht doch irgendwie quer im Bild oder Peter?"
  },
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    "text": "Ja"
  },
  {
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    "text": "absolut!"
  },
  {
    "start": 1757.12,
    "end": 1781.4,
    "text": "Es ist interessant, dass er letztendlich diese theologische Pointe dann auch formuliert und sagt das ist das was den Menschen eben bleiben gerade von einer perfekt funktionierenden nachvollziehbaren berechenbar vorgehenden in natürlichen künstlichen Intelligenz von einer Maschine unterscheidet."
  },
  {
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    "text": "Seine Kreativität Ich greife mal auf, was du eben versuchst das stark zu machen seine Entscheidungsfähigkeit."
  },
  {
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    "text": "Seine Freiheit letzten Endes und... Das führt natürlich letztendlich auch wieder zu einer Frage wenn wir jetzt in die Zukunft schauen und wer haben diese fantastischen Maschinen die alles regeln?"
  },
  {
    "start": 1803.78,
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    "text": "Alle berechenbar machen?"
  },
  {
    "start": 1805.0,
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    "text": "da kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen."
  },
  {
    "start": 1807.7,
    "end": 1819.2,
    "text": "Was in aller Welt soll uns denn rechtfertigen gegenüber so tollen Wesen, wie wir sie da irgendwie doch initiiert haben und wie Sie auf einmal da sind."
  },
  {
    "start": 1820.02,
    "end": 1827.56,
    "text": "Was rechtfertigt denn die Existenz des Menschen angesichts dieser perfekten Existenzen?"
  },
  {
    "start": 1828.76,
    "end": 1843.16,
    "text": "Und auf die Frage hätte ich gern dann auch eine Antwort der christliche Glaube gibt sie, der jüdische Glaube die Tatsache, dass wir unverlierbar Ebenbilder Gottes sind und mit Gottes nach Gottes willen ein Lebensrecht haben."
  },
  {
    "start": 1844.4,
    "end": 1854.3,
    "text": "Und das ist eine Dimension, die doch eigentlich auch erst die Humanitätsidee auf die Gabriel abzielt letztendlich begründen kann."
  },
  {
    "start": 1854.46,
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    "text": "Warum sonst sollte man diese imperfekten Wesen überleben lassen?"
  },
  {
    "start": 1858.64,
    "end": 1860.16,
    "text": "Das ist doch die entscheidende Frage!"
  },
  {
    "start": 1864.36,
    "end": 1874.76,
    "text": "führt ein Stück weit auch zurück zu seiner Idee, dass der Mensch in Kooperation mit der KI zu einem ethischen Handeln kommt."
  },
  {
    "start": 1874.86,
    "end": 1879.48,
    "text": "und ich glaube an einer Stelle sagt er nur der Mensch hat diesen Selbsterhaltungstrieb."
  },
  {
    "start": 1879.56,
    "end": 1883.68,
    "text": "Und da müsste jetzt quasi, der Mensch will ja das er nicht ausstirbt quasi!"
  },
  {
    "start": 1884.16,
    "end": 1889.76,
    "text": "Und dann müsst ihr jetzt eigentlich in Kooperation mit der KI beweisen können warum er es verdient hat nicht auszustärken."
  },
  {
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    "text": "Warum die KI den Menschen dabei unterstützen soll zu überleben?"
  },
  {
    "start": 1898.46,
    "end": 1907.2,
    "text": "Vielleicht müssen wir an dieser Stelle eben auch doch nochmal auf Zentrale, weil das ist bis jetzt... Es gibt so viel Diskussionspotenzial."
  },
  {
    "start": 1907.7,
    "end": 1938.82,
    "text": "Ich bin froh haben wir zwei Folgen aus diesem Gespräch gemacht, weil wir haben noch gar nicht geredet über seinen moralischen Realismus und über seine Überzeugung dass die KI eben nicht nur den Menschen immer vollkommen auslesen und verstehen kann in Anführungs- und Schlusszeichen sondern dass sie auch aufgrund der Verhaltens- und Lebensäußerungen des Menschen auf seine ethischen Wertsetzungen stößt."
  },
  {
    "start": 1938.94,
    "end": 1963.98,
    "text": "Und Gabriel meint das nicht nur, dass sie den kleinsten gemeinsamen Nenner der gegenwärtigen des gegenwärtigen moralischen Kompasses der Menschheit erruiert in einem deskriptiven Sinne, sondern Gabriel ist überzeugt die KI könnte uns dabei helfen auf wirkliche normative ethische Grundsätze zu stoßen."
  },
  {
    "start": 1964.52,
    "end": 1974.54,
    "text": "Und wenn der Mensch nach diesen Grundsätzen beginnt zu leben kann er quasi auch der KI seine Überlebensrecht irgendwie demonstrieren?"
  },
  {
    "start": 1974.6,
    "end": 1976.04,
    "text": "Dann ist er schützenswert so!"
  },
  {
    "start": 1976.84,
    "end": 1988.5,
    "text": "Und an dieser Überzeugung ist doch ganz vieles schief oder unglaublich auch erkennstheoretisch, unglaublich optimistisch."
  },
  {
    "start": 1989.14,
    "end": 1995.12,
    "text": "Vielleicht kannst du da mal reinstechen und sagen wo bei dir die Probleme anfangen."
  },
  {
    "start": 1995.16,
    "end": 1997.8,
    "text": "dann kann ich vielleicht dann sagen wo sie aufhören."
  },
  {
    "start": 1999.78,
    "end": 2006.74,
    "text": "Ja also zunächst einmal Ich finde das natürlich schön, dass jemand eine moralische Basis zu sichern sucht."
  },
  {
    "start": 2007.9,
    "end": 2014.36,
    "text": "Und ich finde auch schön, daß er so ein Ziel formuliert und sagt darauf müssten wir uns doch eigentlich alle verständigen"
  },
  {
    "start": 2014.42,
    "end": 2014.7,
    "text": "können.\"."
  },
  {
    "start": 2015.24,
    "end": 2016.88,
    "text": "Also das ist nachvollziehbar!"
  },
  {
    "start": 2017.44,
    "end": 2023.14,
    "text": "Aber gleichzeitig gehe ich sofort in Deckung wenn jemand von moralischen Tatsachen spricht."
  },
  {
    "start": 2023.8,
    "end": 2036.32,
    "text": "Das suggeriert ja, dass es da etwas gibt was an sich völlig klar ist Subjekt unabhängig feststeht, moralische Tatsachen als ethische Parallele zu den physikalischen Tatsachen."
  },
  {
    "start": 2036.38,
    "end": 2039.7,
    "text": "Zu den naturwissenschaftlich feststellbaren Tatschen."
  },
  {
    "start": 2040.52,
    "end": 2047.62,
    "text": "und die Tatsache rhetorik bedeutet ja da gibt es etwas was man nicht diskutieren muss."
  },
  {
    "start": 2048.78,
    "end": 2052.88,
    "text": "Auch da, pardon, regt sich bei mir sofort ein Verdacht und auch eine Angst."
  },
  {
    "start": 2053.0,
    "end": 2058.719,
    "text": "Da will mir jemand etwas aufoktoieren weil er sagt eigentlich gibt es da keine Debatte."
  },
  {
    "start": 2059.679,
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    "text": "Eigentlich musst du das so schlucken wenn ich dir das sage."
  },
  {
    "start": 2062.86,
    "end": 2068.52,
    "text": "Denn rede ja nicht nur ich sondern ich sage dir etwas was an und für sich feststeht."
  },
  {
    "start": 2069.679,
    "end": 2076.84,
    "text": "Wir haben uns angewöhnt in der Ideologiekritik hier von fundamentalistischen Systemen zu sprechen."
  },
  {
    "start": 2077.28,
    "end": 2081.92,
    "text": "Das ist natürlich für Herrn Gabel ein furchtbarer Vorwurf, aber ich sehe nicht wie man darum herumkommt."
  },
  {
    "start": 2082.719,
    "end": 2089.219,
    "text": "um es argumentativ deutlichzumachen wir Es gibt in der Wissenschaftstheorie auch keine Tatsachen an sich."
  },
  {
    "start": 2090.1,
    "end": 2113.62,
    "text": "Es gibt nicht das was wir an sich vorfinden sondern wir bekommen Wir finden so Tat Sachen nur dadurch dass wir bestimmte Voraussetzungen machen, die immer individuell sind oder von mir aus auch kollektiv ein Netz bilden in dem bestimmten Dinge überhaupt erst sich ergeben als Ergebnisse."
  },
  {
    "start": 2114.26,
    "end": 2128.4,
    "text": "Es gibt keine naturwissenschaftlich feststellbaren Tatsachen an sich, denn es gibt sie immer nur für bestimmte Konstrukte Und so müssen wir das übertragen auch im Hinblick auf den Begriff moralischer Tatsachen."
  },
  {
    "start": 2128.46,
    "end": 2137.28,
    "text": "Ich muss immer schon ein bestimmtes Konstrukt, einen bestimmten Kontext voraussetzen in dem sich bestimmte Dinge von selbst verstehen."
  },
  {
    "start": 2137.86,
    "end": 2147.0,
    "text": "aber es wird dann gefährlich wenn jemand von diesen Kontexten absieht und sagt Das muss jetzt eigentlich wirklich jeder überall als solches akzeptieren."
  },
  {
    "start": 2147.86,
    "end": 2155.76,
    "text": "Ja Ja, also Gabriel würde dir natürlich im Grundsatz widersprechen schon bei naturwissenschaftlichen Tatsachen."
  },
  {
    "start": 2155.9,
    "end": 2162.34,
    "text": "Weil er ja einer der profiliertesten Vertreter des neuen Realismus ist, der sagt es Menschen können."
  },
  {
    "start": 2162.78,
    "end": 2171.86,
    "text": "Ware Aussagen über diese Welt oder über Dinge in dieser Welt treffen und das gilt auch in moralischer Hinsicht."
  },
  {
    "start": 2171.94,
    "end": 2185.46,
    "text": "ich muss ihn ein bisschen in Schutz nehmen wenn du sagst die Rede vom moralischen Tatsachen suggeriert, dass das Ganze so offensichtlich ist, dass es sich nicht lohnt oder man darüber gar nicht diskutieren muss."
  },
  {
    "start": 2185.6,
    "end": 2191.44,
    "text": "Er würde natürlich schon sagen... Doch da muss man darüber diskutieren, das muss man aushandeln."
  },
  {
    "start": 2191.74,
    "end": 2196.3,
    "text": "Menschen können sich ja auch in ihren ethischen Wert urteilen."
  },
  {
    "start": 2196.64,
    "end": 2221.42,
    "text": "und er versucht eine Versöhnung zwischen Postmoderne und Realismus, indem er sagt doch natürlich sind unsere moralischen Wertsetzungen und unsere ethischen Weichenstellungen historisch kulturell bedingt, sind bedient durch alle möglichen Faktoren und Perspektiven."
  },
  {
    "start": 2221.76,
    "end": 2227.0,
    "text": "Und er versucht aber dann sich zu helfen mit dieser Idee einer Lerngeschichte."
  },
  {
    "start": 2227.1,
    "end": 2232.46,
    "text": "Er sagt wir sind Teil einer moralischen ethischen Lern-Geschichte."
  },
  {
    "start": 2233.18,
    "end": 2245.66,
    "text": "und diese Geschichte das sind nicht einfach wechselnde Selbstbeschreibungen des Menschen sondern es ist eine Geschichte von echten Erkenntnis fortschritten."
  },
  {
    "start": 2245.76,
    "end": 2256.22,
    "text": "Also im Rückblick auf die Geschichte, er würde schon sagen es war immer falsch Sklaven zu halten Frauen zu schlagen Kinder umzubringen oder was auch immer."
  },
  {
    "start": 2256.26,
    "end": 2257.2,
    "text": "das war immer falsche."
  },
  {
    "start": 2257.42,
    "end": 2275.36,
    "text": "aber die Menschheit hat in Zuge ihrer Geschichte hat sie Erkenntnisfortschritte erzielt und heute sind die moralischen Tatsachen offensichtlicher als sie früher waren, dass sich eben diese Dinge aus grundsätzlichen Gründen nicht gehören."
  },
  {
    "start": 2278.0,
    "end": 2278.5,
    "text": "Vielen Dank!"
  },
  {
    "start": 2279.32,
    "end": 2280.4,
    "text": "Das ist sehr hilfreich."
  },
  {
    "start": 2280.56,
    "end": 2284.76,
    "text": "ich kann mein Einwand auf dieser Basis noch einmal präzisieren."
  },
  {
    "start": 2285.38,
    "end": 2288.28,
    "text": "Ich gebe dir vollkommen recht, das ist sein Konzept."
  },
  {
    "start": 2288.48,
    "end": 2291.42,
    "text": "Aber es läuft exakt auf das hinaus was ich gesagt habe."
  },
  {
    "start": 2292.16,
    "end": 2296.68,
    "text": "Also erster Punkt Er meint eben man könne wirklich wahre Aussagen machen."
  },
  {
    "start": 2298.36,
    "end": 2306.72,
    "text": "Damit fällt man zurück hinter das von Popper im kritischen Rationalismus und in der Popperschule erreichte Reflexionsniveau."
  },
  {
    "start": 2307.76,
    "end": 2314.06,
    "text": "Danach ist es alleine möglich Aussagen zu machen die ein Wahrheitsanspruch erheben."
  },
  {
    "start": 2315.22,
    "end": 2320.42,
    "text": "wahre Aussagen kann ich nur dann zu machen, beansprochen wenn ich im Besitz der Wahrheit bin."
  },
  {
    "start": 2322.08,
    "end": 2331.3,
    "text": "Das kann ich aber erst dann, wenn ich quasi diesen Erkenntnisprozess an einen Ende gebracht habe, dann mir ja erst möglich in besitzt der Wahrheitssagen."
  },
  {
    "start": 2331.76,
    "end": 2338.08,
    "text": "diese Aussage stimmt mit der Wahrheite überein und das ist exakt der fundamentalistische Ansatzpunkt."
  },
  {
    "start": 2338.76,
    "end": 2347.42,
    "text": "Wenn ich sage Ich hab die Wahrheit als Fundament schon Popper und Andor und Popper ist an entscheidender Stelle auch noch ein Stück weit unkritisch, wie Kuhn und andere gezeigt haben."
  },
  {
    "start": 2347.52,
    "end": 2354.74,
    "text": "Aber Popper oder Andor haben gerade demgegenüber gesagt Erkenntnis der Wahrheit ist ein offener Prozess!"
  },
  {
    "start": 2354.92,
    "end": 2356.22,
    "text": "Er muss offen bleiben."
  },
  {
    "start": 2356.7,
    "end": 2374.92,
    "text": "selbst wenn ich theoretisch im Besitz der Wahrhalt wäre also nein Wenn ich theoretische eine wahre Aussage machen würde könnte ich es nicht wissen Heilig ein besitzt der Wahrheits sein müsste um eine solche, um einen solchen Wahrheitsanspruch letztendlich zu erheben."
  },
  {
    "start": 2374.98,
    "end": 2375.52,
    "text": "Ich habe die"
  },
  {
    "start": 2375.56,
    "end": 2375.92,
    "text": "Wahrheit.\"."
  },
  {
    "start": 2376.36,
    "end": 2379.8,
    "text": "Und das ist der entscheidende Kurzschluss in dieser ganzen Argumentation!"
  },
  {
    "start": 2379.9,
    "end": 2390.82,
    "text": "Ich kann ja nie ausschließen dass ich in einer weiteren Entwicklung auch noch mal zur Einsicht komme, dass das was ich früher für wahr gehalten habe falsch ist."
  },
  {
    "start": 2392.5,
    "end": 2399.06,
    "text": "wenn ich das nicht einräume muss ich beansprochen im Besitz der Wahrheit sein."
  },
  {
    "start": 2399.86,
    "end": 2402.74,
    "text": "Und nochmal, pardon solche Leute machen wir Angst."
  },
  {
    "start": 2402.84,
    "end": 2408.12,
    "text": "Ganz egal ob es sich um religiöse oder philosophisch orientierte Positionen handelt."
  },
  {
    "start": 2409.02,
    "end": 2447.1,
    "text": "Ja hier kommen ja auch zurück auf das Gespräch dass wir zu Gabriel schon einmal geführt haben eben gerade zu seinem Konzept moralischer Tatsachen, wo wir auch erkenntnistheoretisch Scharfkritik geübt haben an seinen Voraussetzungen und da meiner Erinnerung nach auch schon gezeigt haben welche bis zu tyrannischen Potenzialen in einer solchen Sicherheit Decken, mit der man moralische Tatsachen beansprucht und allen anderen unterstellt."
  },
  {
    "start": 2447.44,
    "end": 2466.2,
    "text": "Sie würden sich halt noch täuschen und sie wären halt noch irgendwelchen Irrtümern aufgesessen weil die Frage liegt ja völlig auf der Hand wer kann denn zwischen Täuschungen und Erkenntnissen zwischen Irrtümern und Entdeckungen legitim unterscheiden?"
  },
  {
    "start": 2466.36,
    "end": 2477.64,
    "text": "Also irgendeiner müsste dann den Überblick haben und zu sagen, ja da handelt es sich ... der ist halt noch in einer Selbsttäuschung im Blick auf die moralischen Tatsachen."
  },
  {
    "start": 2477.74,
    "end": 2493.68,
    "text": "Aber nur wenn man die Existenz solcher moralischer Tatsache festhält kann man die These dieses buches ethische Intelligenz in ihrer Tagweite oder in ihrer Schärfe wirklich hochhalten."
  },
  {
    "start": 2493.74,
    "end": 2499.88,
    "text": "also nur dann kannst du sagen die KI für die KI sind die Daten, die sie sammelt."
  },
  {
    "start": 2500.08,
    "end": 2505.2,
    "text": "Nicht bloß ein Rohstoff, sondern sie sind quasi trägerverborgener Werte."
  },
  {
    "start": 2505.62,
    "end": 2524.6,
    "text": "und die KI kann die Muster im menschlichen Verhalten erkennen, die uns entgehen und dann daraus extrahieren was eben diese moralisch relevanten Strukturen, diese Werte in einem ganz normativen Sinn sind."
  },
  {
    "start": 2524.9,
    "end": 2526.12,
    "text": "Die muss es ja geben!"
  },
  {
    "start": 2527.74,
    "end": 2532.34,
    "text": "nur entdecken, wenn es die gibt."
  },
  {
    "start": 2533.06,
    "end": 2563.56,
    "text": "Wenn sie wirklich vorliegen und ich finde das nach wie vor dass die befremdlichste Überzeugung oder Hintergrundvoraussetzung von diesem Buch und diesem Konzept, dass er wirklich denkt man könne jetzt menschliches Verhalten so umfassend wie möglich kartografieren wahre moralische Wertsetzungen oder zutreffende, moralische Tatsachen stoßen."
  },
  {
    "start": 2563.94,
    "end": 2569.38,
    "text": "Ich check schon gar nicht... Also ich bin da wirklich in vielfacher Hinsicht."
  },
  {
    "start": 2569.44,
    "end": 2592.0,
    "text": "Bin ich erstaunt über fast schon die erkennstheoretische Naivität, die er da an den Tag legt aber auch ein bisschen über den anthropologischen Optimismus, den er irgendwie hat weil Menschen erstens mal selber ja äußerst im Konflikt mit sich selber sind und längst nicht immer gleich handeln."
  },
  {
    "start": 2592.1,
    "end": 2601.26,
    "text": "Und nicht für jede Situation die gleichen Werte anlegen, für ihr eigenes Handeln und ganz oft auch verwerflich handeln."
  },
  {
    "start": 2601.8,
    "end": 2605.58,
    "text": "wie stellt er sich vor dass die KI das aussortiert?"
  },
  {
    "start": 2605.74,
    "end": 2618.12,
    "text": "Und nicht am Schluss einfach bei einer Ethika landet, die zum Beispiel Wenn man das ein bisschen pessimistischer sieht, eigentlich auf einer Ethik des Willens zur Macht hinausläuft."
  },
  {
    "start": 2618.24,
    "end": 2618.64,
    "text": "Genauso"
  },
  {
    "start": 2618.82,
    "end": 2619.38,
    "text": "zum Beispiel?"
  },
  {
    "start": 2619.48,
    "end": 2620.18,
    "text": "Ja mit Nietzsche."
  },
  {
    "start": 2623.02,
    "end": 2631.28,
    "text": "Die analytische Philosophie in den Vereinigten Staaten hat für dieses Programm das meint"
  },
  {
    "start": 2631.68,
    "end": 2631.82,
    "text": "die"
  },
  {
    "start": 2632.06,
    "end": 2640.7,
    "text": "Wahrheit erkennen und formulieren zu können Den entlarvenden Ausdruck gefunden dass jemand versuche den Gottesstandpunkt einzunehmen."
  },
  {
    "start": 2642.22,
    "end": 2651.06,
    "text": "Und auch da sage ich wieder, als überzeugter Christ und Theologe und Philosoph, darauf möchte ich gerne verzichten."
  },
  {
    "start": 2651.58,
    "end": 2661.42,
    "text": "Den Gottesstandpunkt gebührt Gott alleine und es ist die entscheidende humanisierende Einsicht der Philosophie dass wir das zur Geltung bringen, dass das niemand von uns kann!"
  },
  {
    "start": 2662.14,
    "end": 2666.04,
    "text": "Denn mit diesem Anspruch ist ja immer etwas Diktatorisches verbunden."
  },
  {
    "start": 2666.18,
    "end": 2682.16,
    "text": "wenn jemand wirklich die Wahrheit erkennt hat muss er sie absolut durchsetzen Und demgegenüber bin ich eigentlich absolut damit zufrieden, dass meine Erkenntnis so stückwerk ist und das wir in einem gemeinsamen unterwegs sind."
  },
  {
    "start": 2682.4,
    "end": 2684.82,
    "text": "Und immer wieder neu uns auch korrigieren müssen."
  },
  {
    "start": 2685.44,
    "end": 2689.48,
    "text": "Das andere was du zum Schluss formuliert hast finde ich jetzt noch mal sehr wichtig."
  },
  {
    "start": 2689.6,
    "end": 2702.5,
    "text": "Ich glaube, dass die KI mit diesem Programm absolut überfordert ist Denn sie kann ja nur das erheben was Menschen kontingent gedacht haben in unterschiedlichster Zusammensetzung."
  },
  {
    "start": 2703.32,
    "end": 2721.32,
    "text": "Und die Geschichte der Ethik über, ja weit mehr als über zweieinhalb Tausend Jahre und eigentlich noch länger zeigt dass wir uns genau da nicht verständigen konnten das Verständigung immer nur dann möglich war wenn der Machtfaktor ins Spiel gekommen ist."
  },
  {
    "start": 2721.8,
    "end": 2732.04,
    "text": "Wenn also einer dem anderen eine der anderen ihre Wahrheit aufzwingen konnte und die Welt nach ihrem Gusto beschreiben konnte."
  },
  {
    "start": 2732.64,
    "end": 2743.22,
    "text": "Also hier liegen für mich nicht aufgebare Einsichten postmodern Philosophiens im Anschluss an Friedrich Nietzsche und andere, und das neue Moment."
  },
  {
    "start": 2745.24,
    "end": 2745.98,
    "text": "Vielen Dank Peter!"
  },
  {
    "start": 2746.62,
    "end": 2751.74,
    "text": "Ich glaube wir müssen auch für diese Folge in Schlussrunde kommen."
  },
  {
    "start": 2752.44,
    "end": 2773.96,
    "text": "Ich zögere jetzt noch ein bisschen, und ich hoffe ... Erwischte ich nicht von der Seite, aber ich habe gemerkt, dass ich einen Gedankengang abgebrochen hab, den ich weiterführen wollte, nämlich als es um die Einsicht Gabriels ging, dass eigentlich das Proprium des Menschen in seiner Verletzlichkeit liegt."
  },
  {
    "start": 2774.3,
    "end": 2776.02,
    "text": "Und du hast darauf reagiert?"
  },
  {
    "start": 2776.18,
    "end": 2790.4,
    "text": "Aber wir haben eigentlich noch nicht richtig ... besprochen, wo hier auch die kristologische Tiefendimension liegt und vielleicht können wir mit diesem Gedanken schließen."
  },
  {
    "start": 2790.46,
    "end": 2796.24,
    "text": "Ich hoffe ich überfalle dich nicht zu sehr aber steig mal ein und spiele dann den Ball zu."
  },
  {
    "start": 2796.4,
    "end": 2802.22,
    "text": "also was mich fasziniert daran ist das erstens mal völlig gegen die Intuition."
  },
  {
    "start": 2802.42,
    "end": 2818.86,
    "text": "Menschen haben sich über die Jahrhunderte hinweg immer gerühmt besonderer Fähigkeiten, die sie quasi vom Rest der Erschöpfung unterscheidet und sie zur Krone der Ersköpfungen machen."
  },
  {
    "start": 2821.0,
    "end": 2822.98,
    "text": "Und nicht irgendwelcher Schwächen."
  },
  {
    "start": 2823.66,
    "end": 2834.08,
    "text": "Jetzt kann man natürlich sagen wenn Gabriel sagt Die Verletzlichkeit des Menschen ist vielleicht sein Robrium oder ist das, was von Maschinen so nicht eingeholt werden kann?"
  },
  {
    "start": 2834.56,
    "end": 2839.9,
    "text": "Die Verletzlichkeit teilen Menschen natürlich mit den Tieren um Pflanzen und dem Rest der Schöpfung auch."
  },
  {
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    "end": 2842.32,
    "text": "Auch die Endlichkeit und die Geschichtlichkeit!"
  },
  {
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    "end": 2851.14,
    "text": "Aber...die...die Christologische Pointe finde ich hier schon bezeichnend."
  },
  {
    "start": 2852.18,
    "end": 2863.48,
    "text": "Ich versuche es mal so zu raumen Wenn wir Gott beschreiben als mit diesen klassischen Omni-Attributen."
  },
  {
    "start": 2863.68,
    "end": 2871.62,
    "text": "Omnipräsent, omnisient, omnipotent – allwissend, allgegenwärtig, allmächtig!"
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    "start": 2871.88,
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    "text": "Dann rückt die KI immer näher an diesen Gottesbegriff heran."
  },
  {
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    "end": 2888.84,
    "text": "Sie weiß bald alles über uns oder viel mehr als irgendjemand über uns weiß, sie ist überall präsent, Palantir sorgt dafür dass ihr uns überall beobachtet und so weiter."
  },
  {
    "start": 2889.34,
    "end": 2892.94,
    "text": "und dann kann man sagen die macht ja jetzt Gott den Platz streitig!"
  },
  {
    "start": 2893.26,
    "end": 2913.16,
    "text": "Und ein christlicher Gottesbegriff wäre davon gar nicht so beunruhigt oder bedroht, weil der christliche Gottesbegriff sich gerade nicht an dieser Form von Allmacht und Überlegenheit fest macht sondern eine an einer ganz verletzlichen Form der hingebungsvollen Liebe."
  },
  {
    "start": 2914.02,
    "end": 2918.34,
    "text": "Und die zeigt sich in zugespitzt in Jesus Christus."
  },
  {
    "start": 2918.84,
    "end": 2925.42,
    "text": "und wenn man jetzt diese Fähigkeit zur Nicht die Verletzigkeit an sich, die teilen wir mit der ganzen Schöpfung."
  },
  {
    "start": 2925.5,
    "end": 2935.4,
    "text": "Aber die Fähigkeit zu verletzigen hingebungsvollen Liebe im Gegenüber zu anderen Personen als Proprium des Menschen reklamieren würde?"
  },
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    "start": 2936.24,
    "end": 2940.38,
    "text": "Dann wird man vielleicht zumindest theologisch weiterkommen."
  },
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    "start": 2941.82,
    "end": 2942.7,
    "text": "oder wie siehst du das?"
  },
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    "start": 2943.66,
    "end": 2945.36,
    "text": "Ich nehme den Faden sehr gerne auf."
  },
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    "start": 2945.54,
    "end": 2949.44,
    "text": "ich glaube dass Du mit Deinen Überlegungen ins Schwarze triffst."
  },
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    "start": 2951.08,
    "end": 2957.38,
    "text": "für Das christliche Bild vom Menschen wird uns vorgezeichnet im Propheten Jesaja."
  },
  {
    "start": 2958.48,
    "end": 2965.06,
    "text": "Jesaja, Zweiundfünfzigdreizehnen bis dreinfünftig zwölf das Bild vom leidenden Gottesknecht."
  },
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    "start": 2965.76,
    "end": 2965.8,
    "text": "Ja."
  },
  {
    "start": 2965.96,
    "end": 2966.14,
    "text": "Dass"
  },
  {
    "start": 2966.26,
    "end": 2973.04,
    "text": "dann auch zur zentralen Interpretationsschablone im neunten Testament für das Auftreten des Jesus aus Nazareth wird."
  },
  {
    "start": 2974.16,
    "end": 2985.52,
    "text": "Das ist das Wesen des Menschen nicht der potente, alleswissende, alleskönnende sondern der leidende Knecht Gottes."
  },
  {
    "start": 2986.82,
    "end": 3009.62,
    "text": "Zweiter Punkt und das hast du eigentlich schon sehr schön deutlich gesagt im Mittelpunkt des christlichen Glaubens steht nicht der Gottes Aristoteles, der metaphysische Gott, der durch die ganzen Allpredicate, Allwissenheit allmacht, Allanwesenheit gekennzeichnet ist, sondern der geschichtlich handelnde konkret werdende der sich konkret zuwendende Gott."
  },
  {
    "start": 3010.52,
    "end": 3033.32,
    "text": "Und dritter Punkt und eigentlich wiederhole ich nur, was du schon gesagt hast mit anderen Worten – diese Verletzlichkeit als Merkmal des Menschen ist deshalb so wichtig weil sie das Beste am Menschen und an Gott provoziert, was es gibt wie Liebe."
  },
  {
    "start": 3034.22,
    "end": 3045.06,
    "text": "Liebe wird provoziert durch die Verletzlichkeit des nächsten Gottes, des nächsten Menschen der nicht leben kann ohne dass ich mich ihm zubände."
  },
  {
    "start": 3046.88,
    "end": 3048.78,
    "text": "Ja Peter vielen Dank!"
  },
  {
    "start": 3048.92,
    "end": 3052.4,
    "text": "Ich nehme das als treffendes Abschlusswort."
  },
  {
    "start": 3052.7,
    "end": 3057.6,
    "text": "nach diesen beiden Folgen zum Markus Gabriel etische Intelligenz."
  },
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    "start": 3058.1,
    "end": 3063.04,
    "text": "Das Gespräch hat uns in alle möglichen Richtungen und Tiefen und Untiefen geführt."
  },
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    "start": 3063.1,
    "end": 3070.58,
    "text": "Ich fand es hoch spannend und danke dir herzlich auch so auch wirklich eingelesen und vertieft hast."
  },
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    "start": 3070.72,
    "end": 3075.76,
    "text": "Also du hast mir da Zickseiten Vorbereitungen geschickt, man merkt das hat dich auch gepackt."
  },
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    "start": 3075.82,
    "end": 3084.52,
    "text": "wir sind in den meisten Fragen nicht stimmen wir nicht überein mit Gabriel aber er stößt die richtigen Fragen anfinde."
  },
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    "start": 3084.66,
    "end": 3087.42,
    "text": "Und das ist auch schon mal was wert!"
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    "end": 3097.26,
    "text": "Ihr Lieben, wir hören uns wieder bei Mindmaps entweder in der Philosophiegeschichtlichen Reihe oder dann in dieser neuen Reihe mit Buchbesprechungen."
  },
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    "start": 3097.38,
    "end": 3099.78,
    "text": "passt auf euch auf und auf bald."
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    "end": 3113.42,
    "text": "Tschüss!"
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